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Rätselhafte Symbole: Das bedeuten die Zeichen auf den Kleideretiketten!

Ann-Kathrin Schöll
von Ann-Kathrin Schöll Veröffentlicht am 9. November 2014

Nie wieder verfilzte Pullover, verfärbte Blusen und eigelaufene Socken! Mit unserem Lexikon der Waschsymbole entschlüsselt ihr jedes Kleidungsetikett.

Zeig mir die Pflegesymbole und ich sag dir, wie du waschen musst: Für viele gleichen die Waschsymbole auf den Kleideretiketten chinesischen Schriftzeichen. Doch nicht mehr lange! Denn wir entschlüsseln die mysteriösen Runen und verraten euch, was die Pflegehinweise bedeuten.

Meist sind vier oder fünf Symbole auf dem Etikett abgebildet. Die Hinweise beziehen sich auf die verschiedenen Schritte im Waschprozess: 1. Waschen, 2. Bleichen, 3. Chemische Reinigung, 4. Trocknen und 5. Bügeln. Je nachdem aus welchem Material das Kleidungsstück gefertigt ist, sind unterschiedliche Symbole aufgedruckt. Besteht ein Teil aus mehreren unterschiedlichen Materialien, gilt die Devise: Das empfindlichste Material bestimmt, wie gewaschen werden muss. Als Beispiel: Ein Baumwollkleid mit Seidenrock muss nach den Pflegehinweisen für Seide gewaschen und getrocknet werden, da Seide empfindlicher als Baumwolle ist.

Alle Pflegesymbole im Überblick: Das bedeuten die Zeichen auf den Kleideretiketten

Pflegesymbole erklärt: Deswegen sind die Pflegehinweise so wichtig!

Kleidung nur von Hand waschen:
Findet ihr dieses Symbol auf dem Etikett eures Kleidungsstücks, ist Vorsicht geboten. Denn es handelt sich um ein besonders empfindliches Teil. Ihr dürft es deshalb nur von Hand waschen. Die Wassertemperatur sollte dabei nicht zu heiß, sondern handwarm sein. Wascht ihr Kleidung von Hand, solltet ihr ein spezielles Handwaschmittel verwenden. Ein spezieller Tipp für sensible Woll- oder Seidenkleidung: Verwendet statt Waschmittel Haarshampoo.

Kleidung in der Waschmaschine waschen:
Dieses Symbol zeigt an, dass ihr die Wäsche in der Maschinenwäsche waschen könnt. Die Zahl gibt die Maximaltemperatur an. Wer auf Nummer sicher gehen möchte und zusätzlich die Umwelt schonen möchte, sollte bei geringerer Temperatur mit einem kaltaktivem Waschmittel waschen.

Die Temperaturangaben im Überblick:
30° für Feinwäsche und empfindliche Farben. Reduzierte Drehzahl, normaler Spül- und Schleudergang
40° für farbige T-Shirts und Unterwäsche mit elastischer Einfassung (bzw. Gummizug). Reduzierte Drehzahl, normaler Spül- und Schleudergang
60° für farbige Bettwäsche. Normale Drehzahl, normaler Spül- und Schleudergang
95° Kochwäsche für weiße Bettwäsche oder Handtücher. Normale Drehzahl, normaler Spül- und Schleudergang

Kleidung im Schonwaschgang waschen:
Dieses Pflegesymbol unterscheidet sich nur durch einen Strich vom vorherigen Symbol. Der Strich unter dem Symbol gibt das Waschprogramm an:

Ein Strich: Schonprogramm bzw. Feinwaschgang für Synthetikwäsche. Mittlere Drehzahl, Spülgang mit niedriger Temperatur und sanfter Schleudergang

Zwei Striche: Wollprogramm bzw. Handwaschprogramm (minimale Drehzahl)

Kleidung nicht waschen:
Entdeckt ihr dieses Symbol auf eurem Kleideretikett heißt es: Finger weg! Denn es gibt Kleidung, die man nicht selbst waschen sollte. Dazu gehören zum Beispiel edle Abendkleider oder Wollblazer. Kleidung mit diesem Symbol sollte nur von Profis in der Reinigung gepflegt werden.

Pflegehinweise Trocknen: Das müsst ihr beim Trocknen beachten!

Kleidung im Trockner trocknen:
Wer in Besitz eines Wäschetrockner ist, kann sich freuen: Kleidung mit diesem Pflegesymbol kann in den Wäschetrockner! Die Punkte im Kreis zeigen dabei die Höchsttemperatur an.

Ohne Punkt: Trocknen im Wäschetrockner ohne Temperatur-einschränkung möglich

Ein Punkt: Trocknen im Wäschetrockner bei niedriger Temperatur möglich (höchstens 60°)

Zwei Punkte: Trocknen im Wäschetrockner bei hoher Temperatur möglich

Kleidung nicht im Trockner trocknen:
Nicht in den Wäschetrockner darf Kleidung, auf deren Etiketten dieses Symbol abgebildet ist. Dazu gehört zum Beispiel Funktionsbekleidung, Wollkleider oder Spitzendessous. Der Grund: Die hohen Temperaturen im Wäschetrockner würden die Materialien zerstören.

