Voll kuhl!
Biologin mit Fashion-Faible: Anke Domaske macht aus Milch Mode

Sechs Liter Milch für ein Kleid

   

Anke Domaske kombiniert erfolgreich Naturwissenschaft mit Mode. © Jannes Frubel - Sechs Liter Milch für ein Kleid
Anke Domaske kombiniert erfolgreich Naturwissenschaft mit Mode. © Jannes Frubel
Wie entstehen Milch-Fasern?
Für die Herstellung der Fasern benötigt Anke Domaske Casein, das Haupteiweiß der Milch, und Wasser. Mit anderen geheimen, naturbelassenen Zutaten wird alles in einem großen Fleischwolf vermengt, erhitzt und am Ende durch eine feine Düse zu haarfeinen Fäden gesponnen.

Innerhalb einer Stunde erhält man so zwei bis fünf Kilogramm Fasern. Und der Wasserverbrauch ist gering. Für die Produktion werden nur zwei Liter Wasser benötigt.

Zum Vergleich: Für die Herstellung eines gewöhnlichen Baumwoll-T-Shirts benötigt man 41.000 Liter Wasser.

Wie viel Liter Milch ergeben ein Kleid?
„Für ein Kleid benötigt man sechs Liter Milch“, sagt Anke Domaske. "Und das Eiweißpulver Casein für das Kleid kommt natürlich von ausgewählten Milch-Lieferanten, die auf artgerechte Tierhaltung achten. Die ganze Kette muss eben stimmen - sonst wäre es ja kein nachhaltiges Produkt."

Milch kann schlecht werden – kann es die Milch-Mode dann auch?
Das Milchpulver kann nicht verderben. „Wir verwenden Milch, die nicht den Lebensmittelkriterien entspricht, aber trotzdem nicht schlecht ist.“, sagt Anke Domaske. „Es fällt so viel Milch an, die weiterverarbeitet werden könnte, aber weggekippt wird, weil sie den lebensmittelhygienischen Bedingungen nicht entspricht. Und das ist das, was wir dann verwenden.“

Ressourcenschonende Milch-Fasern, hergestellt aus einem Abfallprodukt. Dass die Verwertung eines Nebenprodukts der Milchproduktion der richtige Weg ist und Trends setzt, zeigt sich auch an den Preisen, die Anke Domaske mit ihren QMilch Fasern bereits abgesahnt hat: Der Hannover StartUp-Impuls im Februar 2011, ein Gründerwettbewerb, und im Juli gewann sie den textil+mode Innovationspreis in der Kategorie technische Textilien.

Aber wie fühlt sich die Milch-Mode eigentlich auf der Haut an?
„Wie Seide. Und man schwitzt überhaupt nicht, denn es ist eine temperaturregulierende Faser“, sagt Anke Domaske. Das nächste große Projekt der talentierten Biologin ist eine Kollektion komplett aus Milchfasern und der Ausbau der Produktion.

Die weltweit einzigartigen Milchfasern von Anke Domaske haben Potential und sind vielseitig einsetzbar: von Bettwäsche über Dessous bis hin zu Autositzbezügen. Erste Anfragen gehen schon ein.


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Veröffentlicht von Sabrina Frangos
am 31/10/2011
Die Lesernote:5/5 
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Inhaltsverzeichnis Anke Domaske macht aus Milch Mode
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