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Träume deuten: Wichtige Symbole und Schlüssel zur Traumdeutung

von der gofeminin-Redaktion Veröffentlicht am 24. Oktober 2017
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Die eigenen Träume zu deuten ist gar nicht so leicht, wie es zunächst aussieht. Zum einen vergisst man nach dem Aufwachen rasend schnell, worum es im Traum noch mal ging. Zum anderen ist es nicht immer offensichtlich, was ein Traum bedeuten soll.

Träume deuten mit Hilfe eines Traumtagebuchs, in welches man über einen längeren Zeitraum regelmäßig seine Träume notiert, ist spannend. (Wer seine Träume morgens immer schnell vergessen hat, der sollte sich Zettel und Stift auf den Nachttisch legen und sich direkt nach dem Aufwachen Notizen machen!) Auf diese Weise lassen sich Muster erkennen und leichter Rückschlüsse auf die Verbindung zwischen Geträumtem und Erlebtem ziehen. Denn diese Verbindung gibt es sehr wohl.

Psychologen und Psychoanalytiker schreiben der Traumdeutung eine wichtige Rolle zu. Fantasieerlebnisse im Schlaf tragen dazu bei, das psychische Gleichgewicht herzustellen. Träume deuten bedeutet auch, dass man wertvolle Informationen über sein Unterbewusstsein und seine Persönlichkeit erhält.

Schlafphasen

In einer Nacht reihen sich mehrere Traumphasen aneinander, die unterschiedlich intensiv sein können. Die Ereignisse des Tages werden am Anfang der Schlafphase verarbeitet. Doch erst im sogenannten 'paradoxen Schlafstadium' erreichen die Träume ihre größte emotionale Aussagefähigkeit. In diesem intensiven Traumzustand bewegen sich die Augen bei geschlossenen Lidern, deshalb spricht man von der REM-Phase (Rapid Eye Movement). Während des Schlafes wechseln sich die intensiven Träume der REM-Phase mehrmals mit den schwachen Träumen der NON-REM-Phase ab.

Träume deuten: Wozu ist es gut?

Träume enthalten zahlreiche Hinweise über unsere Bedürfnisse oder über eine bisher unbekannte psychologische Wirklichkeit. Ein Traum, der vom Gegenteil des Gewünschten handelt, kann zum Beispiel ein unterdrücktes Bedürfnis aufdecken, das man sonst aufgrund moralischer Zwänge verdrängt. Eine Traumdeutung funktioniert also wie eine Übersetzung verschlüsselter Symbole.

Die wichtigsten Traum-Theorien

Sigmund Freud hat mit der Erfindung der Psychoanalyse im Jahr 1900 den Grundstein für die modernen Methoden der Traumdeutung gelegt. Freud geht davon aus, dass im Traum ein unbewusstes Bedürfnis befriedigt wird und dass diese Wunscherfüllung nicht spontan interpretiert werden kann. Um die eigenen Träume deuten zu können, muss man zunächst die einzelnen Elemente voneinander trennen und dann im Hinblick auf das persönliche Leben und Umfeld wieder neu zusammenfügen.

​Carl Gustav Jung entwickelte einen etwas anderen Ansatz Träume zu deuten: Seiner Theorie nach wird jeder Mensch von einem kollektiven Unterbewusstsein geleitet. Für ihn sind die Symbole und Nachrichten der Träume bei allen Menschen identisch und bilden eine Art Universalsprache.

7 Schlüssel, die helfen, eure Träume zu deuten

Unsere Träume reflektieren unser Unterbewusstsein und unsere Fantasien. Sie sind sozusagen das Ventil, über das wir Ängste, Sorgen und Bedürfnisse zum Ausdruck bringen, die sich im Laufe des Tages in uns anstauen. Hier kommen sieben Tricks, die euch helfen, eure Träume besser zu verstehen, zu analysieren und positiv zu nutzen.

1) Keine vollständige Interpretation
Ein Traum kann niemals vollständig interpretiert werden. Nur gewisse Elemente können entschlüsselt werden.

2) Keine Deutung um jeden Preis
Versucht nicht zwanghaft, in jedem Traum einen tieferen Sinn zu finden. Sicher können uns manche Träume dazu anregen, über eine bestimmte Situation nachzudenken. Doch es gibt auch Träume, die keinerlei tiefgreifende Bedeutung haben.

3) So präzise wie möglich
Um die Interpretation nicht zu verfälschen, muss der Traum präzise wiedergegeben werden. Notiert daher bei jedem Aufwachen so genau wie möglich, was ihr geträumt habt - auch die Details, die euch eher unbedeutend erscheinen Stichwort: Traumtagebuch.

4) Dominierende Symbole herausfinden
Versucht das in eurem Traum dominierende Bild oder das Symbol, das euch am meisten verwirrt hat, so gut wie möglich zu isolieren. Denkt über dessen Bedeutung nach: Worauf könnte es sich beziehen: auf eure Vergangenheit, die Gegenwart oder die Zukunft?

