Die Zeiten, in denen Lifting mit maskenhaften Fratzen ohne Ausdruck gleichgesetzt wurden, sind längst vorbei. Heute verspricht der kosmetische Eingriff verblüffende Resultate. Wir haben die wichtigsten Informationen zur Schönheites-OP für Sie zusammengefasst.
Es führt kein Weg daran vorbei: Mit den Jahren lässt die Spannkraft der Haut nach und es bilden sich Fältchen. Ist das wirklich unvermeidlich? Nicht unbedingt, denn der Fortschritt macht es heute möglich, die Zeichen der Zeit zu glätten, vor allem dank des Gesichts-Liftings.
Wie funktioniert das Lifting?
Mit zunehmenden Alter verliert die Haut ihre natürliche Spannkraft, die ovale Gesichtsform verändert sich, die Backen- und Wangenhaut sinkt ab und die Falten vertiefen sich. Mit dem Begriff Lifting bezeichnet man alle chirurgischen Eingriffe, die das erschlaffte Gewebe im Gesicht korrigieren (Backen, Wangen, Gesichtskonturen und Hals) und die Falten mildern. Das klassische Gesicht-Hals-Lifting behandelt die Hängebacken und den Hals. Das gesamte Gesicht wird verjüngt, die Haut geglättet, die Falten werden ausgebügelt und die Hängebacken sowie das Doppelkinn gestrafft. Beim Schläfen-Lifting wird der äußere Bereich der Augenbrauen angehoben und die Krähenfüße wegradiert. Dadurch sieht die Augenpartie wieder deutlich jünger aus. Das Stirn-Lifting reduziert die Stirnfalten sowie die berühmten Zornesfalten zwischen den Brauen und hebt die Augenider und -brauen wieder an. Diese Verjüngungsoperation kann ab 40 vorgenommen werden. Aber es gibt kein festes Alter für ein Lifting, da jeder unterschiedlich schnell altert.
Was passiert bei der Operation?
Der Krankenhausaufenthalt dauert zwischen 24 und 48 Stunden, wobei der eigentliche Eingriff nur 2 bis 3 Stunden in Anspruch nimmt. Die Operation muss unter Vollnarkose oder mit einer Neuroleptanalgesie (eine Lokalanästhesie mit einem starken Schmerzmittel) durchgeführt werden. Die Haut wird an der Kopfhaut um das Ohr herum bis zum Nacken eingeschnitten, am Gesicht und am Hals abgehoben und gestrafft. Keine Angst: Die Einschnittränder befinden sich an Stellen, an denen die Narben kaum sichtbar sind. Genau genommen werden beim Lifting nicht nur die Haut, sondern auch das Unterhautfettgewebe und die tiefer liegenden Muskeln (Hals- oder Backenmuskeln) korrigiert.
Nach der Operation
Die Folgewirkungen sind nicht zu unterschätzen. Die ersten 8 bis 10 Tage nach der Operation schwillt das Gesicht an und wird von blauen Flecken verformt, die je nach Patient variieren. Der ganze Kopf wird mit einem komprimierenden Wickelband verbunden um der Ödembildung vorzubeugen. Wie bei allen chirurgischen Eingriffen können beim Lifting Nebenwirkungen auftreten. Die häufigste - aber dennoch seltene - Begleiterscheinung ist ein Bluterguss, der vom Arzt beseitigt werden muss. Die Fäden werden zwischen dem 7. und dem 15. Tag nach der OP gezogen. Sie sollten ebenfalls wissen, dass die Haut im ersten Monat danach maskenartig verhärtet aussieht und gefühllos ist.
Gut zu wissen
- Ein Gesichts-Hals-Lifting kostet zwischen 3050 und 6100 € je nach Leistung und Berühmtheit des Chirurgen.
- Das Lifting hält 8 bis 10 Jahre lang. Die Operation kann im Laufe eines Lebens 2 bis 3 Mal wiederholt werden.
- Achtung: Mit dem Lifting wird der Alterungsprozess nicht gestoppt. Nach der Operation geht die Hautalterung weiter, nur mit 10 Jahren „Verspätung“.
- Die gestraffte Haut ist immer noch die gleiche. Das Lifting schafft also keine ebenmäßige Haut.
- Immer mehr Patienten entscheiden sich für eine Laserbehandlung oder für ein chemisches Peeling um die Falten und Hautvertiefungen wegradieren zu lassen.
- Parallel zum Lifting kann eine Fettabsaugung (Liposuktion) durchgeführt werden, um übermäßige Fettansammlungen am Hals zu entfernen. Oder das Lifting wird mit einer Eigenfetteinspritzung kombiniert, um den unteren Augenlidern oder den Wangen wieder mehr Volumen zu verleihen.
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