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Tagebuch einer Magersüchtigen

  


 - Tagebuch einer Magersüchtigen
Hanna-Charlotte Blumroth vom Lehn ist 16 Jahre alt, als sie magersüchtig wird. Im Gegensatz zu vielen Leidensgenossinnen, die ihre Krankheit um jeden Preis zu verbergen suchen, ist die junge Frau nach Jahren des Leidens und Kämpfens an die Öffentlichkeit getreten. Zwei Auftritte im Fernsehen hat sie absolviert, jetzt hat sie ein Buch geschrieben. Es ist ein Tagebuch, in dem Hanna einen Einblick in die quälenden Gedanken und Zwangshandlungen einer Magersüchtigen gewährt.

Hanna ist ein beliebtes, sportliches junges Mädchen, als sie anfängt, ihr Essverhalten zu kontrollieren. Alles beginnt mit einer Diät, dann fängt sie an, Essen zu erbrechen. Schließlich isst sie so gut wie nichts mehr.

Als sie immer dünner wird, reagieren Freunde und Familie erschrocken, besorgt, aber letztlich hilflos. Immer mehr kapselt sich Hanna ab. Sie bricht mit ihrem Freund, geht auf Distanz zu ihren Freundinnen, beginnt mit der Mutter ein morgendliches Versteckspiel, um nicht frühstücken zu müssen. Ihr Ziel: Von der ihr aufgezwungenen Nahrung möglichst nichts zu essen. Ein Kunststück, das Hanna immer wieder durch Ablenkungsmanöver und Tricks gelingt, das sie aber auch all ihre Kraft und Energie kostet.

Und noch etwas zehrt an ihrer Kräften: Der Hunger. Nachts kämpft Hanna mit ihrem unbändigen Hungergefühl, so dass sie heimlich Kuchen- oder Kekskrümel in Eiswürfel einfriert und im Gefrierschrank im Keller versteckt. Die isst sie nachts, wenn der Hunger zu groß wird, ständig in der Angst, eine Essattacke zu bekommen. "Obwohl ich eigentlich genau weiß, wie diszipliniert ich bin und dass ich wahrscheinlich niemals eine Fressattacke haben werde."

Die Waage als Feind und Freund
Die Waage wird zum täglichen Feind, aber auch zum größten Ansporn. Unbändig die Freude, wenn sie wieder einige Kilo verloren hat, ebenso unbändig der Hass aus sich selbst, wenn das Gewicht stagniert oder steigt. Auf Druck der Mutter wird Hanna ärztlich beobachtet. Sie muss in regelmäßigen Abständen zum Arzt, der sie wiegt und das Gewicht kontrolliert. Doch die vermeintliche Kontrolle gerät zur Farce, da sie sich nicht nackt wiegen muss. Ein Fehler des unwissenden Arztes, der Hanna innerlich jubilieren lässt. Von nun an trägt sie lagenweise Klamotten und zwingt sich bis zu vier Liter Wasser vor dem Termin zu trinken, um die verlorenen Kilos auszugleichen. Und vor allem: Um nicht wieder in die Klinik zu müssen und trotzdem heimlich immer dünner zu werden.

Ein Vorhaben, das Hanna Kraft kostet, ihr aber auch immer wieder Kraft gibt. "In der Hochphase war die Magersucht meine beste Freundin", sagt sie. „Ich war Hanna, die Magersüchtige. Was bin ich, wenn ich nicht mehr magersüchtig bin?“ Wie viele Essgestörte ist Hanna extrem ehrgeizig und hat gleichzeitig große Versagensängste. „Man fordert von sich, weniger zu essen und dann schafft man das auch. Und da man immer perfekt sein will, fühlt man sich nie gut genug.“

"Ohne Kontrolle bist du ein Nichts"
Die ehemals erfolgreiche Leichtathletin schwächt ihren Köper immer mehr, bis das morgendliche Aufstehen zum Kraftakt für die ausgezehrte junge Frau wird. Der Mutter gelingt es mit viel Überzeugungskraft, sie in eine Klinik einzuweisen. Es ist der erste von vier Klinikaufenthalten. Und der Beginn eines langen Leidensweges. Heute sagt Hanna über diese Zeit: "Ich hatte das Gefühl: Wenn du in die Klinik gehst und zunimmst und deine Kontrolle abgibst, bist du danach ein Nichts."

Die Therapie in den Kliniken betrachtet Hanna eher kritisch. Sie schätzt das Engagement der Ärzte und Betreuer, aber letztlich ist ihr alleiniger Wunsch nur, wieder nach Hause zu dürfen, anstatt sich innerlich wirklich zu ändern. Jedes Mal wird Hanna das für die Entlassung notwendige Gewicht mit Ach und Krach erreichen, nur um zu ihrer geliebten Familie zu kommen - und wieder so essen zu können, wie es ihr ihre innere Stimme schon so lange diktiert.

Hätte es eine andere Art Therapie gegeben, die ihr mehr geholfen hätte? „Ich weiß auch nicht die perfekte Lösung. Ich denke, die Therapie müsste intensiver sein und länger dauern. Außerdem finde ich, dass man auch Sport machen sollte, um in der Klinik zu lernen, was der Körper verbraucht, wenn er Sport macht und wie er reagiert. Oft wurde mir gesagt, ich dürfe erst mal keinen Sport mehr machen und das ist gar nicht alltagstauglich. Außerdem hat in allen Kliniken eine Ernährungsberatung gefehlt.“

> Nach der Klinik: Der Kampf hört nicht auf




fr, Bilder: © Stefanie Heider

 
  

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Veröffentlicht von
am 29/12/2012
Die Lesernote:5/5 
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