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Die Grundregeln einer gesunden und ausgewogenen Ernährung


 - Die Grundregeln einer gesunden und ausgewogenen Ernährung

Eine ausgewogene Ernährung ist die Grundlage für eine schlanke Figur und einen gesunden Körper. Dabei ist es gar nicht so einfach, den täglichen Speiseplan immer richtig zusammenzustellen. Hier erfahren Sie, wo das gesunde Mittelmaß liegt.

Ausgewogene Ernährung im Alltag
Eine ideale Mahlzeit setzt sich aus 5 Komponenten zusammen: 1 Portion rohes oder gegartes Gemüse,
1 Eiweißquelle (Fleisch, Fisch, Eier), 1 Portion Kohlen- hydrate und/oder Brot, 1 Milchprodukt und 1 rohe oder gegarte Frucht. Damit Ihr Körper genügend Vitamine
und Mineralstoffe aufnehmen kann, ist es wichtig, die Nahrungsmittel regelmäßig zu variieren und den Konsum von Fertigprodukten (die wenig Nährstoffe, dafür viel Fett und versteckten Zucker enthalten) auf ein Minimum zu beschränken.

In der Praxis kann Ihr täglicher Speiseplan zum Beispiel so aussehen:
- 5 Früchte oder Gemüsesorten, also ca. 400 - 600 g in beliebiger Form (Rohkost, Kompott, gegartes Obst oder Gemüse, Frucht- oder Gemüsesäfte)
- 3 fettarme Milchprodukte (Milch, Käse, Joghurt)
- 1 bis 2 Portionen Fisch, Fleisch oder Eier
- 1 bis 2 Mengen Fett (zum Beispiel 1 Esslöffel Öl oder 1 haselnussgroßes Stück Butter)
- 3 Portionen Kohlenhydrate (Reis, Nudeln...) und/oder Brot

Ernährungswissen im Detail
Jedes Nahrungsmittel besitzt individuelle Nahrungsbestandteile, die sich aus Makronährstoffen (den Energielieferanten Eiweiß, Fett und Kohlenhydrate), Mikro- nährstoffen (Vitaminen, Mineralstoffen), Ballaststoffen und Wasser zusammen- setzen. Die Gesamtheit aller verzehrten Nahrungsmittel wird als Ernährung bezeichnet.

Makro-Nährstoffe

Aufgaben Bedarf Wo?

Eiweiß
(oder Proteine)
1 g = 4 kcal

Baut Organe und Muskeln auf, unt die Körper- funktionen und die Entwicklung Täglich 1 g pro Kg des Körpergewichts
(z.B. 60 g bei einem Gewicht von 60 kg). Ungefähr 15% des Energiebedarfs
Tierisches Eiweiß: Fleisch, Fisch, Eier, Milchprodukte. Pflanzliches Eiweiß:
Getreideprodukte, Hülsenfrüchte
Kohlenhydrate
1 g = 4 kcal
Liefern den Brennstoff und damit die nötige Energie für Organe (u.a. Gehirn) und Muskeln Ca. 55% des Energiebedarfs
(am besten sind stärkehaltige Nahrungsmittel)
Getreide, Hülsen- früchte, Kartoffeln, Milchprodukte (außer Käse), Früchte, Süßigkeiten.

Fett
(oder Lipide)
1 g = 9 kcal

Bildet die Energie- reserve der Zellen und unterstützt die Organtätigkeit Ca. 30% des Energiebedarfs
(am besten sind ungesättigte Fettsäuren)
pflanzliche Öle, Butter, Fleisch, Fisch, Eier, Milchprodukte, Wurst, Margarine, Nüsse, Avocados

