Allroundsport Tennis | ||||||
Über 700.000 Frauen sind beim Deutschen Tennis Bund (DTB) registriert. Das entspricht etwa 40% aller Mitglieder. Die Zahl zeigt deutlich, dass Tennis bei Frauen und Männern gleichermaßen beliebt ist. Der Sport setzt eine gute Kondition voraus und birgt viele Vorteile, wenn er richtig praktiziert wird. Eine vielseitige Allroundsportart
Tennis spielen heißt nicht, dass man einfach nur einem Ball hinterher jagt! Es gibt feste Regeln und es werden unterschiedliche Fähigkeiten miteinander kombiniert: - Kondition: Der Ball darf nur ein einziges Mal den Boden berühren. Der Spieler muss also sehr schnell die Position wechseln und das ganze Spielfeld verteidigen (ganz schön viel Arbeit, besonders bei einem Einzel-Match). Der Spieler muss den Ball außerdem treffen, um ihn mit mehr oder weniger viel Kraftaufwand übers Netz zu befördern. - Technik: Beim Tennis muss man richtig mit dem Schläger umgehen können. Das heißt im Klartext: Man muss unterschiedliche Schlagarten beherrschen (Aufschlag bzw. Service, Vorhand, Rückhand, Volley, Schmetterschlag, Return...) und wissen, wie man die Rotation des Balls mit dem Schlägerkontakt beeinflussen kann (Slice, Cross, Topspin, Longline). Dabei spielen auch der Untergrund (Hartplatz, Rasen, Kunstrasen, Sandplatz,...) und das Umfeld (im Freien oder in der Halle) eine Rolle. Man muss außerdem die Flugbahn des Balls berechnen und voraussehen können, um sich rechtzeitig zur Aufprallstelle zu begeben. - Taktik: Es gilt einen Gegner zu besiegen! Jeder Spieler versucht möglichst viele Punkte zu gewinnen. Dies gelingt, indem man den Ball gezielt platziert (As, Lob, Passierschlag...), die eigene Kondition gut einteilt und die Schwächen des Gegners ausnutzt. Tennis ist also eine körperliche und mentale Auseinandersetzung. Die Vorteile Da Tennis sehr abwechslungsreich ist, hat der Sport viele positive Auswirkungen auf die Gesundheit: - Beim Tennisspielen entsteht ein hoher Energieverbrauch, da der Körper viel Kraft (beim Schlag), Schnelligkeit (Sprint) und Ausdauer (ein Match dauert mindestens
1 Stunde) aufbringen muss. Um diesen Aufwand zu gewährleisten verbrennt der Körper 400 bis 600 Kcal/h. - Es werden alle Muskeln eingesetzt: Beine, Arme, Rumpf (Brustmuskeln und Bauchmuskeln). Fazit: Bei diesem Ganzkörpertraining wird die gesamte Muskelmasse gekräftigt.
- Das Koordinationsvermögen wird verbessert. Der Sport fördert die Fähigkeit, die ständigen Positionsveränderungen (nach vorne, hinten, seitlich oder Sprünge) mit den Armbewegungen zu synchronisieren.
- Die Konzentrationsfähigkeit wird gestärkt. Erstens weil viel Taktik verlangt wird und eine Spielstrategie entwickelt werden muss. Und zweitens weil jeder Spieler permanent aufmerksam sein muss, um den Ballflug vorauszusehen und sich richtig zu positionieren. - Die Selbstbeherrschung wird gefördert. Außerhalb der weißen Linien gilt die Ballberührung als Fehler. Es reicht also nicht, den Ball irgendwie zu treffen. Man muss präzise agieren, den Schlag richtig dosieren und den Ball perfekt platzieren. - Tennis macht Spaß und den Kopf frei, weil man sich körperlich und geistig verausgaben kann. Man konzentriert sich voll auf das Spiel und vergisst den Rest! Die Nachteile Tennis ist gleichzeitig eine sehr intensive und manchmal sogar brutale Sportart. Insofern gibt es leider nicht nur Vorteile. Die zahlreichen Rhythmuswechsel stellen das Herz auf eine harte Probe. Da die Gelenke alle aprubten Richtungswechsel mitmachen müssen, kann es vermehrt zu Gelenkproblemen kommen. Die Schlagwechsel und Abbremsaktionen erschüttern die Venen, schädigen dadurch die Venenwände und können das Auftreten von Krampfadern begünstigen. Es ist also Vorsicht angesagt, besonders wenn Sie in der Vergangenheit schon einmal Herzbeschwerden hatten, übergewichtig sind oder unter Venenbeschwerden leiden. Sportunfälle und Verletzungen vermeiden Um Sportunfälle von Anfang an zu vermeiden, sollten Sie unbedingt folgende Vorsichtsmaßnahmen beachten: - Bereiten Sie sich vor: Wenn man sonst eher unsportlich ist, sollte man nicht von heute auf morgen anfangen Tennis zu spielen. Beginnen Sie stattdessen mit einem Ausdauersport (Wandern, Joggen, Fahrrad fahren, Schwimmen...) um Ihren ganzen Körper (Herz, Lunge, Gelenke, Sehnen und Muskeln) langsam an die neue Leistung zu gewöhnen. - Wärmen Sie sich auf: Beginnen Sie das Training immer mit einem kurzen Rundlauf um den Tennisplatz um sich langsam aufzuwärmen. Machen Sie ein paar Seitensprünge bzw. Höhensprünge und führen Sie mit allen relevanten Körperteilen Kreisbewegungen durch (Handgelenke, Becken, Hals, Schultern). -Benutzen Sie eine gute Ausstattung: Ein zu schwerer oder schlecht gespannter Schläger, der nicht gut in der Hand liegt ist die beste Methode um sich eine Sehnenscheidenentzündung zuzuziehen. Lassen Sie Ihren Schläger vorher in einem Fachgeschäft einstellen und prüfen. - Trinken Sie genügend Wasser: Ein intensiver Sport bringt auch eine erhöhte Transpiration mit sich. Deshalb sollten Sie regelmäßig einen Schluck trinken. Packen Sie Energieriegel, Energy-Drinks oder Trockenfrüchte mit ein, um einem Energietief vorzubeugen. Weitere Informationen |
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Veröffentlicht von Linda Chevreuil am 06/02/2008 11:38:00 | ||||||
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