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Verhütungsmethoden: so ist der Geschlechtsverkehr sicher!


 - Verhütungsmethoden: so ist der Geschlechtsverkehr sicher!

Pille, Vaginalring, Implanon, Spirale,... Heute steht Frauen eine große Auswahl
an Verhütungsmethoden zur Verfügung, die sich als ebenso effizient wie praktisch erwiesen haben.
Dank verschiedener Wirkstoffe und Anwendungsmethoden kann frau heute das Verhütungsmittel wählen, das ihren Bedürfnissen entspricht und von ihrem Körper am besten angenommen wird.
Wir bieten Ihnen einen Überblick über die wichtigsten Methoden. Danach liegt es an Ihnen, das Kontrazeptionsmittel zu wählen, das sich am besten mit Ihrem Lebensstil vereinbaren lässt.

Hormonelle Verhütungsmethoden
Die beliebteste Verhütungsmethode der deutschen Frauen ist zweifelsohne die hormonelle Schwangerschaftsverhütung. Diese kann in verschiedenen Formen verabreicht werden:
Die Pille wird in Form einer kleinen Tablette täglich eingenommen. Sie enthält verschiedene Hormone (Östrogen, Progesteron), die den Eisprung (die Ovulation) blockieren und damit eine eventuelle Empfängnis unterbinden. Daher wird die Anti-Baby-Pille auch als "oraler Ovulationshemmer" bezeichnet.
Je nach Hormonzusammensetzung und -dosierung unterscheidet man zwischen Kombinationspräparaten (mit den Hormonen Östrogen und Gestagen) und Minipille (mit dem Hormon Gestagen). Letztere kann von Frauen eingenommen werden, die das Hormon Östrogen nicht vertragen oder aufgrund gesundheitlicher Risiken nicht einnehmen dürfen.
Die Pille ist zu 99% sicher, doch Erbrechen, Durchfall oder bestimmte Medikamente können die Effizienz beeinträchtigen.
Zu den Nebenwirkungen gehören Gewichtszunahme, schwache Blutungen, Migräne oder Schmerzen in der Brust.
Gegenanzeigen: Raucherinnen, Diabetikerinnen sowie übergewichtigen oder unter hohem Cholesterin leidenden Frauen ist von der Pille abzuraten. Aufgrund der Thrombosegefahr sollte auch mit zunehmendem Alter eine andere Methode gewählt werden.
Die Kosten können je nach Präparat stark variieren. Generell liegt der Preis bei 8 bis 12 € für 1 Monat.

Die 3-Monats-Spritze (Depot-Spritze) ist Frauen zu empfehlen, bei denen eine Pillenunverträglichkeit vorliegt. Dieses Injektionspräparat enthält das Hormon Gestagen und wird in den Gesäß- oder Oberarmmuskel eingespritzt. Aus diesem "Muskeldepot" werden die Hormone dann über die nächsten drei Monate nach und nach freigesetzt.
Die Drei-Monatsspritze ist eine gute Alternative für alle Frauen, die sich z.B. aus zeitlichen oder psychologischen Gründen nicht selbst um die Verhütung kümmern können oder möchten. Der größte Vorteil der 3-Monatsspritze besteht sicherlich darin, dass - im Gegensatz zur Pille - keine Einnahmefehler auftreten können.
Nebenwirkungen: Blutungsstörungen oder Ausbleiben der Regeln sowie Gewichtszunahme.
Preis: ca. 25 € für 3 Monate

Implanon: Das Verhütungsstäbchen wird unter Lokalanästhesie auf der Innenseite des Armes direkt unter der Haut eingesetzt. Das kleine Kunststoffstäbchen gibt dauerhaft ein Gelbkörperhormon in den Organismus ab und schützt somit 3 Jahre lang effizient vor einer eventuellen Schwangerschaft.
Das Verhütungsstäbchen ist so sicher wie Die Pille und führt zu denselben Nebenwirkungen wie diese. Mit ca. 300 € für 3 Jahre ist das Implanon eine recht preisgünstige Verhütungsmethode.

•  Der Scheidenring (Vaginalring, Nuvaring®) ist ein flexibler vaginaler Ring, der
in die Scheide eingeführt wird, wo er dann drei Wochen verbleibt. Er enthält eine Kombination der weiblichen Hormone Progestin und Oestrogen, die er in der Einsatzzeit kontinuierlich in den Körper freisetzt. Nach 3 Wochen wird der Vaginalring entfernt und es folgt eine einwöchige ringfreie Phase, in der die Regeln eintreten. Der Verhütungsring von der Frau selbst eingesetzte passt sich dank seiner elastischen Kreisform jedem Körper an.
Der Vorteil: Da der Nuvaring® schwächer dosiert ist als die Pille werden die Nebenwirkungen erheblich verringert.
Preis : ca. 40 €

• Das Verhütungspflaster (Patch) wird direkt auf die Haut geklebt und gibt die den Eisprung blockierenden Hormone über die Haut (Bauch, Po oder Oberschenkel) in den Organismus ab. Das Pflaster muss nur einmal pro Woche gewechselt werden. Nach 3 Wochen mit Verhütungspflaster sollte eine Patch-freie Woche folgen um die Regeln einzuleiten.
Das Verhütungspflaster ist in etwa so sicher wie die Pille. Allerdings lässt die Zuverlässigkeit bei Frauen mit einem Körpergewicht über 90 kg nach. Des Weiteren muss darauf geachtet werden, dass das Pflaster in den Patch-Wochen ständig getragen wird. Sollte sich das Pflaster versehentlich lösen muss ein Ersatzpflaster aufgeklebt werden. Bei einer Ausfallzeit von mehr als 1 Tag muss der Zyklus von neuem begonnen werden.
Die Nebenwirkungen: wie bei der Pille. An der Pflasterstelle können außerdem Hautirritationen auftreten.
Preis: ca. 41 €


