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Das ist die 26. SSW (Schwanger­schafts­woche) auf einen Blick

von Redaktion Veröffentlicht am 1. Januar 2016

Das passiert in der 26. Schwangerschaftswoche bei Mama & Baby ...

In der 26. SSW nehmen bei vielen werdenden Müttern die Schwangerschaftsbeschwerden wieder zu. Die inneren Organe werden mehr und mehr vom wachsenden Baby und der Gebärmutter zur Seite gedrängt. Das macht sich mit Atemnot, Sodbrennen und Rückenschmerzen bemerkbar.

Das Baby misst jetzt schon etwa 34 Zentimeter und bringt rund 900 Gramm auf die Waage. Im Ultraschall kann man jetzt beobachten, wie es sich genüsslich räkelt und streckt und ausgiebig gähnt. Außerdem öffnet es in der 26. Schwangerschaftswoche die Augen.

Zwischen der 24. und der 27. Schwangerschaftswoche wird – wie bei der Erstuntersuchung – wieder ein Antikörper-Suchtest durchgeführt, damit eine Rhesusunverträglichkeit ausgeschlossen werden kann. Kommt es während der Geburt zu einem Blutkontakt zwischen Mutter und Kind, kann sich eine Unverträglichkeit zwischen den verschiedenen Blutgruppen entwickeln, die sich bei einer zweiten Schwangerschaft auswirken kann. Dann reagiert das Abwehrsystem der Mutter auf bestimmte Blutgruppenmerkmale des kindlichen Bluts (sog. Rhesusfaktoren): Spezielle Rhesus-Antikörper zerstören dabei die kindlichen rote Blutkörperchen. Um das zu verhindern, wird bei der Erstuntersuchung und zwischen der 24. und 27. SSW der Antikörper-Suchtest gemacht und der Schwangeren bei Bedarf die sogenannte Rhesusprophylaxe verabreicht (bei der Geburt oder zwischen Beginn der 28. SSW und 30. SSW).

Außerdem wird der Frauenarzt der werdenden Mutter zwischen der 24. und der 28. Schwangerschaftswoche zu einem Test auf Schwangerschaftsdiabetes raten. Den Test kann man direkt beim Frauenarzt oder alternativ beim Hausarzt machen. Die Schwangere bekommt eine Traubenzuckerlösung zu trinken und eine Stunde später wird ihr Blut abgenommen und der Blutzuckerwert bestimmt. Liegt der Blutzuckerwert über 135 mg/dl, kann das ein Zeichen für einen Schwangerschaftsdiabetes (Gestationsdiabetes) sein. Dann ist ein weiterer Test nötig: der Zuckerbelastungstest. Dafür wird der Blutzucker nüchtern und sowie eine und zwei Stunden nach dem Verabreichen von 75 Gramm Traubenzucker bestimmt.

Wenn bei der werdenden Mutter ein Schwangerschaftsdiabetes festgestellt wird, kann es ausreichen, wenn sie ihre Ernährung umstellt – der Frauenarzt kann die Schwangere dazu beraten. Reicht das nicht aus, kann man bis zur Geburt Insulin spritzen oder als Tabletten einnehmen. Mit der Geburt verschwindet der Diabetes in der Regel.

Der Test auf Schwangerschaftsdiabetes wird allerdings nur dann von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen, wenn ein begründeter Verdacht vorliegt (sehr schnelle Gewichtszunahme, zu hohes Gewicht des Babys, ...).

Es gibt eine Differenz zwischen Schwangerschaftswoche und Alter des Babys: Insgesamt umfasst eine Schwangerschaft 40 Wochen oder zehn Monate. Dabei startet die Berechnung etwa zwei Wochen vor der Befruchtung – nämlich mit dem ersten Tag der letzten Regelblutung. Die Rechnung hat sich bewährt, weil sich nicht bei jeder Frau der Termin des Eisprungs rückwirkend eindeutig bestimmen lässt. In der 26. SSW ist das Baby daher etwa 24 Wochen alt.

Das Baby in der 26. SSW

Wenn das Baby in der 26. SSW zur Welt käme, hätte es als Frühchen schon eine Überlebenschance von rund 85 Prozent. Darum fangen viele Eltern zu dieser Zeit an, das Babyzimmer zu planen und besorgen die Erstausstattung. Auch ist es sinnvoll, jetzt den Kreißsaal zu besichtigen, in dem das Kind zur Welt kommen soll.

In der 26. Schwangerschaftswoche öffnet das Baby, das jetzt etwa 900 Gramm bei 34 Zentimetern wiegt, die Augen. Die Nervenbahnen der Augen sind nun mit der Großhirnrinde verbunden, sodass das Kind jetzt Formen und Farben erkennen kann. Die Augenfarbe ungeborener Babys ist übrigens meist blau-grau, da sich die Pigmente, die für die individuelle Augenfarbe zuständig sind, meist erst nach der Geburt in der Regenbogenhaut einlagern.

Im Verlauf der Schwangerschaft werden sich die Größe und das Gewicht des Babys immer individueller entwickeln. Die hier genannten Werte können deshalb nur Durchschnittswerte sein. Werdende Eltern sollten sich daher keine Sorgen machen, wenn die vom Frauenarzt ermittelten Werte von den hier genannten abweichen.

Die Mutter in der 26. SSW

Zwar nehmen die Schwangerschaftsbeschwerden in der 26. SSW zu, andererseits kann die werdende Mutter auch einiges tun, um diese zu lindern.

Das Baby nimmt kräftig zu und wächst, darum werden die inneren Organe immer mehr zur Seite gedrängt. Sodbrennen, Atemnot und Rückenschmerzen sind die Folge. Die werdende Mutter sollte sich jetzt öfter ausruhen und die Beine hochlegen. Yoga oder Gymnastik für Schwangere sind in dieser Zeit optimal, um Energie zu tanken und Schwangerschaftsproblemen entgegen zu wirken. Besonders Schwangeren-Schwimmkurse sind sehr angenehm, um den Körper zu entlasten.

Außerdem leiden viele Schwangere in dieser Zeit unter Verstopfung, was wiederum Steißbeinschmerzen zur Folge haben kann. Auch der Druck auf Nerven und Muskeln im Beckenbereich kann diese Schmerzen auslösen. Beim Sitzen kann ein Keilkissen das Becken entlasten und die Schmerzen mindern. Auch Rotlicht kann gegen die Schmerzen helfen. Autogenes Training und progressive Muskelentspannung entlasten und entspannen. Häufig bieten Hebammen auch spezielle Akupunktur gegen die verschiedenen Schwangerschaftsbeschwerden an.

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