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Krampfadern: Effektiv vorbeugen und richtig behandeln

Veröffentlicht von Heike Schmidt
Veröffentlicht am 2. September 2011

Krampfadern sind wohl für jede Frau ein Alptraum. In Röcken und kurzen Hosen wollen wir makellose Beine zeigen – und keine blau geäderten Oberschenkel und Waden. Doch bei etwa 90 Prozent aller Deutschen verändern sich die Venen im Laufe der Zeit. Vorbeugen solange es geht, muss also die Devise aller Mini-Rock und Shorts-Fans lauten.

Zumal Krampfadern nicht nur ein optisches, sondern auch medizinisches Problem sind. Bereits ausgeprägte Krampfadern kann man unterschiedlich behandeln. Wir erklären, wie Sie den blauen Beinadern vorbeugen können und was hilft, wenn sie bereits da sind.

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Volkskrankheit Krampfadern
Eva Longoria hat sie, Cynthia Nixon angeblich auch: Krampfadern machen auch vor Promi-Beinen nicht Halt. Ihre Hauptursachen, schwache Venenwände und schlaffes Bindegewebe, sind angeboren. Im Laufe der Jahre führt dieses genetische Handicap dazu, dass die Ventile in unseren Venen, die Venenklappen, nicht mehr richtig arbeiten. Das Blut in den Beinen wird durch die Bewegung der Muskeln in Richtung Herz gepresst. Droht es zurückzufließen oder stehenzubleiben, schließen sich die Venenklappen und verhindern so einen Rückstau.

Bewegen sich die Beinmuskeln kaum, gerät dieses System aus dem Gleichgewicht. Blut staut sich in den Venen. Die Adern weiten sich, bis sie so ausgeleiert sind, dass die Venenklappen nicht mehr richtig schließen. Dann kommt es zu einem Blutrückfluss in die Beine. Sind die Venen noch nicht geschädigt, genügt meist das Hochlegen der Beine, um den Stau in den Gefäßen aufzulösen. Mit fortgeschrittenem Alter nimmt diese Stau-Toleranz der Venen jedoch immer mehr ab - Krampfadern bilden sich.

krampfadern Zudem kommt ein kleiner Teufelskreis in Gang: Geschädigte Venen und Venenklappen sorgen für Blutstau in den Beinen. Der wiederum schädigt weitere Venenklappen und leiert die Adern weiter aus. Im Laufe der Zeit entwickeln sich so Krampfadern.

Vielleicht haben Sie vor kurzem die ersten, kleinen blauen Äderchen an Ihren Beinen entdeckt und fragen sich nun, ob sich das Problem verschlimmern wird. Haben Sie vielleicht kleine, verästelte Besenreiser? Sie können ein erstes Anzeichen einer Venenschwäche sein.

Falls Krampfadern in Ihrer Familie gehäuft vorkommen, laufen leider auch Sie Gefahr später daran zu erkranken. Alle, die viel stehen, unter Übergewicht leiden oder sich allgemein sehr wenig bewegen, sind ebenfalls gefährdet. Rauchen schädigt die Gefäße und gilt somit ebenfalls als Risikofaktor.

Sind Krampfadern gefährlich?
Krampfadern sind zwar ein optisches Problem, aber in den meisten Fällen medizinisch gesehen harmlos. Die Betroffenen haben keine oder nur leichte gesundheitliche Beschwerden. Besenreiser oder durch die Haut schimmernde blaue Adern müssen noch nicht behandelt werden. Bei einem fortgeschrittenen Venenleiden können sich aber unangenehme Folgen einstellen: Die Beine fühlen sich schwer an, sind häufig geschwollen und der Schlaf ist durch Wadenkrämpfe gestört. Manchmal verfärbt sich auch die Haut.


Vereinzelt können Krampfadern ein Zeichen dafür sein, dass tiefer liegende Venen blockiert sind, zum Beispiel durch einen Tumor oder ein Blutgerinnsel. Darum sollten sie in jedem Fall medizinisch abgeklärt werden.

krampfadern So beugen Sie Krampfadern vor
Falls ein oder mehrere Risikofaktoren für Krampfadern auf Sie zutreffen, sollten Sie den blauen Adern frühzeitig den Kampf ansagen. Am besten geht das mit viel Bewegung. Der Aufzug ist für Sie ab sofort tabu. Jede Stufe, die Sie stattdessen nehmen, kräftigt Ihre Venen. Vermeiden Sie Übergewicht und geben Sie das Rauchen auf. Legen Sie sooft es geht die Beine hoch, um die Venen zu entlasten.

Falls ein langer Tag im Stehen, eine lange Flugreise oder Autofahrt ansteht, können Stützstrumpfhosen die Belastung der Venen verringern. Venenstärkende Mittel zum Einnehmen wirken ebenfalls präventiv gegen das Ausleiern der Adern.


Wie lassen sich Krampfadern behandeln

Bei Krampfadern geht es zunächst darum, das Ausmaß der Venenveränderungen vollständig zu erkennen. Erst dann kann der Arzt eine geeignete Therapie vorschlagen. Zur Therapie der Krampfadern kommen Kompressionsstrümpfe oder Kompressionsverbände zum Einsatz. Sie sind so eng, dass sie die gedehnten Venen zusammendrücken. Das fördert den Abfluss des Blutes aus dem Bein.

krampfadern Wer aufgrund von Krampfadern häufig geschwollene Beine hat, kann mit verschiedenen Mitteln zum Einnehmen die Venen stärken. Präparate mit Extrakten aus rotem Weinlaub oder Rosskastanien stärken die Gefäßwände der Adern, regen die Durchblutung an und lindern Entzündungen. Damit diese Mittel nachhaltig wirken, sollten sie über einen Zeitraum von mehreren Monaten eingenommen werden. Auch das Tragen von Stützstrümpfen hilft gegen ein Fortschreiten der Erkrankung.

Kleinere Krampfadern lassen sich gut behandeln, indem man sie verödet: In die betroffenen Adern wird eine Substanz gespritzt, die sie "verklebt". Der Blutstrom weicht auf die verbliebenen Venen aus. Weit fortgeschrittene Krampfadern können operativ auf verschiedene Weise behandelt werden. Damit verhindert man, dass sich Thrombosen bilden oder sich Venen entzünden.

Das sind die zwei häufigsten Operationsmethoden, um große Krampfadern zu entfernen:

Welches Verfahren für Sie in Frage kommt und welche Behandlung die Kassen bezahlen, klären Sie am besten mit einem Facharzt für Venenleiden, dem Phlebologen, ab. Soweit sollten Sie es allerdings erst gar nicht kommen lassen. Auch wer genetisch vorbelastet ist, kann Krampfadern gut vorbeugen. Laufen, Tanzen, Beine hochlegen und relaxen - Venenleiden vorzubeugen kann richtig Spaß machen!


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