Lokale bzw. mechanische Verhütungsmethoden

Das Kondom zählt nicht nur zu den sichersten Verhütungsmethoden (97%) sondern ist auch das einzige Verhütungsmittel, das vor sexuell übertragbaren Krankheiten (STD oder Sexually Transmitted Diseases) schützt. Das Präservativ, umgangssprachlich oft einfach als Gummi oder Pariser bezeichnet, besteht aus hauchdünnem aber (im Prinzip) reißfestem Latex und wird über den erigierten Penis gestülpt. Jedes Kondom wird natürlich nur einmal benutzt und nach dem Gebrauch entsorgt.
Um sich der Qualität des Kondoms sicher zu sein sollte es stets in der Apotheke oder Drogerie gekauft werden.
Vorteil: Das Kondom schützt vor Empfängnis und Infektionskrankheiten ohne den Körper mit chemischen Mitteln (Hormonen) zu belasten.
Preis: ca. 0,50 € / Stück.

Das Femdom oder Frauenkondom bietet dieselben Vorteile wie das Kondom. Das aus einer transparenten Polyurethan-Hülle und je einem flexiblen Plastikring an jedem Ende bestehende Femdom wird vor dem Geschlechtsverkehr in die Vagina eingesetzt. Dabei wird der eine Ring in die die Scheide eingeführt, der andere bleibt außerhalb der Vagina.
Das Femdom ist eine gute Kondom-Alternative für Personen mit Latexallergie. Praktisch: Das Frauenkondom kann bis zu 8 Stunden vor dem Verkehr eingesetzt werden und muss nicht direkt nach dem Akt entfernt werden.
Preis: ca. 3,50 € / Stück

Die Spirale, auch Intrauterinpessar oder IUP (intrauterin = in der Gebärmutter) genannt, ist ein T-förmiges Kupferstück, das in die Gebärmutter eingeführt wird,
wo es dann 2 bis 3 Jahre verbleiben kann.
Vorteil: Frau muss sich 2 bis 3 Jahre nicht um die Verhütung kümmern. Allerdings sind regelmäßige Kontrolluntersuchungen notwendig.
Nebenwirkungen: schmerzhafte Regeln und Entzündungen sowie ein erhöhtes Eileiterschwangerschaftsrisiko.
Preis: ca. 150 €

Diaphragma: Diese Gummikappe aus Latex wird vor dem Geschlechtsverkehr in Kombination mit einer spermiziden Creme (bzw. Gel) in die Scheide eingeführt und sitzt anschließend wie eine Schutzbarriere vor dem Muttermund um das Eindringen der Spermien in die Gebärmutter zu verhindern.
Nach dem Geschlechtsverkehr darf das Diaphragma auf keinen Fall sofort entfernt werden: ca. 8 Stunden müssen vergehen bis die verbleibenden Samenzellen abgetötet wurden.
Damit das Diaphragma richtig sitzt sollte es vor der Benutzung beim Frauenarzt oder z.B. in einem Gesundheitszentrum angepasst werden.
Das Diaphragma schützt nicht nur vor einer ungewollten Schwangerschaft sondern auch vor Infektionskrankheiten ohne den Körper mit chemischen Mitteln (Hormonen) zu belasten.
Vorsicht: Die Sicherheit des Diaphragmas hängt stark von der richtigen Anwendung und der korrekten Passform der Gummikappe ab.
Preis: ca. 20 €


Natürliche Methoden
Diese vor allem im letzten Jahrhundert angewendeten Methoden basieren auf der Kontrolle des sexuellen Aktes an sich.

• Koitus interruptus: Ejakulation außerhalb der Scheide. Der Mann zieht sich aus der Partnerin zurück bevor er zum Orgasmus kommt.

• Abstinenz an fruchtbaren Tagen:
Wer sich auf diese natürliche Methode verlassen möchte muss sich mit dem weiblichen Zyklus gut auskennen um die Ovulations-phase genau zu bestimmen. Sind der Eisprungtag und damit die fruchtbaren Tage bekannt muss das Paar an diesen Tagen auf Geschlechtsverkehr verzichten - oder eine andere Verhütungsmethode (Koitus interruptus, Kondom...) verwenden.
Der Eisprungtag wird nach Kalender und Temperaturkurve berechnet. Die Kalender- bzw. Temperaturmethode setzt allerdings eine regelmäßige Periode voraus.
Achtung: Die Frau ist nicht nur am Eisprungtag sondern auch 4 Tage vor und nach dem Ovulationstag fruchtbar!
Diese natürliche Verhütungsmethode ist zwar frei von jeglichen Nebenwirkungen, dafür aber leider alles andere als sicher.



Definitive Verhütungsmethoden

Diese Methoden werden aufgrund ihrer Unwiderruflichkeit als extrem betrachtet.
Sie können sich sowohl auf den Mann als auch auf die Frau beziehen und sind
nur denjenigen zu empfehlen, die sicher sind keine Kinder (mehr) zu wollen. In beiden Fällen handelt es sich um chirurgische Eingriffe.

Sterilisation bei der Frau durch Abklemmung der Eileiter.

Sterilisation beim Mann: Bei der Vasektomie werden verschiedene Samenstränge durchtrennt um die Spermien daran zu hindern bis zur Ejakulation vorzudringen.
Vorsicht: Die Entscheidung, diese endgültigen Eingriffe vorzunehmen, will gut überlegt sein, da sie gewaltige psychologische Folgen nach sich ziehen kann.


Veröffentlicht von der Liebe-Redaktion
am 24/01/2008 16:19:00
Die Lesernote: 1.9/5
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