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Liebe & Psychologie

Faul sein und trotzdem mehr schaffen? Warum Nichtstun total produktiv ist

Fiona Rohde
von Fiona Rohde Veröffentlicht am 14. September 2017
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Schaffen wir wirklich mehr, wenn wir auch mal faul sind? Psychologen sagen ja! Wir sind der Sache genauer auf den Grund gegangen und können schon mal verraten: Faulpelze werden diesen Artikel lieben!

Seliges Nichtstun ist etwas Wunderbares. Aber wer ständig nichts tut, den plagt schnell das schlechte Gewissen. Der denkt an all das, was täglich liegen bleibt, an die Wollmäuse unter dem Bett und den Vertrag mit dem Fitnesstudio, den Kaffee mit der Freundin, der immer noch aussteht und an ungebügelte Wäsche oder unrasierte Unterschenkel. Da macht es fast schon keinen Spaß mehr, untätig auf der Couch zu liegen. Der Spaß wird einem gründlich verdorben - und zwar durch einen selbst!

Das wird sich ab jetzt aber ändern! Denn wir sagen: Faulsein ist absolut produktiv und wichtig. Bleibt liegen und entspannt euch, und ihr werdet mehr schaffen als ihr glaubt - auch wenn dieser Gedanke so gar nicht in unsere Leistungsdruck-Gesellschaft passen mag. Gemeinhin denkt man ja schließlich: Mit viel Einsatz schafft man viel.

Faulsein macht kreativ

Fakt ist: Wer abseits von Trott und Hektik des Alltags auch mal faulenzt, der kann die Gedanken schweifen lassen und kommt auf ganz andere Ideen als Menschen, die ständig im Hamsterrad ihre Runden drehen.
Wer sich eine Auszeit nimmt, ist viel kreativer als derjenige, der stumpf vor sich hinschuftet sich an Routine und Automatismen gewöhnt hat, ohne sie groß zu hinterfragen.

Der selige Faule ist endlich ganz bei sich selbst angekommen, ohne Ablenkung via Smartphone oder To-do-Listen, Fernseher und Hektik. So gewinnt er eine ganz unerwartete klare Sicht auf die Dinge, kann viel besser Entscheidungen treffen - und das zahlt sich wiederum aus. Und mit dieser kreativen Art zu denken, überholt er den fleißigen Kollegen im Hamsterrad allemal.

Faulsein bringt uns in Schwung

Zweiter positiver Effekt: Wer auch mal nichts tut, dem geht es körperlich besser, der tankt Kraft und Energie für all seine Aktivitäten. Denn danach ist man umso leistungsfähiger, da das Faulsein einen positiven Einfluss auf unseren Blutdruck, unsere Durchblutung und unser Immunsystem hat. Stress wird abgebaut und wir füllen unsere Energiedepots auf. Und mit der neu gewonnenen Kraft holen wir die paar Stunden Faulsein locker wieder auf und fühlen uns doppelt besser dabei. Eine Win-win-Situation sozusagen.

Deshalb lasst euch bei eurem nächsten Couch-Potatoe-Abend kein schlechtes Gewissen machen - weder von euch selbst, noch von anderen. Das entspannte Seele-baumeln-lassen ist absolut gut und wichtig. Und auch wenn es (so absurd das klingt) anfangs durchaus schwer fällt, sich zum Nichtstun aufzuraffen, irgendwann lernt ihr wieder abzuschalten, in euch hineinzuhören und auch mit dem Nichtstun wohlzufühlen. Also: Seid mal wieder richtig faul, bitte!

Tief durchatmen: Die 5 besten Entspannungsübungen bei Stress

Oder lacht einfach mal wieder richtig herzlich - zum Beispiel über unsere Sprüche:

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