5) Auch kleine Details betrachten
Sobald ihr das zentrale Element eures Traums isoliert habt, könnt ihr euch mit den Details beschäftigen, denn diese sind ebenfalls interessant. Nebenfiguren, Landschaften, dominierende Farben - all diese Elemente sind Teile des Puzzles und erleichtern die Traumdeutung.

6) Nicht zu voreilig sein
Lasst euch nicht zu vorschnellen Schlussfolgerungen hinreißen. Die Symbole und ihre Bedeutung können von einer Person zur anderen variieren. Es gibt keine feste Regel, sondern lediglich Reflexionsideen und Denkanstöße. Die Interpretation muss unter Berücksichtigung eures realen Lebens erfolgen.

7) Das große Ganze betrachten
Vertraut nicht jedem beliebigen Literaturwerk zum Thema Traumdeutung. Schafft euch ein Lexikon an, das die Traumsymbolik über verschiedene Kulturen und Zeitalter hinweg betrachtet.

Träume deuten: Fliegen

Wer vom Fliegen träumt, erlebt dies oft als eine Art Rauschzustand. Man fühlt sich leicht, über alles erhaben, unangreifbar. Sigmund Freud deutet das Träumen vom Fliegen als erotische Wunschvorstellung und als Bedürfnis, Grenzen (auch selbstgesetzte) oder Konflikte zu überwinden.

In der modernen Traumforschung steht nicht mehr so sehr der Wunsch nach Veränderungen beim Traum vom Fliegen im Vordergrund, sondern das Selbstbewusstsein. Je nachdem wie hoch der Träumende fliegt, geht man von einem unterschiedlich stark übersteigerten Selbstbewusstsein aus. Die Gefahr des Abstürzens wird dabei immer mit in Betracht gezogen. Wer in seinem Traum wie schwerelos über nicht genauer zu definierende Landschaften schwebt, versucht eventuell, den Blick von belastenden Dingen im Leben abzuwenden, sich zu verschließen und Unschönes zu verdrängen. Fliegen ist in diesem Fall so etwas wie eine Flucht vor sich selbst und den eigenen Problemen.

Träume deuten: Schwimmen

Wasser ist in der Traumdeutung ganz allgemein ein Symbol für alles Emotionale, wird also mit Gefühlen in Verbindung gebracht. Freud sieht das Wasser als unbewusst psychische Energie, als Zeichen für das Unbewusste. Bei der Deutung des Schwimmens in Träumen muss zunächst einmal unterschieden werden, ob man im klaren oder trüben Wasser schwimmt. Das Schwimmen im klaren und/oder strömenden Wasser weist auf Ausgeglichenheit, Zufriedenheit und auf einen Zustand des Glücks hin, der zum Beispiel durch Liebe oder beruflichen Erfolg gekennzeichnet sein kann. Trübes Wasser hingegen kann die Angst vor zum Beispiel einer Prüfung bedeuten. Es symbolisiert Unsicherheit oder auch mangelnde Selbsterkenntnis.

Frauen träumen statistisch gesehen übrigens besonders häufig von Wasser. Wer zum Beispiel bereits eine Schwangerschaft erlebt hat, wird sich bewusst oder unterbewusst an die Bewegungen des Kindes im Fruchtwasser erinnern, was wiederum positive Träume von Wasser auslösen kann. Träumen Frauen von Wasser, kann das auch bedeuten, dass sie den starken Wunsch nach einer Veränderung in ihrem Leben verspüren.

Träume deuten: Untreue

Wer träumt, seinen Partner zu betrügen, muss nicht sofort Panik bekommen, dass er das demnächst wirklich tun wird. Gedanken darüber, ob man in der aktuellen Beziehungssituation wirklich glücklich ist, sollte man sich aber schon machen. Das Träumen von Untreue weist nämlich darauf hin, dass man sich nicht im Einklang mit seiner Persönlichkeit befindet und Probleme hat, die man sich vielleicht noch nicht eingestanden hat. Irgendetwas ist im eigenen Leben, das einen daran hindert, den eigenen Bedürfnissen gerecht zu werden.

Eine andere Möglichkeit, diesen Traum zu deuten: Hier kommen Schuldgefühle zum Ausdruck. Diese müssen sich dabei aber nicht zwingend auf den eigenen Partner beziehen, sondern können andere Ursachen haben. Ist der Traum extrem sexuell aufgeladen, kann es auch schlicht und einfach darum gehen, dass man seine sexuellen Bedürfnisse nicht ausreichend ausleben kann - und daran etwas ändern möchte.

Träume deuten: Koffer packen / verreisen

Wer davon träumt, den Koffer zu packen und / oder eine Reise zu machen, der sehnt sich eventuell nach einer Änderung seines Lebenswegs. Je weiter einen im Traum die Reise führt, desto größer ist der Wunsch nach Veränderungen.

