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Wann sollte man ins Krankenhaus fahren?
Beginnende Geburtswehen lassen sich durch zwei Symptome von normalen Schwangerschaftswehen unterscheiden: Sie sind schmerzhafter und treten im Zehn-Minuten-Abstand auf. Achten Sie also auf die Häufigkeit der Wehen.
Beim ersten Kind sollten Sie ins Krankenhaus aufbrechen, wenn die Wehen mindestens eine Minute lang andauern und sich alle 5-10 Minuten wiederholen. Vorher handelt es sich noch um Übungswehen.
Wenn Sie sich allerdings dem errechneten Geburtstermin annährern und beunruhigt sind, weil Sie das Gefühl haben, dass es bald soweit sein könnte, begeben Sie sich auf jeden Fall ins Krankenhaus oder zum Geburtshaus: Lieber zu früh, als dass Sie sich unnötig Sorgen machen.
Fruchtwasserverlust (mindestens 1 Glas) kann von einem Riss in der Fruchtblase oder einem Blasensprung stammen. In beiden Fällen besteht ein Infektionsrisiko für das Baby und es kann zu Komplikationen kommen. Fahren Sie schnell ins Krankenhaus.
Es gibt allerdings auch das umgekehrte Phänomen: Die Fruchtblase platzt manchmal erst unter der Geburt. Machen Sie sich also keine Sorgen, wenn die Fruchtblase nicht vorher aufgeht und warten Sie nicht auf den Blasensprung, um ins Krankenhaus zu fahren.
Nur keine Panik!
Bei Erstgebärenden dauert eine Entbindung durchschnittlich 8-10 Stunden, also länger als die Geburt eines 2. oder 3. Kindes. Dies ist allerdings von Frau zu Frau sehr unterschiedlich. Manche Frauen erzählen von einer 20-Stunden-Geburt und bei anderen geht es ganz schnell. Um sich zu beruhigen, sagen Sie sich einfach, dass Sie bei einer langen Geburt mehr Zeit haben, sich im Krankenzimmer einzurichten. Außerdem sind Sie nicht alleine, denn der zukünftige Papa oder eine andere Begleitperson kann Ihnen beistehen.
Lange Geburt bedeutet außerdem nicht langes Leiden:
Schmerzmittel oder eine Periduralanästhesie können je nach Situation für eine deutliche Schmerzlinderung sorgen. Außerdem gibt es immer wieder Ruhezeiten im Verlauf der Geburt, wo auch einmal gar nichts passiert.
Wenn die Geburt zu lange dauert und eine Gefahr für Mutter oder Kind besteht, kann die Entbindung künstlich ausgelöst bzw. beschleunigt werden oder es wird ein Notkaiserschnitt durchgeführt.
Nehmen Sie alle persönlichen Dinge und die Babykleidung mit und prüfen Sie die Checkliste, die Sie möglicherweise vom Krankenhaus bekommen haben, damit Sie in der Aufregung nichts vergessen.
Vermeiden Sie, wenn möglich, selbst Auto zu fahren und lassen Sie sich von Ihrem Partner oder einem Bekannten chauffieren. Bei Taxifahrern sind diese, zum Teil heiklen, Transporte eher unbeliebt.
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