Millionen Menschen leiden unter müden, schweren und geschwollenen Beinen am Abend. Mit einer behandlungsbedürftigen Erkrankung der Beinvenen werden diese Beschwerden jedoch nur selten in Verbindung gebracht.
Infolge dessen befinden sich von den mehr als 20 Millionen Deutschen mit behandlungsbedürftigen Veränderungen an den Beinvenen nur etwa zehn Prozent in ärztlicher Behandlung. Unbehandelt schreiten die Veränderungen jedoch ständig fort und können langfristig zu gravierenden Problemen führen. Die Folgen reichen von Krampfadern über offene Beine und Thrombosen bis hin zu lebensgefährlichen Embolien.
Venenleiden - insbesondere die folgenschweren Veränderungen im tiefen Beinvenensystem - sind von außen meist nicht sichtbar. Müde, schwere Beine können sowohl Anzeichen von übermäßig belasteten gesunden als auch erste Anzeichen für erkrankte Venen sein. Weitere Warnsignale sind geschwollene Knöchel, Kribbeln, Jucken oder stechende Schmerzen sowie sichtbare Venenveränderungen wie Besenreiser und Krampfadern. Es gibt eine genetische Veranlagung für die Erkrankung. Personen mit einer überwiegend sitzenden oder stehenden Tätigkeit, die darüber hinaus Verwandte mit Venenleiden haben, sind besonders gefährdet.
Erkrankungen der Venen sollten immer ernst genommen werden. Jährlich sterben deutschlandweit etwa 30.000 Patienten aufgrund von Lungenembolien. Darüber hinaus gehen jährlich rund 2,4 Mio. Arbeitsunfähigkeitstage auf das Konto von Venenerkrankungen, 2.500 Menschen werden zu Frührentnern.
Gut angepasste medizinische Kompressionsstrümpfe unterstützen effektiv die Venenfunktion und dienen so einer Vorbeugung von Folgeerkrankungen. Ziel der Behandlung ist eine Beschleunigung des Blutstroms bei gleichzeitiger Senkung des Venendrucks sowie eine Normalisierung der Kapillarwandf-Funktion mit Verbesserung des Stoffaustauschs im Gewebe.
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