Anke Domaske macht aus Milch Mode

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Voll kuhl!

Anke Domaske macht aus Milch Mode

  

Anke Domaske hat mit ihrem Team eine resourcenschonende Milch-Faser entwickelt. © Jannes Frubel - Anke Domaske macht aus Milch Mode
Anke Domaske hat mit ihrem Team eine resourcenschonende Milch-Faser entwickelt. © Jannes Frubel
Anke Domaske ist Biologin mit einem Hang zu Fashion. Die 28-Jährige entwickelte eine neuartige Stoff-Faser aus Milch und entwirft nun Milch-Mode.

Anke Domaskes Talent für Mode liegt in der Familie. Schon ihre Urgroßmutter war Modedesignerin und Hutmacherin. Außerdem ist sie im Osten groß geworden und "wenn man da etwas Besonderes haben wollte, musste man es sich selber schneidern“, sagt Domaske.

Bereits mit 19 Jahren gründete Domaske nach einem Auslandsaufenthalt in Japan ihr eigenes Mode-Label ‚Mademoiselle Chi Chi‘ (MCC).
Gleichzeitig war die Hannoveranerin naturwissenschaftlich interessiert. Als Kind machte sie bei Jugend forscht mit. Später studierte sie Biologie.

Der Antrieb für die Entwicklung der allergiefreien und ökobasierten Faser aus Milch war ein Krankheitsfall in der eigenen Familie. 2007 wurde bei Anke Domaskes Stiefvater Blutkrebs diagnostiziert. „Das komplette Blut musste ausgetauscht werden, und mein Stiefvater lebte in einem sterilen Raum", sagt sie. "Er reagierte sehr empfindlich auf alle Umwelteinflüsse, weil sein Immunsystem durch die Krankheit heruntergefahren war. So etwas mitzuerleben ist traumatisch.“

So ergab es sich für Anke Domaske, die naturwissenschaftliche Komponente mit dem Modebewusstsein zu verbinden, um etwas Chemieloses zum Anziehen herzustellen. Das Resultat: QMilch. Eine weltweit einzigartige Faser, bestehend aus dem Milcheiweiß Casein.

Die Milchfasern an sich gibt es schon seit 1930. „Die Herstellung funktionierte bis dahin nur mit einem sehr aufwendigen chemischen Verfahren. Diese Milchfasern basierten noch zu 75 Prozent auf Erdöl“, sagt Anke Domaske. Ihre Milchfasern, die sie in Zusammenarbeit mit dem Bremer Faserinstitut entwickelt, sind antibakteriell, antiallergisch und „naturbelassen“.


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sf

 
  

Veröffentlicht von Sabrina Frangos
am 31/10/2011
Die Lesernote:5/5 
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Die besten User-Kommentare
: « was für eine verschwendung von milch in meinen augen. wenn jemand wirklich krank ist dann kann das nützlich sein, aber mode für jedermann... »
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