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Liebe & Psychologie

Schiebst du immer alles auf morgen? 6 geniale Wege aus der Aufschieberitis

Fiona Rohde
von Fiona Rohde Veröffentlicht am 2. Oktober 2017
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Irgendein Grund findet sich leider immer, Dinge aufzuschieben. Willkommen in der Welt der Prokrastination! Hier ein paar Tipps, die endlich dagegen helfen.

Prokrastination? Was bitte ist das? Nun, stellen wir uns folgendes Szenario vor: Eine ellenlange To-do-Liste und ein Motivationspegel, der gegen Null tendiert. Der erste Gedanke ist: Jetzt schnell den inneren Schweinehund unterhaken und sich unauffällig aus dem Staub machen. Die Arbeit lässt sich ja auch später noch erledigen. Nur noch ganz kurz durchatmen. Schnell noch einen Kaffee und dann ... Gleich. Ja, gleich. Läuft ja alles nicht weg ...

Dieses Phänomen, das sicherlich fast jeder kennt, trägt den komplizierten Namen: Prokrastination. Was so viel heißt wie "Aufschieberitis" (Prokrastination von lateinisch pro = für und cras = morgen). An ihr leiden tatsächlich viele Menschen.

Das Schlimme daran: Durch das ständige Aufschieben hat man ein permanent schlechtes Gewissen. Prokrastination kann also wirklich zum Problem und Stressfaktor werden. Denn in allerletzter Minute und unter großem Zeitdruck müssen die lästigen Dinge eben doch erledigt werden. Und das kostet Nerven.

Prokrastination macht uns zu Putzteufeln

Das schlechte Gewissen versucht man mit den abstrusesten Ersatzbeschäftigungen zu lindern: Der Student, der eigentlich seine Abschlussarbeit schreiben muss und plötzlich wie wild die Fenster putzt. Oder die Angestellte, deren Postfach überquillt und die stattdessen erstmal ihr Büro aufräumt. Na, erkannt? Was gegen die gemeine Prokrastination hilft, die uns täglich das Leben schwer macht, verraten wir euch hier!

Aufschieberitis bekämpfen: 6 Tipps, die wirklich etwas verändern

Wie so oft gilt: Einsicht ist der erste Schritt zur Besserung. Deshalb runter mit den Scheuklappen!

​Tipp 1: Das Leben entrümpeln

Wer in einem Berg von Arbeit untergeht und das ständig und ununterbrochen, der sollte sich einfach mal eine Auszeit gönnen. Abstand nehmen, ein paar Tage wegfahren und dann aus der Entfernung klar sehen, wo das Problem liegt. Sind da nicht viele alltägliche Dinge, die plötzlich entbehrlich und vielleicht sogar komplett unsinnig erscheinen? Entrümpel dein Leben, wenn du das Gefühl hast, ständig vor einem Berg von Aufgaben zu stehen. Die Dinge, die dann übrig bleiben, solltest du strukturiert und konsequent angehen.

Tipp 2: Feste Termine setzen

Gerade scheint die Sonne? Deine Beine sind zu müde? Das Bett zu warm? Der Putzeimer verschwunden? Warte nicht auf den "perfekten" Augenblick. Erledige die dringenden Aufgaben hier und jetzt. Dann hast du sie aus dem Kopf und bist frei für nettere Dinge. Gib dir einen Ruck!

Dinge, die nicht allzu dringend sind, sollten einen festen Platz im Terminkalender bekommen. Nein, wir meinen nicht "gleich" oder "morgen", sondern einen Termin wie "morgen, 15 Uhr". So vermeidest du es, Dinge auf den letzten Drücker erledigen zu müssen und permanent mit einem schlechtem Gewissen rumzulaufen.

Tipp 3: Belohn dich

Teil dir lästige Aufgaben in kleine Häppchen ein. Ein Riesenberg an To-Dos schreckt jeden ab. Schaff dir Teilaufgaben, die schnell zu bewältigen sind. Danach gibt es eine kleine Belohnung, die dich anspornt. Mit der Aussicht auf etwas Schönes lässt sich der innere Schweinehund besser bekämpfen.

Also: Die Steuererklärung machen, dann Schokolade naschen. Den Hausflur schrubben, dann das Date mit dem Liebsten klarmachen. So sollte es gehen.

Tipp 4: Zeit mit aktiven Freunden verbringen

Verbring deine Zeit mit Menschen, die aktiv sind. Couch-Potatos sind sicherlich liebenswerte Zeitgenossen, wirken aber auf Dauer lähmend. Ein oder zwei gute Freunde, die dich auch mal richtig auf Trab bringen, sind goldwert. Kino ist zu anstrengend? Joggen bei Regen doof? Die Bar ist im anderen Stadtteil und somit zu weit weg? Da werden dir deine Freunde was husten. Ab jetzt heißt es: Raus ins Leben!

Tipp 5: Zeitfresser im Netz erkennen und meiden

Erkenne deine Online-Zeitfresser. Entferne die Lesezeichen in deinem Browser, die dich von der Arbeit abhalten. Facebook, Mailprogramm, Instagram und Shopping-Seiten - weg damit. Hand aufs Herz: Nicht alle zehn Minuten müssen Mails und Statusmeldungen gecheckt werden. Hier geht es nicht um dringende Angelegenheiten, sondern um ein paar soziale Netzwerke und Seiten, die uns verführen wollen, unser Geld auf den Kopf zu hauen.

Deshalb: Versuch gezielter und weniger zu surfen. Dann hast du nicht nur Zeit für die lästigen Aufgaben, sondern auch für die schönen Dinge des Lebens.

Tipp 6: Mitstreiter suchen

Erzähl anderen von deinen Zielen. Und such dir Mitstreiter. Die beste Freundin muss ebenfalls ein Geschenk für die Schwiegermutter besorgen, zum Zahnarzt oder mit dem Wagen zur Inspektion? Dann motiviert euch gegenseitig. Fürs Wochenende verabredet ihr euch auf ein Glas Wein - bis dahin müssen alle Aufgaben abgehakt sein.

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