Mikronährstoffe
-Vitamine

Vitamine Aufgaben Bedarf Wo?
B1 Zuckerstoffwechsel, Funktionieren des Nervensystems und der Muskeln 1,1 mg Weizenkeime, Fleisch, Fisch, Hülsenfrüchte
B2 Eiweiß- , Fett- und Kohlenhydratestoffwechsel 1,5 mg Milchprodukte
B5 Versorgung der Haare, Haut und Schleimhäute 5 mg Fleisch, Fisch, Eier
B6 Eiweiß- und Aminosäurenstoffwechsel 3,5 mg Fleisch, Fisch, Eier
B8 Wachstum, Eiweiß- , Fett- und Kohlenhydratestoffwechsel 50 mg Leber, Eigelb
B9 Wachstum, Nervensystem, Rückenmark, rote Blutkörperchen 300 ug Blattgemüse
B12 Rote Blutkörperchen, Wachstum 2,4 ug Tierische Produkte
C Gewebeheilung, Immunsystem, Bekämpfung freier Radikale 110 mg Frisches Obst und Gemüse
PP Energieproduktion, Wachstum, Hormone 11 mg Fleisch, Fisch, Getreide
A Sehvermögen, Wachstum, Entgiftung, Haut 600 ug Milchprodukte, Eier, buntes Obst und Gemüse
D Schützt die Blutgefäße 5 ug Fetthaltiger Fisch, Eigelb, Leber
E Schützt den Organismus vor freien Radikalen 12 ug Öle, Margarine, Nüsse, Samen
K Blutgerinnung 45 ug Spinat, Kohl, Petersilie

-Mineralstoffe

 Mineralstoffe  Aufgaben Bedarf  Wo?
Calcium Knochenaufbau, Zähne, Wachstum 900 mg Milchprodukte, Gemüse und Trockenfrüchte
Eisen Bildung der roten Blutkörperchen 16 mg Fleisch, Eier, Hülsenfrüchte und Schokolade
Fluor Stärkung von Zähnen und Knochen 2 mg Meeresfrüchte, Fisch, Gemüse und Trockenfrüchte
Jod Unterstützung der Schilddrüsenfunktion 150 ug Meeressalz, Meeresfrüchte und Fisch
Kalium Wasserverteilung im Körper 50 Obst und Gemüse
Natrium Wasserverteilung im Körper 1 bis
1,5 g
Salz
Magnesium Muskelkontraktionen und Stimmungsregulierung 360 mg Trockenfrüchte, Schokolade, Mineralwasser, Vollkornprodukte
Phosphor Knochenaufbau und Funktionsweise der Nervenzellen 750 mg Milchprodukte, Fisch, Fleisch

Ballaststoffe
Ballaststoffe sind die unverdaulichen Bestandteile pflanzlicher Nahrung. Sie befinden sich in den Zellwänden von Pflanzen (Pektin, Zellulose) oder in den Pflanzenzellen selbst. Sie verlangsamen die Magenentleerung nach einer Mahlzeit und sorgen dafür, dass wir uns lange satt fühlen. Genauer gesagt verzögern sie die Aufnahme der Kohlenhydrate im Magen, regulieren die Darmtätigkeit und beugen Verstopfung vor. Außerdem senken Ballaststoffe das "schlechte" Cholesterin im Blut und verringern das Risiko an Dickdarmkrebs zu erkranken. Der tägliche Bedarf liegt bei 20-30 g. Ballaststoffe stecken in frischen und getrockneten Früchten, Gemüse und Getreideprodukten (besonders in solchen aus Vollkornmehl).

Wasser
Wasser ist der Hauptbestandteil unseres Körpers. Es transportiert Nähr- bzw. Abfallstoffe durch den Körper und stabilisiert die Körpertemperatur. Für einen ausgeglichenen Wasserhaushalt ist es wichtig, den permanenten Feuchtigkeitsverlust auszugleichen, der über Urin, Schweiß und Stuhlgang entsteht. Trinken Sie täglich mindestens 1,5 l und essen Sie vor allem im Sommer zusätzlich wasserhaltige Lebensmittel wie Melonen oder Gurken.

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Test: Was wissen Sie über gesunde Ernährung?


Veröffentlicht von Linda Chevreuil
am 29/01/2008 11:30:00
Die Lesernote: 4.8/5
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