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Wer die eigenen vier Wände zur Geburt gar nicht verlassen möchte, entscheidet sich für eine Hausgeburt. "Die Schwangerschaft ist keine Krankheit und die Geburt das natürlichste Ereignis der Welt". Dieses Argument nennen die meisten Schwangeren, die sich für das eigene Heim als Geburtsort entscheiden. In Deutschland kommen etwa zwei Prozent der Babys zu Hause zur Welt.
Der größte Vorteil der Hausgeburt ist die gewohnte Umgebung, die die werdende Mutter entspannen lässt und ihr die Geburt erleichtern kann. Dies funktioniert aber nur, wenn Sie wirklich zur Hausgeburt stehen und in das Können der Hebamme vertrauen. Wer unsicher ist, ob zu Hause wirklich alles gut geht, ist in einer Klinik oder einem Geburtshaus besser aufgehoben. Auch Sorgen um durch die Geburt gestörte Nachbarn können Stress verursachen und sollten die Entscheidung zugunsten eines anderen Geburtsortes beeinflussen.
Wer sich für eine Hausgeburt entscheidet, sollte früh aktiv werden. Ungefähr in der 26. Schwangerschaftswoche sollten Sie eine Hebamme suchen, damit Sie sich in Ruhe kennenlernen können. Die Hebamme hilft auch bei der Herrichtung des Zimmers für die Geburt. Für den Notfall sollte auch eine Anmeldung im Krankenhaus erfolgen, das spart wichtige Zeit, wenn es drauf ankommt. Auch an eine barrierefreie Zufahrt des Krankenwagens ans Haus sollte unter diesem Gesichtspunkt gedacht werden.
Vorteile der Hausgeburt
- gewohnte Atmosphäre der eigenen vier Wände kann entspannend wirken
- Eltern können ihr Kind so in der Welt empfangen, wie sie es sich vorstellen, ohne fremde Einmischung
- stärkere Einbindung von Partner und Geschwisterkindern
- die Hebamme begleitet die Schwangere schon vor der Geburt, ein Vertrauensverhältnis besteht und es gibt keinen Hebammenwechsel unter der Geburt (bei einer Beleghebamme auch in Geburtsklinik und Geburtshaus möglich)
Nachteile der Hausgeburt
- unzulängliche medizinische Möglichkeiten im Notfall
- Zeitverlust, wenn eine Verlegung ins Krankenhaus nötig wird
- Hausgeburts- und Beleghebammen erheben eine Rufpauschale von 150 bis 250 Euro, damit eine 24h-Betreuung in den letzten Wochen der Schwangerschaft und zur Geburt möglich ist. Diese Kosten werden nur selten von den Krankenkassen erstattet.
- weniger Personal, das sich um Sie kümmert
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