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"Ich würde das nie wieder tun!" Jennifer Lawrence über ihren neuen Film

von Nicole Molitor Veröffentlicht am 15. September 2017

Die Titelrolle im neuen Psycho-Thriller "Mother!" war eine große Herausforderung für Jennifer Lawrence. Im Interview erzählt sie uns vom härtesten Dreh ihrer Karriere.

Bisher kennen wir Jennifer Lawrence vor allem aus fantastischen Abenteuerfilmen wie "Die Tribute von Panem" (2013–2015) oder Tragikkomödien à la "Silver Linings" (2012). Im surrealistischen Kammerspiel aus der Feder von Starregisseur Darren Aronowsky ("Black Swan", 2010) glänzt sie nun als sensible Ehefrau und Mutter, die sich für ihren Ehemann – gespielt von Javier Bardem - bis zum Äußersten aufopfert und dafür mit ewiger Verdammnis belohnt wird.

Obwohl "Mother!" dank Lawrences Schauspieltalent ganz ohne Musik auskommt, wie Aronowsky schwärmerisch bemerkt, geht es in dem Thriller mit Horroranleihen keineswegs ruhig zu. Das Ausrufezeichen im Titel steht hier nicht umsonst, denn es wird gebrüllt, geheult und getobt ohne Ende. So ist der Film ein wahres Martyrium – nicht nur für die Figuren und das Publikum, sondern auch für Lawrence selbst.

"Am Ende landete ich unterm Sauerstoffzelt"

Nach einem Blick ins Drehbuch habe sie das Angebot direkt angenommen, denn die Figur sei so völlig anders als sie selbst und Lawrence liebt "das aufregende Gefühl in ungewöhnliche neue Rollen zu schlüpfen." Die Dreharbeiten entpuppen sich jedoch bald als psychische Belastungsprobe: Die Abgründe und all die Dunkelheit, in die sie sich dafür begeben musste, hätten sie gar nicht mehr losgelassen und regelrecht überwältigt.

"Es ging schon ein paar Tage vor dem Dreh los. Nach dem Dreh der ersten Szene bin ich quasi ohnmächtig geworden und ein weiteres Mal habe ich richtig hyperventiliert. Am Ende landete ich unterm Sauerstoffzelt", so Lawrence.

Um abzuschalten, habe sie gleich nach Drehschluss das Kostüm an den Nagel gehängt und ihre eigene Kleidung übergestreift. Auch die tägliche Dosis Reality-TV mit dem Unterhaltungsprogramm der Kardashians habe erfolgreich für Zerstreuung gesorgt, berichtet die junge Schauspielerin, der das sympathische Schwächeln fast peinlich ist.

Ende gut, alles gut?

Selbst als sie sich dann den fertigen Film als Zuschauerin ansieht und ihren zweistündigen Höllenritt vom sicheren Kinosessel aus beobachtet, kann Lawrence nicht aufhören zu zittern. "‘Mother!' ist im ersten Moment schwer zu ertragen, hinterlässt aber einen Nachhall, der zum Nachdenken und Diskutieren anregt – und genau darum geht es schließlich", so die Schauspielerin.

Die Begeisterung für das Produkt ihrer harten Arbeit ist Lawrence deutlich anzumerken. Einen weiteren Einsatz in den finsteren Gefilden der Filmlandschaft schließt sie jedoch eindeutig aus. "Ich glaube nicht, dass ich das je wieder tun würde. Wenn ich sowas wieder in einem Skript lesen würde, würde ich gleich dankend ablehnen."

Wer also die einmalige Chance nutzen will, Jennifer Lawrence in einem verstörend guten Psycho-Thriller zu sehen, sollte sich ab dem 14. September in die Kinos bewegen – dann startet "Mother!" nämlich in den deutschen Kinos.

Als kleinen Vorgeschmack findet Ihr hier schon mal den Trailer zum Film

von Nicole Molitor

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