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Die Geburt ist einer der risikoreichsten Augenblicke des Lebens. Daher müssen die anatomischen und physiologischen Gegebenheiten bei Mutter und Kind perfekt zueinander passen. Abweichungen davon können dazu führen, dass die Geburt möglicherweise gefährlich wird oder eine natürliche Geburt sogar unmöglich ist.
Eine Geburt wird als normal bezeichnet, wenn das Kind nach einer Schwangerschaftsdauer von 259 bis 293 Tagen und einer Geburtsdauer von drei bis 18 Stunden aus der so genannten vorderen Hinterhauptslage geboren wird. Außerdem muss die Fruchtblase während der Eröffnungsperiode springen, der Blutverlust der Mutter darf 500 ml nicht übersteigen und Mutter und Kind dürfen während der Geburt nicht wesentlich gefährdet sein.
Der genaue Auslöser für eine Geburt ist noch nicht bekannt. Es wird aber angenommen, dass bestimmte Hormonveränderungen am Ende der Schwangerschaft die Geburt in Gang setzen. In jedem Fall beginnt die normale Geburt zu dem Zeitpunkt, an dem das Kind optimal an das Leben außerhalb der Gebärmutter angepasst ist.
Es gibt zahlreiche Vorboten, die auf die nahende Geburt hinweisen. Der Bauch der Schwangeren senkt sich ab und der Kopf des Kinds tritt in das kleine Becken ein. Kurz vor Geburtsbeginn geht häufig ein Schleimpfropf aus dem Gebärmutterhals ab (sog. Zeichnen). Die werdende Mutter schläft schlechter und verspürt einen verstärkten Druck auf Blase und Darm. Die Kindsbewegungen lassen nach und Wehen treten für mindestens zwei Stunden regelmäßig alle zehn Minuten auf. In dieser Phase springt die Fruchtblase und der Gebärmutterhalskanal fängt an sich zu erweitern.
Die Geburt selbst kann in drei Abschnitte unterteilt werden:
- Eröffnungsperiode
- Austreibungsperiode
- Nachgeburtsperiode
Der Ablauf dieser Abschnitte der normalen Geburt ist im Wesentlichen von folgenden Faktoren bestimmt:
- Anatomie des Geburtskanals der Mutter
- Größe, Form und Lage des kindlichen Kopfs
- Wehentätigkeit
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