Die Reise im Traum kann auch für den Wunsch nach der Erforschung der eigenen Persönlichkeit stehen. In jedem Fall hat so ein Traum immer etwas mit der Gestaltung des eigenen Lebenswegs zu tun. Eine Abreise weist auf einen Neuanfang hin. Sitzt man hinter einem Steuer, genießt man es, die Kontrolle zu haben. Auch die Beschaffenheit des Reiseziels kann über die Zukunftswünsche des Träumenden Auskunft geben.

Träume deuten: Streit

So banal das jetzt auch klingt: Wer von Streit träumt, trägt innere Konflikte aus, für die er noch keine Lösung parat hat. Unterschieden werden muss hier, wer mit wem streitet und ob man selbst an dem Streit beteiligt ist oder nicht.
Wer im Traum einem Streit nur als Zuschauer beiwohnt, durchlebt womöglich gerade eine turbulente Lebensphase, der er sich nicht entziehen kann. Wer im Mittelpunkt des Konflikts steht, fühlt sich in seiner momentanen Lebenssituation eventuell in die Ecke gedrängt - oder der Traum ist ein Hinweis darauf, dass man sich den Mitmenschen gegenüber flexibler zeigen sollte.

Träume deuten: Fallen

Im Allgemeinen wird das Fall-Symbol in der Traumdeutung mit Angst, Unsicherheit und Selbstzweifeln in Verbindung gebracht. Der Traum vom Fallen kann so auf die Angst verweisen, den Ansprüchen und Erwartungen der anderen nicht gerecht werden zu können. Ein Sturz kann auch aktuelle Probleme symbolisieren, die durch eine bedeutende Veränderung im Leben des Träumenden hervorgerufen wurden. Wer ins Leere oder von einer Treppe fällt, kann diesen Traum als Hinweis auf eine gewisse emotionale Leere oder als Angst vor der Zukunft deuten.

Träume deuten: Zahnausfall

Generell weist das Träumen von Zähnen auf sexuelle oder materielle Bedürfnisse hin, denn Zähne repräsentieren ein wichtiges Macht- und Aggressivitätsinstrument. Wer davon träumt, weiße und gesunde Zähne zu haben, durchlebt wahrscheinlich gerade eine positive, von Erfolg gekrönte Phase in seinem Leben.

Der Traum von wackelnden oder gezogenen Zähnen kann den Machtverlust und die Angst vor jeglicher Machtlosigkeit (affektiv, sexuell, beruflich) symbolisieren. Der Zahnverlust kann sich aber auch auf mangelnde Vitalität beziehen. Zahnausfall kann starke Gefühlserregbarkeit und mangelndes Selbstbewusstsein bedeuten, die den Träumer daran hindern, seine Persönlichkeit zu entfalten.

Träume deuten: Nackt in der Öffentlichkeit

Wer in seinem Traum nackt durch die Gegend läuft, hat mindestens zwei Möglichkeiten, dies zu deuten - keine von beiden hat übrigens etwas - obwohl 'Nacktheit' das nahelegt - mit Sexualität zu tun. Fühlt man sich in seiner Nacktheit wohl und wird dabei von anderen beobachtet, dann möchte man eventuell (noch) mehr von seinem wahren Ich zeigen, als man es normalerweise tut. Wer sich im Traum nackt gut fühlt und völlig allein und unbeobachtet ist, der ist mit sich im Reinen und hat kein Problem damit, das auch frei zum Ausdruck zu bringen.

Wer im Traum nackt durch die Gegend läuft und sich dafür schämt (allein oder unter Beobachtung), der hat eventuell ein Problem damit, sich (seelisch oder körperlich) zu entblößen. Dieser Traum hängt also mit einem Gefühl von Angst zusammen, eventuell auch mit mangelndem Selbstbewusstsein. Oft weist dieser Traum auch darauf hin, wie viel Bedeutung der Träumende der Meinung von Anderen zumisst.

Träume deuten: Tod

Wer vom Tod träumt, sei es dem eigenen, dem eines nahen Verwandten oder eines Freundes, wacht oft mit dem unguten Gefühl auf, es könnte sich hierbei um eine Vorahnung handeln. Keine Panik, um eine dunkle Voraussage geht es in diesen Träumen nicht! Träume vom Tod sind vielmehr ein Zeichen für einen neuen Anfang oder aber für das Ende oder die Angst vor dem Ende einer wie auch immer gearteten Beziehung zu einem uns wichtigen Menschen. So kann es um eine Liebe gehen, von der wir eigentlich längst wissen, dass sie keine Zukunft mehr hat oder um unsere Angst, das gute Verhältnis zum Beispiel zu unserer Schwester zu verlieren, weil man sich in letzter Zeit überhaupt nicht mehr mit ihr verstanden hat.

Todesträume können auch ein Zeichen dafür sein, dass man an seinem eingeschlagenen Lebensweg etwas ändern möchte, dies aber noch nicht bewusst realisiert hat. Generell muss gesagt werden, dass Träume vom Tod zu jenen Träumen gehören, die am vielschichtigsten sind und die sehr viele Interpretationen, je nachdem, was man genau träumt, zulassen.

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