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Wer träumt nicht davon, von seinem Partner mit oralen Liebkosungen erregt zu werden - und umgekehrt? Denn Sexualität beginnt nicht erst bei der Penetration. Wir sagen Ihnen alles, was Sie schon immer über Oralsex wissen wollten und nicht zu fragen wagten...
Eine immer weiter verbreitete Praktik
Liebkosen mit dem Mund, sexuelle Befriedigung mit der Zunge: Cunnilingus und Fellatio gehören ebenso zum Sexualleben wie Küssen und Streicheln.
Die orale Befriedigung ist eine gute Gelegenheit, den Körper des Partners besser kennen zu lernen und die intimen Bande zwischen den Liebenden zu stärken.
Im legendären Kama Sutra wird dem Oralverkehr nicht umsonst ein ganzes Kapitel gewidmet. Im Mittelalter hingegen galten diese Praktiken als unmoralisch und wurden von der katholischen Kirche verteufelt. Im Laufe der Jahrhunderte wurde der orale Sex dann nicht zuletzt unter dem Einfluss der weiblichen Emanzipation wieder aus seiner gesellschaftlichen Quarantäne befreit. Heute wird Oralsex als fester Bestandteil einer sexuellen Beziehung akzeptiert und spielt insbesondere beim Vorspiel eine bedeutende Rolle. Umfragen haben gezeigt, dass heute 7 von 10 Frauen die Fellatio und 8 von 10 Männern den Cunnilingus praktizieren.
Die zwei wichtigsten Techniken
- Die Fellatio: Unter Fellatio ("fellare" (lat.) = "saugen") versteht man eine sexuelle Technik, die darin besteht, den Penis des Mannes in den Mund zu nehmen um
ihn mit Mund, Zunge, Lippen und Zähnen (lecken, saugen, streicheln, knabbern) stimulieren. Umgangssprachlich spricht man auch von "Sex auf französisch", "jemandem einen blasen" oder, in Anlehnung ans Englisch, von "Blowjob".
Bei der Fellatio wird der Penis mit den Lippen umschlossen und in Hin- und Herbewegungen mehr oder weniger weit in den Mund genommen um die Penetration des Penis in die Vagina zu simulieren. Diese Technik führt beim Mann zu einem immensen Lustgefühl und kann ihn sogar bis zum Orgasmus, d.h. bis zur Ejakulation, erregen. Der Samenerguss kann dabei inner- oder außerhalb des Mundes stattfinden.
Unser Tipp: Um die Fellatio so effizient wie möglich zu gestalten und Ihrem Partner nicht weh zu tun sollten Sie darauf achten, den Penis nicht mit den Zähnen zu verletzen. Zu vermeiden sind auch zu mechanische Bewegungen: Genüssliches Lecken und Saugen bereitet dem Partner weitaus mehr Lustempfinden. Denken
Sie auch daran Geschwindigkeit und Intensität zu variieren...!
- Der Cunnilingus (lat. cunnus "weibliche Scham" und lingua "Zunge") ist die weibliche Entsprechung der Fellatio: Der Partner liebkost das weibliche Geschlecht mit Lippen, Zunge und Zähnen. Dabei kann er sogar mit der Zunge ein Stück in die Scheide eindringen, indem er besonders die Klitoris (Kitzler), den Scheideneingang und die Vulva erregt.
Diese Technik kann bei der Frau extreme Lustgefühle hervorrufen - wenn sich der Partner genügend Zeit nimmt. Vor dem Cunnilingus kann die Frau bereits durch Streicheln mit den Händen erregt werden bevor das Lustgefühl durch sanftes oder intensives Lecken, Hauchen, Saugen oder Knabbern gesteigert wird. Im Idealfall erregt der Partner die Frau mit seinen oralen Zärtlichkeiten bis zum Orgasmus....
Das Geheimnis des Lust-Erfolgs
Intimer, sanfter und oft auch sinnlicher als die Penetration: Oralsex wird mit dem Mund, einem besonders warmen, feuchten - und damit erotischen Körperorgan, ausgeführt.
Beim Oralverkehr können gewisse erogene Zonen des männlichen sowie weiblichen Geschlechts besonders gut stimuliert werden.
- Bei der Fellatio sollte sich die Partnerin vor allem auf die Eichel (insbesondere die Eichelkrone) konzentrieren: Dieser Bereich ist mit unzähligen Lustsensoren ausgestattet.
- Auch beim Cunnilingus liegt es an der Frau dem Partner zu vermitteln, was sie besonders erregt und was nicht. Generell wirken leichtes Saugen an der Klitoris (ein kleiner, hypersensibler Knopf zwischen den kleinen Schamlippen) und um den After herum extrem erregend.
Warum sich manche nicht damit anfreunden können
Während die orale Befriedigung für 50 % der Paare fester Bestandteil des Vorspiels ist, wird sie von anderen Paaren nur als Ausnahmemaßnahme praktiziert um dem Liebesakt von Zeit zu Zeit etwas Würze zu verleihen (30 %).
20 % der Paare finden Oralsex ganz einfach abstoßend. Fellatio, Cunnilingus und andere Liebkosungen im Genitalbereich werden von manchen als schmutzig betrachtet, da diese intimen Zonen in Nähe der Ausscheidungsorgane liegen.
Andere sehen im Oralverkehr ein Machtspiel, bei dem sich der eine Partner dem anderen unterwirft. Frauen fürchten oft bei der Fellatio von einem unerwarteten Samenguss überrascht zu werden.
Wenn eine psychologische Blockade bestehen bleibt und Ihr Liebesspiel zur Qual werden lässt, zögern Sie nicht Ihren Partner darauf anzusprechen um eine Lösung zu finden (gemeinsame Dusche vor dem Verkehr, parfümiertes Gleitgel...).
Vorsicht Geschlechtskrankheiten
Auch wenn beim Oralsex keine Penetration stattfindet sind die Partner vor sexuell übertragbaren Krankheiten (auch sexuell übertragbare Infektionen oder Sexually Transmitted Diseases bzw. STD genannt) nicht geschützt.
Bei der Fellatio sollte vor allem an Aids, Hepatitis B, Mykosen und andere STD gedacht werden, insbesondere wenn Verletzungen im Mundbereich vorliegen.
Beim Cunnilingus betrifft das Risiko Krankheiten wie Genitalherpes (Herpes genitalis) und Condylome (Condylomata accuminata = Feigwarzen).
Bei der Fellatio besteht die einzige Möglichkeit, sich vor Geschlechtskrankheiten zu schützen, darin ein Kondom zu verwenden. Beim Cunnilingus bietet beim Vorliegen einer Infektion nur der Verzicht auf diese orale Technik ausreichenden Schutz.
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