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Sexuell übertragbare Krankheiten (STD)


 - Sexuell übertragbare Krankheiten (STD)

Aids, Syphilis, Genitalherpes, Chlamydien-Infektion ... Sexuell übertragbare Krankheiten kommen trotz der ständigen Aufklärungskampagnen leider noch viel zu häufig vor. Welche Infektionen gibt es? Wie ist der Übertragungsweg? Wie erkennt man die Symptome? Welche Behandlungen existieren? Erfahren Sie mehr über die Risiken und Vorbeugemaßnahmen.

Früher sprach man von Geschlechtskrankheiten. Heutzutage wird immer öfter der Begriff „Sexuell übertragbare Krankheiten“ verwendet (in Anlehnung an die englische Bezeichnung Sexually Transmitted Diseases oder kurz: STD). Die STD-Krankheiten werden durch ungeschützten Geschlechtsverkehr übertragen (mit oder ohne Samenerguss). Das Infektionsrisiko besteht sowohl bei vaginalem als auch bei analem und oralem Verkehr.

AIDS (HIV, Humanes Immundefizienz Virus)
Das tödliche HI-Virus kann durch ungeschützten Sex, über das Blut oder bei Transplantationen übertragen werden und bewirkt eine plötzlich auftretende Schwäche der Immunabwehrkräfte im Organismus. Die Immunschwächekrankheit heißt auf Englisch "Aquired Immune Deficiency Syndrome", kurz: AIDS. Die Inkubationszeit ist sehr lange: Zwischen der Ansteckung mit dem HI-Virus und dem Beginn der Aids-Erkrankung können mehrere Jahrzehnte vergehen. Die Symptome sind relativ unauffällig: hartnäckiges Fieber, Halsschmerzen, eine gewisse Müdigkeit, Hautausschlag, Durchfall und Gewichtsverlust. Es gibt derzeit nur eine Behandlung um den Ausbruch der Aidserkrankung bei HIV-positiven Patienten zu verzögern: die so genannte Hochaktive Antiretrovirale Therapie (HAART). Es handelt sich um eine Kombinationstherapie aus drei antiviralen Medikamenten, die das Retrovirus HIV bekämpfen (daher anti-retrovial). Die Behandlungsmethode wird auch als Tritherapie oder Dreikomponenten-Therapie bezeichnet. WICHTIG: Die Krankheit kann mit der HAART-Behandlung auf keinen Fall geheilt werden und es gibt zahlreiche Nebenwirkungen.

Hepatitis B (HBV, Gelbsucht)
Wird ebenfalls durch Sexualkontakte, über das Blut oder bei Transplantationen übertragen. Der Hepatitits-B-Virus (HBV) führt zu einer Leberentzündung und bleibt oft unbemerkt, da die einzigen Symptome, die eventuell auftreten könnten, an eine Grippe erinnern. Manchmal kommt es auch zu einer Gelbfärbung der Haut. Wenn die Krankheit einen chronischen und langwierigen Verlauf nimmt, entwickelt sich daraus im schlimmsten Fall eine Leberzirrhose (Endstadium der Lebererkrankung, die sog. Schrumpfleber). Die einzige Möglichkeit zur Krankheitsvorbeugung ist eine Impfung.

Chlamydien-Infektion (Chlamydiose)
Die Infektion mit Chlamydien-Bakterien ist eine stark verbreitete, sexuell übertragbare und sehr ansteckende Krankheit, die vorwiegend bei jungen Leuten auftritt. Sie betrifft vor allem die Genitalien, den Gebärmutterhals und die Eierstöcke.
Die Symptome sind mit einer Harnwegsinfektion oder einer Mykose (Pilzinfektion) vergleichbar: anormale vaginale Flüssigkeitsabsonderung, Fieber, Becken- schmerzen... Die Symptome beim Mann sind vor allen Dingen Schmerzen beim Wasserlassen und ein ungewöhnlicher Penisausfluss. Wenn die Infektion nicht behandelt wird kann sie langfristig zu Unfruchtbarkeit führen. Die Behandlung besteht aus einer Antibiotika-Einnahme für beide Partner.

Humane Papillomviren (HPV)
Das Virus aus der Familie der humanen Papillomviren (HPV) verursacht manchmal Condylome (kleine Feigwarzen) im Schambereich, in der Scheide, im Afterbereich und am Penis. Das Infektionsrisiko wird durch die Verwendung eines Kondoms gesenkt, kann aber nicht vollständig beseitigt werden. Manche Verletzungen fallen gar nicht auf und heilen von alleine ab. Wenn die Feigwarzen schlecht behandelt werden entwickeln sie sich zu einem Vorkrebsstadium (Präkarzinom), in manchen Fällen sogar zu einem Gebärmutterhalskrebs. Zur Prävention gibt es heutzutage nur eine Impfung für 15-23-Jährige, die von einem regelmäßigen Scheidenabstrich begleitet wird.

Genitalherpes (HSV-2)
Das Herpes-Simplex-Virus Typ 2 (HSV-2) infiziert einen Menschen für den Rest seines Lebens. Genitalherpes kann längere Zeit latent im Körper vorhanden sein und macht sich nach der Inkubationszeit durch starke Schmerzen, Hautausschläge, Jucken, Brennen und Fieber bemerkbar. Anschließend äußert sich die Virusinfektion durch kleine Herpesbläschen, die aufplatzen und danach eine Kruste bilden. Die immer wieder auftretenden Krankheitsschübe können nur mit einer oralen oder lokalen Behandlung gemildert werden. Es gibt allerdings keine Aussicht auf eine vollständige Heilung.

Syphilis
Syphilis ist seit einigen Jahren wieder stärker verbreitet. Die Infektionskrankheit
wird durch eine Bakterie (Treponema Pallidum) ausgelöst. Die Symptome zeigen sich im ersten Stadium durch einen schmerzlosen Hautausschlag (Schanker) an den Genitalien, der sich anschließend auf den ganzen Körper ausbreitet. Der Patient hat Fieber und angeschwollene Lymphknoten. Es gibt nur eine Behandlung: Je nach Ausmaß und Stadium der Krankheit wird eine unterschiedlich hohe Dosis an Penicillin verabreicht.

Welchen Schutz gibt es vor sexuell übertragbaren Krankheiten?
Das Kondom ist bis heute die einzige Möglichkeit, sich vor sexuell übertragbaren Krankheiten zu schützen. Selbst wenn manche Infektionskrankheiten erfolgreich behandelt werden können ist es unerlässlich, die Symptome so früh wie möglich zu erkennen um jegliche Komplikation von vornherein zu vermeiden. Wenden Sie sich sofort an Ihren Hausarzt wenn Ihnen eine Anomalie an Ihren Geschlechtsorganen auffällt, wenn Sie einen eigenartiger Ausfluss oder andere Unannehmlichkeiten bemerken sollten. Es ist ebenfalls von äußerster Wichtigkeit, dass beide Partner behandelt werden um eine neue Infektionen zu verhindern.


Veröffentlicht von Linda Chevreuil
am 03/03/2008 10:23:00
Die Lesernote: 2.8/5
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