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'Plus Size' war gestern! Jetzt ist endlich 'All Size' angesagt!

Kathrin Stangl
von Kathrin Stangl Veröffentlicht am 7. September 2014
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Sackartige Schnitte, Kleider, die aussehen wie Zelte und dunkle Farben, die möglichst viel kaschieren sollen: So sieht Mode ab Kleidergröße 42 oft aus. Designerin Katja Heidrich will das ändern. Der Plan der 24-Jährigen: Den Plus-Size-Markt revolutionieren!

Heidrich entwirft unter dem Labelnamen 'mable' Mode von Größe 36 bis 48. Okay, das machen auch andere Firmen. Was unterscheidet 'mable' von ihnen? Die Idee heißt 'All Size'. Das bedeutet: Jeden Entwurf gibt es in 'Klein' und in 'Groß'. Schnitt, Muster, Details - alles gleich! So kann die Mode von fast allen Frauen getragen werden, ganz egal ob dünn oder kurvig.

"Meine Entwürfe stehen einer 36 ebenso wie einer 48. Es geht einfach darum, hübsch auszusehen und sich in seinem Körper wohlzufühlen. Man kann doch nicht sagen: Leggings oder kurze Kleider sind nichts für korpulente Frauen!", sagt Heidrich. Ihr Motto: Nicht nur schlank ist schön!

Die Designerin weiß, wovon sie spricht. Sie hat selbst Kleidergröße 44/46, arbeitet in ihrer Freizeit als Plus-Size-Model und kennt das Problem, in Läden nur unförmige, sackartige Klamotten zu finden. "Für füllige Frauen gibt es wenig coole Sachen. Dabei falle ich gerne auf, kleide mich bunt und zeige meine Figur."

Zwar gibt es immer mehr Labels, die große Größen produzieren, leider sind die aber nicht immer so trendy wie Mode für schlanke Frauen. "Der Großteil denkt, man muss auf die besonderen Bedürfnisse sehr korpulenter Frauen eingehen, die Kleidung muss kaschieren und verstecken. Ihre Kurven werden als Art körperliche Beeinträchtigung gesehen, fast schon als Behinderung", sagt die 24-Jährige.

Alles Quatsch! Kurvig ist heiß, das wissen wir nicht erst seit den angesagten Plus-Size-Models Candice Huffine oder Marquita Pring. Power-Frauen wollen zeigen, was sie haben. Und wer zeigen will, was er hat, der will schöne Mode. Mit Knallfarben, Miniröcken und asymmetrischen Schnitten will 'mable' den Modemarkt aufmischen.

Dabei kommt es Designerin Katja Heidrich nicht nur auf die Optik an. Sie sieht es als Herausforderung, Mode zu schneidern, die zu allen Figuren passt. "Wenn der Körper fülliger wird, wächst er unterschiedlich in die Breite. Manche Frauen bekommen einen größeren Hintern, manche einen kleinen Bauch und wieder andere legen an der Oberweite deutlich zu." Doch für alle gilt: "Mädels mit Rundungen können stolz auf ihren Körper sein und dürfen das auch nach außen tragen!"

Dennoch macht die Designerin Einschränkungen. Mit ihrer Kollektion will sie Mode wieder in eine gesunde Richtung lenken. Deshalb gibt es ihre Stücke weder in extrem kleinen noch in extrem großen Größen. "Mädels, die Size 0 tragen, sind abgemagert. Extrem große Größen sind dagegen ebenfalls nicht gut für den Körper. Deshalb hört meine Kollektion bei 48 auf - bis dahin kann man durchaus noch fit und sportlich sein und das auch zeigen", erklärt sie.

Verdammt richtig! Wer behauptet denn, dass eine Frau mit üppigem Busen und prallem Po nicht mindestens so sexy in Bleistiftrock und Bluse aussieht wie die Mager-Models auf den Laufstegen? Jede Frau ist schön, wenn sie selbstbewusst zu ihrem Körper steht!

Die Designerin

Modedesignerin Katja Heidrich hat an der Akademie für Mode und Design in München studiert. Während ihres Studiums absolvierte sie ein fünfmonatiges Praktikum bei Anna Scholz, einer Designerin für Übergrößen, in London.
2012 gründete sie ihr eigenes Modelabel 'mable'.


http://www.mableonline.com/

Mode in großen Größen für den Herbst

figurbetonter Rock von Asos Curve, 35 € © Asos Curve
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