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Viele Frauen machen in der Partnerschaft einen großen Bogen um das heikle Thema, sei es aus Angst vor Schmerzen oder aus Schamgefühl. Auf Männer hingegen hat Analsex oft eine faszinierende Wirkung. Erfahren Sie mehr über das Tabuthema!
Von der Sodomie zum Analverkehr
Bis ins 18. Jahrhundert wurden alle Sexpraktiken, die als natur- oder sittenwidrig galten und nicht der Fortpflanzung dienten, als Sodomie bezeichnet. Dazu gehörten unter anderem auch homosexuelle Praktiken, Analverkehr und Zoophilie (Sex mit Tieren).
Der Begriff Sodomie stammt aus der Bibel und geht auf die Stadt Sodom zurück,
die von Gott zerstört wurde, weil die Bewohner angeblich perverse Sitten hegten. Die Sodomiten fielen bei Gott übrigens nur durch ihren übermäßigen Sexkonsum in Ungnade und nicht wegen Sex mit Tieren oder analen Praktiken.
Im deutschen Sprachgebrauch versteht man unter dem Begriff "Sodomie" heute ausschließlich Geschlechtsverkehr mit Tieren. Für Verwirrung sorgt daher das Verb "sodomisieren", das im Duden nach wie vor als praktizierter Analsex definiert wird. Der Grund dafür: Sodomisieren wird vom französischen Wort "sodomie" abgeleitet, das auch heute noch Analsex bedeutet.
Eine Sexpraktik, die lange Zeit tabu war
Im antiken Rom war der anale Geschlechtsverkehr mit einem Sklaven ein Zeichen für die Macht des Hausherren. In der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts wandelte sich der Analverkehr zwischen Männern von einer sündigen aber prinzipiell legalen Praktik zu einer europaweit mit der Todesstrafe belegten Straftat. Erst Ende des 18. Jahrhunderts wurde die Todesstrafe in Preußen auf eine Gefängnisstrafe bzw. Verbannung herabgesetzt. In Frankreich verschwand die Sexpraktik 1791 aus dem Strafgesetzbuch der französischen Revolution. In 13 Staaten der USA wurde die Strafbarkeit erst 2003 abgeschafft. Analverkehr ist heute in allen europäischen Staaten legal.
Warum gefällt es den Männern?
Ein Drittel aller Männer praktiziert regelmäßig Analverkehr. Falls Sie es auch einmal ausprobieren möchten kann Ihr Lover seinen Dominanzphantasien freien Lauf lassen. Aus körperlicher Sicht ist der Analkoitus für den Mann ein purer Moment des Vergnügens. Der anale Schließmuskel ist enger als die Vagina. Der Penis wird daher stärker komprimiert und Ihr Partner empfindet ein intensiveres Lustgefühl...
Was Frauen darüber denken
Es ist schwierig zu sagen, wie viele Frauen Analsex praktizieren, da es bisher keine verlässliche Studie zu diesem Thema gibt. Manche Frauen lehnen die Praktik ab: aus Angst vor Schmerzen, weil sie die Stellung als erniedrigend empfinden oder einfach aus hygienischen Gründen. Wenn der Partner vorsichtig vorgeht können diese Hemmungen überwunden werden.
Vorsichtsmaßnahmen
Der After (lateinisch: Anus) ist eine sensible Zone und kann für die Frau eine bisher unbekannte Lustquelle sein. Um den Gipfel der Ekstase zu erreichen muss die Stelle erst befeuchtet werden. Denn im Gegensatz zur Scheide produziert der After keine natürliche Gleitflüssigkeit. Verwenden Sie auf keinen Fall Vaseline, denn das ist ein fetthaltiges Gleitmittel. Bevorzugen Sie stattdessen Gleitmittel auf Wasser- oder Silikonbasis. Die Penetration muss ganz behutsam vorgenommen werden... Fordern Sie Ihren Partner dazu auf, erst den Anus zu streicheln damit Sie sich entspannen können. Eine anale Penetration mit dem Finger ("Fisting") hilft, den Schließmuskel zu entspannen bevor der Partner mit dem Penis in Sie eindringt. Dadurch wird auch die Gleitbewegung beim Sex erleichtert.
Positionen
Es gibt verschiedene Stellungen für den Analverkehr. Wie bei allen Praktiken
sorgt auch hier Abwechslung für die nötige Würze im Bett. Dennoch ist die Hündchenstellung eindeutig die bevorzugte Variante der meisten Paare. In dieser Position ist eine gleichzeitige Stimulation der Klitoris möglich um die Lust zu steigern... Diese Kombination wird Sie bestimmt überraschen! Für mehr Komfort können Sie sich flach auf den Bauch legen. Wenn Sie lieber zärtlich beginnen möchten sorgt die Löffelchenstellung (Seitenlage) für prickelnde Gefühle. Wenn Sie Ihrem Partner gerne bei der Penetration zusehen möchten setzen Sie sich am besten hin.
Gesundheitliche Risiken und Infektionsmöglichkeiten
Man kann es gar nicht oft genug wiederholen: bloß keine brutale Penetration, denn das könnte feine Risse oder Blutungen hervorrufen. Zögern Sie nicht, Ihrem Partner zu sagen wenn es für Sie unangenehm ist. Es besteht ebenfalls das Risiko, sich mit einer sexuell übertragbaren Krankheit anzustecken. Daher muss unbedingt ein Kondom benutzt werden (die Schleimhäute des Dickdarms sind sehr empfindlich und durchlässig). Verzichten Sie außerdem auf einen direkt aufeinander folgenden Anal-Vaginal-Verkehr. Die Keime im Darm können eine Scheideninfektion auslösen. Wechseln Sie deshalb das Kondom oder führen Sie eine Intimreinigung durch.
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