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Ein Psychologe ist darauf spezialisiert das menschliche Verhalten zu erforschen. Mit Gesprächen und Tests hilft er dem Patienten sich selbst besser kennen zu lernen.
Die Ausbildung
Der Titel "Psychologe" ist gesetzlich geschützt. Nur wer über ein abgeschlossenes Universitätsstudium verfügt darf diesen Beruf als sog. "Diplompsychologe“ ausüben. Im Rahmen der Hochschulreform wurde der bisherige Diplomstudiengang durch einen Bachelor of Science (3 Jahre Studium) oder einen Master of Science (4-5 Jahre Studium) ersetzt. Während des Studiums wählt der Psychologe bereits sein Fachgebiet aus: Neuro- oder Sozialpsychologie, klinische bzw. kognitive Psychologie oder Entwicklungspsychologie. Das Lehrfach "Psychologie" wird auch als Teildisziplin bei Magisterstudiengängen oder auf der Fachhochschule angeboten, wobei man mit diesen Abschlüssen nicht als Psychologe praktizieren darf. Ein Psychologe kann sowohl angestellt als auch freiberuflich tätig sein. Jeder Psychologe verpflichtet sich allerdings, die ethischen Verpflichtungen dieses Berufs einzuhalten.
Wann geht man zum Psychologen?
Der Psychologe analysiert das menschliche Verhalten. In der Regel wendet man sich an einen Psychologen wenn man das Bedürfnis hat Bilanz zu ziehen um zu wissen, wo man in seinem Leben steht. Der Psychologe unterstützt und berät den Patienten bei der Bewältigung persönlicher Krisensituationen. Er ist die erste professionelle Anlaufstelle bei psychologischen Problemen. Schulpsychologen, Arbeitspsychologen oder klinische Psychologen... Psychologen sind in zahlreichen Bereichen des Alltagslebens zu finden. In der Schule begleiten sie Eltern und Kinder bei schulischen Misserfolgen, bei Orientierungsproblemen oder bei Legasthenie. Im Unternehmen unterstützen sie die Arbeitnehmer in Stresssituationen oder bei einer Entlassung.
Die Behandlungsmethoden
Der Psychologe versucht die psychologische Funktionsweise des Patienten zu definieren. Er verwendet Tests und Schemata, um seine Persönlichkeit und seine individuellen Kapazitäten einzuschätzen. Auch ein Gespräch gehört mit zur Berufspraxis. In der Behandlung führt der Psychologe einen Dialog mit dem Patienten und beobachtet bzw. analysiert sein Verhalten. Wozu? Um die Antworten und Orientierungshilfen zu finden, die am besten für den Patienten geeignet sind.
Praktische Informationen
Krankenhaus, Unternehmen, Schule oder Verein... Psychologen sind häufig für eine Institution tätig. In diesem Fall ist die Behandlung im Prinzip kostenlos, da die Institution, die den Psychologen beschäftigt, für die Kosten aufkommt. Der Tätigkeitsbereich von Psychologen kann auch weiter gefasst sein, zum Beispiel im Personalmanagement, bei Unternehmungsberatungen, im Strafvollzug oder bei einer Verkehrsbehörde ("Fahreignungstest"). Das Honorar beträgt durchschnittlich zwischen 40 und 60 €. Die Beratungsstunde wird (außer bei manchen Privatpatienten) nicht von der Krankenkasse übernommen.
Weitere Informationen dazu finden Sie bei der Deutschen Gesellschaft für Psychologie e.V. oder beim Bundesverband deutscher Psychologen.
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