Kleidung an der Luft oder an der Leine trocknen:
Dieses Symbol kann zwei Bedeutungen haben. 1. Lufttrocknen, also die Wäsche nach dem Waschen zum Trocknen auf die Leine hängen oder 2. Die noch feuchte Kleidung gleich nach dem Waschen bügeln.

Kleidung auf einem Kleiderbügel trocknen:
Etwas schwierig zu erkennen, aber dieses Wäschesymbol bedeutet: Wäsche zum Trocknen auf einen Kleiderbügel hängen. Das ist besonders für Oberbekleidung wie Blusen, T-Shirts oder Hemden vorteilhaft.

Kleidung liegend trocknen:
Sehr empfindliche Materialien wie Seide oder Wolle sind häufig mit diesem Symbol versehen. Es bedeutet: Nur flach liegend trocknen. Tipp: Schlagt die Kleidung vorsichtig in ein Handtuch ein und lasst sie so trocknen.

Pflegesymbole Bügeln: Bloß nicht zu heiß!

Das Bügeleisen auf dem Pflegeetikett bedeutet: Bügeln erlaubt! Die Punkte in der Mitte zeigen die Höchsttemperatur an, die das Bügeleisen erreichen darf.

Ein Punkt: Kaltes Bügeleisen (110°), für Acryl, Nylon und Acetat

Zwei Punkte: Warmes Bügeleisen (150°), für Polyester und Wolle

Drei Punkte: Heißes Bügeleisen (200°), für Baumwolle und Leinen

Kleidung nicht bügeln:
Dieses Symbol heißt: Bügeln verboten! Das gilt zum Beispiel für T-Shirts mit Aufdruck. Die Männerwelt wird es freuen, denn laut einer Studie des Allensbach Instituts von 2012 können 90 % der Herren nicht bügeln.

Waschen nervt euch? Dann klickt auf das Bild und entdeckt geniale Tricks beim Wäschewaschen!

Pflegehinweise chemische Reinigung: Das solltet ihr beachten!

Kleidung in der Reinigung reinigen lassen:
Entdeckt ihr einen Kreis mit einem Buchstaben auf dem Etikett, bedeutet das: Hier müssen Profis ran. Denn diese Kleidung darf nur professionell gereinigt werden. Der Buchstabe gibt die jeweilige Waschkategorie an:

Ohne Angabe oder A Trockenreinigung mit allen Lösungsmitteln

F Trockenreinigung mit petrologischen Lösungsmitteln wie R113 oder Kohlenwasserstoffen (Mineralsalze). Keine Trockenreinigung im Waschsalon.

P Trockenreinigung mit üblichen Lösungsmitteln wie Perchlorethylen, dem Lösungsmittel R113 und Kohlenwasserstoffen (aber ohne Trichlorethylen). Trockenreinigung im Waschsalon möglich.

W Wasserreinigung bzw. Wet Clean ohne Waschmittel (!). Keine Trockenreinigung im Waschsalon.

Bei der chemischen Reinigung bzw. Trockenreinigung kann es zusätzliche Einschränkungen geben. Auskunft darüber geben die Striche unter dem Symbol.

Ein Strich: Einschränkung der Reinigungstechniken (Wassermenge, Drehzahl, Temperatur der Reinigungsflüssigkeit, Trockentemperatur).

Zwei Striche: Sehr starke Einschränkung der Reinigungstechniken (Wassermenge, Drehzahl, Temperatur der Reinigungsflüssigkeit, Trockentemperatur).

Kleidung nicht chemisch reinigen:
Der durchgestrichene gelbe Kreis zeigt an: keine Trockenreinigung! Ist der Kreis hingegen ausgefüllt blau bedeutet das: keine Reinigung mit Wasser.

Pflegesymbole Bleichen: Vorsicht!

Das heißt: Bleichen ist möglich. Zu Kleidung, die mit diesem Symbol versehen ist, gehören zum Beispiel schlichte weiße T-Shirts aus Baumwolle. Das Dreieck ist blau und durchgestrichen? Dann ist bei dieser Kleidung: Bleichen verboten!

Gut zu wissen: 10 Tipps für saubere Wäsche wie aus der Reinigung

1. Vermeidet hohe Temperaturen.
2. Der Schonwaschgang in der Maschine ist schonender als Handwäsche.
3. Lasst eure Kleidung nicht in der direkten Sonne trocknet, sonst verfilzt sie schneller.
4. Beim Bleichen gilt: Lieber zu Waschmitteln mit einem Weißmacher-Effekt (z.B. Gardinenweiß) greifen, anstatt reines Chlorwasser zu verwenden. Das greift die Textilfasern an.
5. Edle Kleidung mit Innenfutter gehört immer in die Reinigung.
6. Wolle geht ein, wenn das Wasser zu warm ist und verformt sich beim Aufhängen. Deshalb: liegend in einem Handtuch trocknen.
7. Kleidung aus reiner Baumwolle lässt sich besonders gut bügeln.
8. Farbige Baumwollstoffe sollten separat gewaschen werden.
9. Seide sollte immer trocken gereinigt werden, denn sie verträgt weder warmes Wasser noch den Schleudergang.
10. Wolle, Seide, abfärbende Textilien, Leder oder Textilien mit Metallaccessoires sollten nie tropfnass werden!

von Ann-Kathrin Schöll

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