|
Als Fehlgeburt (Abort) wird der Abbruch einer Schwangerschaft zu einer Zeit, zu der der Fötus noch nicht lebensfähig ist, bezeichnet. Die Fehlgeburt ist die häufigste Komplikation während einer Schwangerschaft. Das Risiko einer Fehlgeburt sinkt jedoch mit fortschreitender Schwangerschaft.
Zu den wichtigsten Ursachen eines Aborts zählen genetische Defekte des Embryos, mütterliche Faktoren wie Infektionen, hormonelle Störungen oder Fehlbildungen der Gebärmutter bzw. der Plazenta sowie Blutgruppenunverträglichkeiten.
Die typischen Symptome einer Fehlgeburt sind vaginale Blutungen und das Einsetzen von Wehen. Die Diagnose erfolgt mittels einer Ultraschalluntersuchung, wobei das weitere Vorgehen davon abhängt, ob der Fötus noch am Leben ist. Sind Herztöne hörbar, ist die Schwangerschaft noch intakt, und durch Bettruhe und Magnesium-Tabletten kann in etwa der Hälfte der Fälle ein Abort verhindert werden. In den übrigen Fällen wird die Schwangerschaft möglichst rasch durch wehenfördernde Medikamente und durch Ausschabung der Gebärmutter beendet.
|