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Banales vom Bobbele: Wenn Boris Becker ein Buch schreibt

Nadine Jungbluth Veröffentlicht von Nadine Jungbluth
Veröffentlicht am 27. September 2013

Auch das noch: Boris Becker hat eine Twitter-Pause eingelegt und stattdessen ein Buch geschrieben. Leider ist ihm nichts besseres eingefallen, als darin über sämtliche Ex-Freundinnen herzuziehen. Sehr galant, Herr Becker!

Erinnern Sie sich noch an die Anfänge von Boris Becker? Der rothaarige Junge aus Leimen, der kaum einen vollständigen Satz herausbrachte, sich unsicher durch Interviews stammelte und bei öffentlichen Veranstaltungen immer ein bisschen so wirkte, wie der Neue auf dem Schulhof? Ein Glück für 'Bobbele', dass er einen goldenen Tennisarm hatte. Denn so spielte er sich in den Neunzigern bis an die internationale Weltspitze, gewann sogar drei Mal Wimbledon und wurde plötzlich zum gefeierten Weltstar.

Eigentlich eine spannende Geschichte und sicherlich genug Stoff für eine interessante Biografie. Das einzige Problem: Boris Becker hat schon wieder selbst zu Stift und Papier gegriffen, um über sein bewegtes Leben zu schreiben. Zumindest will er uns das weismachen. Und statt einer motivierenden 'vom Tellerwäscher zum Millionär'-Geschichte bekommen wir nun ein Potpourri an Banalitäten aus Bobbeles Privat- und Liebesleben aufgetischt. Ein bisschen Sex, ein bisschen Drama und massig Lästereien über die zahlreichen Verflossenen. Fast hat man den Eindruck, Boris Becker hat 'Bild'-Zeitungs-Artikel der letzten 20 Jahre für seine Autobiografie aufgearbeitet.

Und so zieht 'Bumm Bumm Boris' jetzt mit seinem neusten litararischen Meisterwerk 'Das Leben ist kein Spiel' in die weite Medienwelt hinaus, hält fleißig Lesungen (ja, inzwischen kann er ganze Sätze aufsagen) und feiert sich selbst für chauvinistische Meisterleistungen wie: "Wenn ich Tennis spiele, brauche ich morgens natürlich ein Frühstück. Meine zukünftige Frau Sandy zog es aber vor, lange zu schlafen. Also bin ich morgens in den Ort gefahren und habe mir selbst Frühstück besorgt." Und: "Ich musste erkennen, dass sie nur noch ihr Ding durchziehen wollte. ... Die Abende, an denen sie mal etwas gekocht hat, strich ich mir rot im Kalender an, so selten kam das vor. Traurig, aber wahr."

Ähnlich 'freundliche' Worte findet er auch für seine Ex-Frau Barbara, die angeblich nur Shoppen ging und sein Geld verprasste, während Boris nicht das bekam, was er wollte. "Wir hatten kein gemeinsames Ziel, keine Basis mehr, von Erotik und Sex will ich gar nicht mehr anfangen".

Nun gut, aber 'Sex sells' nun mal und darum darf auch eine gehörige Portion schlüpfrig-verruchter Details der Besenkammer-Affäre mit Angela Ermakova in Boris' Autobiografie nicht fehlen. Natürlich nur, um endlich Klarheit in die Sache zu bringen. Alles klar.

Wir wissen auf jeden Fall schon mal, was wir in diesem Herbst ganz sicher NICHT lesen werden. Dafür vielen Dank, Herr Becker.

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