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Unter dem Begriff Pränataldiagnostik werden die medizinischen Untersuchungen zusammengefasst, die während einer Schwangerschaft durchgeführt werden können, um eine mögliche Schädigung oder Erkrankung des ungeborenen Kinds zu erkennen. Pränataldiagnostik: Embryo in Fruchtblase Es sind spezielle Untersuchungen, die über die normale, laut Mutterpass vorgesehene Routine-Vorsorge (wie die drei Ultraschalluntersuchungen in der 10., 20. und 30. Schwangerschaftswoche) hinausgehen. Zur Pränataldiagnostik gehören bildgebende Verfahren wie Ultraschalluntersuchungen, Blutuntersuchungen, die Fruchtwasseruntersuchung (Amniozentese), die Nabelschnurpunktion, die Chorionzottenbiopsie sowie als Spezialfall die Präimplantationsdiagnostik (PID). Die ersten Untersuchungen der Pränataldiagnostik fanden Anfang der 1980er Jahre statt. Seitdem sind sie nicht unumstritten, da sie zum einen fehleranfällig sind und zum anderen die werdenden Eltern vor schwierige Entscheidungen stellen können. Sollten sich Hinweise auf eine Behinderung des Kinds ergeben, ist meist keine Behandlung möglich. Wenn sich die Eltern aufgrund der Ergebnisse der Pränataldiagnostik für eine Abtreibung entscheiden, ist neben der erforderlichen medizinischen Beratung auf jeden Fall eine intensive psychologische Beratung wichtig.
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