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Luft und Liebe? Ein Speeddate über den Wolken

Sabrina Först Veröffentlicht von Sabrina Först
Veröffentlicht am 7. November 2013

60 Singles auf Wolke 7: Bei einem Weltrekordversuch suchen Alleinstehende den Partner fürs Leben. Madelaine (23) war dabei. Mit uns sprach sie über die Traummannsuche in 10.000 Metern Höhe.




"Boarding completed." 60 Singles sitzen in der Maschine auf dem Flugfeld des Londoner Flughafens und warten auf den Start. Ziel ist Venedig. Zwischenstopp: Wolke 7. Denn der Reiseveranstalter Expedia schickt seine Gäste im Rahmen der Aktion 'Letzter Aufruf: Wolke 7' auf eine zweitägige Reise, um herauszufinden, welche Rolle Reisen bei der Partnersuche spielt und ob gemeinsame Interessen auch tatsächlich interessant machen. Einer der 60 jungen Singles im Flieger ist Madelaine aus Gelsenkirchen.

Wie die 23-jährige Zahntechnikerin lassen sich heute auch Singles aus Frankreich, Irland und England auf das Abenteuer ein. In mehreren Etappen lernt man sich kennen: Am Abend vor dem Flug gibt es in London eine erste Speeddate-Runde. Jeweils 20-Minuten-Dates mit drei Deutschen hat Madelaine absolviert. Der heutige Tag steht ganz im Zeichen des Reisens: In einer gecharterten Maschine vom Typ 'Flybe Embraer 195' geht es für alle Teilnehmer nach Italien. Das Highlight an diesem Tag ist der geplante Weltrekordversuch des höchsten Speeddates aller Zeiten. Dazu müssen mehr als 20 Dates in 10.000 Metern Höhe stattfinden.

Alle fiebern dem Event entgegen. Auch Madelaine. Sie reist gerne und oft. Aber Speeddating-Land hat sie bis jetzt noch nie betreten. Die Kandidaten sind aufgeregt. Die Stimmung im Flieger ist aufgekratzt, aber gut. Wie soll es auch anders sein bei 60 Singles auf engstem Raum, mitten in einem Weltrekordversuch und kurz vor einem Dating-Marathon? Die Anspannung ist groß, doch noch müssen die Teilnehmer warten, bis die Maschine ihre Reiseflughöhe erreicht hat.

Und dann heißt es in luftiger Höhe: Mögen die Dates beginnen! Sitzen, flirten, reden, aufstehen, setzen ... Im Gedrängel und unter strenger Beobachtung hat Madelaine nun insgesamt 21 Dates à 3 Minuten. "Das war wahnsinnig interessant. Ich habe Menschen aus verschiedenen Ländern kennengelernt. Auch wenn die Fragen eher oberflächlich waren. Name, Alter, Herkunft - die Zeit für ein echtes Gespräch war ja viel zu knapp", sagt sie. Für einen ersten Eindruck reicht es. Und fürs Flirten allemal!

Nach ihrem allerersten Flirt-Flug ist Madelaine überwältigt und erschöpft. "Es war aufregend, so viele Menschen zu treffen. Ich hätte es wirklich bereut, wenn ich diese Erfahrung nicht gemacht hätte."

Das Speeddating empfand sie als viel anstrengender als ein normales Date: "Alle drei Minuten sitzt jemand anderes vor dir. Da muss man sich ständig auf etwas Neues einstellen. Ziemlich schwer, sich da völlig locker zu machen. Und die Sprachbarriere erst, so viele Dates auf Englisch - das ist ganz schön schlauchend."

Trotz der Anstrengung würde sie es wieder tun. Schließlich hat sie ihren Traummann noch immer nicht getroffen. Aber darum ging es ihr bei diesem Event auch gar nicht. Der Spaß habe im Vordergrund gestanden. "Ich bin ein offener Mensch und lerne gerne Leute kennen. Ich wollte das Date nicht dazu nutzen, meine große Liebe zu finden. Auch, wenn das natürlich schön gewesen wäre", sagt Madelaine und lacht.

Sie hat auch heute noch Kontakt zu vielen Teilnehmern aus dem Dating-Wochenende, sowohl zu Mitbewerberinnen als auch zu den Männern, die sie gedatet hat. Das Event habe die Leute zusammengeschweißt. Nach dem Flug bot der Reiseanbieter noch weitere Dates an: eine Weinprobe, Drachenbootfahren und eine Kanutour. Gelegenheiten, um sich näher zu kommen. Viele Singles haben sich nach dem Event wiedergesehen. Einen Österreicher hat Madelaine zufällig vor wenigen Wochen in Essen getroffen.

Ob sie findet, dass Reisen ein guter Einstieg für Kontakte sind? "Auf jeden Fall. Es ist nur die Frage, wie gut man sich dabei kennenlernt. Aber es ist ein Anfang und dann kommt es darauf an, was man draus macht." Madelaine ist sehr aktiv, neben Reisen spielt sie Tennis, macht Fitness und Zumba. Sie würde noch mal in den Speeddate-Flieger steigen. Aber erst mal geht es für sie im Winter nach Schweden und nächstes Jahr nach Amerika. Genügend Reisen also, um dabei den Traummann zu treffen.

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