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Das ist die 27. SSW (Schwanger­schafts­woche) auf einen Blick

von Redaktion Veröffentlicht am 1. Januar 2016
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Das passiert in der 27. Schwangerschaftswoche bei Mama & Baby ...

In der 27. SSW haben einige Schwangere mit den ersten Wassereinlagerungen zu kämpfen. Aber keine Sorge: Wenige Tage nach der Geburt verschwindet das eingelagerte Wasser vollständig.

In dieser Woche ist das Baby schon etwa ein Kilogramm schwer und misst ungefähr 36 Zentimeter. Obwohl der Platz langsam enger wird, schlägt es vermutlich noch fleißig Purzelbäume.

Zwischen der 24. und der 27. Schwangerschaftswoche wird – wie bei der Erstuntersuchung – wieder ein Antikörper-Suchtest durchgeführt, damit eine Rhesusunverträglichkeit ausgeschlossen werden kann. Kommt es während der Geburt zu einem Blutkontakt zwischen Mutter und Kind, kann sich eine Unverträglichkeit zwischen den verschiedenen Blutgruppen entwickeln, die sich bei einer zweiten Schwangerschaft auswirken kann. Dann reagiert das Abwehrsystem der Mutter auf bestimmte Blutgruppenmerkmale des kindlichen Bluts (sog. Rhesusfaktoren): Spezielle Rhesus-Antikörper zerstören dabei die kindlichen rote Blutkörperchen. Um das zu verhindern, wird bei der Erstuntersuchung und zwischen der 24. und 27. SSW der Antikörper-Suchtest gemacht und der Schwangeren bei Bedarf die sogenannte Rhesusprophylaxe verabreicht (bei der Geburt oder zwischen Beginn der 28. SSW und 30. SSW).

Außerdem wird der Frauenarzt der werdenden Mutter zwischen der 24. und der 28. Schwangerschaftswoche zu einem Test auf Schwangerschaftsdiabetes raten. Den Test kann man direkt beim Frauenarzt oder alternativ beim Hausarzt machen. Die Schwangere bekommt eine Traubenzuckerlösung zu trinken und eine Stunde später wird ihr Blut abgenommen und der Blutzuckerwert bestimmt. Liegt der Blutzuckerwert über 135 mg/dl, kann das ein Zeichen für einen Schwangerschaftsdiabetes (Gestationsdiabetes) sein. Dann ist ein weiterer Test nötig: der Zuckerbelastungstest. Dafür wird der Blutzucker nüchtern und sowie eine und zwei Stunden nach dem Verabreichen von 75 Gramm Traubenzucker bestimmt.

Wenn bei der werdenden Mutter ein Schwangerschaftsdiabetes festgestellt wird, kann es ausreichen, wenn sie ihre Ernährung umstellt – der Frauenarzt kann die Schwangere dazu beraten. Reicht das nicht aus, kann man bis zur Geburt Insulin spritzen oder als Tabletten einnehmen. Mit der Geburt verschwindet der Diabetes in der Regel.

Der Test auf Schwangerschaftsdiabetes wird allerdings nur dann von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen, wenn ein begründeter Verdacht vorliegt (sehr schnelle Gewichtszunahme, zu hohes Gewicht des Babys, ...).

Es gibt eine Differenz zwischen Schwangerschaftswoche und Alter des Babys: Insgesamt umfasst eine Schwangerschaft 40 Wochen oder zehn Monate. Dabei startet die Berechnung etwa zwei Wochen vor der Befruchtung – nämlich mit dem ersten Tag der letzten Regelblutung. Die Rechnung hat sich bewährt, weil sich nicht bei jeder Frau der Termin des Eisprungs rückwirkend eindeutig bestimmen lässt. In der 27. SSW ist das Baby daher etwa 25 Wochen alt.

Das Baby in der 27. SSW

Jetzt wiegt das Baby schon rund ein Kilogramm, ganze 1.000 Gramm, und ist etwa 36 Zentimeter lang. In der 27. Schwangerschaftswoche stimmen auch die Proportionen, weil der Kopf seit einiger Zeit langsamer wächst als der Rest des Körpers.

Obwohl es langsam eng wird im mütterlichen Bauch, dreht das Baby sich in der 27. SSW noch fleißig hin und her und schlägt Purzelbäume. Bis es die Geburtsposition einnimmt, kann es noch dauern (manche Babys drehen sich erst während der Geburt in die richtige Lage), darum liegt es jetzt mal mit dem Kopf nach oben, mal nach unten, manchmal sogar schräg.

Das Baby ist jetzt sehr weit entwickelt, nur die Lunge braucht noch Zeit. Sie bildet in der 27. Schwangerschaftswoche noch nicht ausreichend Surfactant. Diese Substanz ist notwendig, damit der Reinigungs- und Schutzmechanismus in den Atemwegen funktioniert und die Lungenbläschen beim Atmen nicht zusammenkleben. Das ist auch genau das Problem bei Frühgeburten: Sie leiden oft am sogenannten Atemnotsyndrom, das heißt die Lungenbläschen können sich wegen des fehlenden Surfactants nicht richtig entfalten und kleben zusammen. Darum bekommen Frühchen medizinische Unterstützung bei der Lungenreife und wenn nötig Atemhilfe.

Im Verlauf der Schwangerschaft werden sich die Größe und das Gewicht des Babys immer individueller entwickeln. Die hier genannten Werte können deshalb nur Durchschnittswerte sein. Werdende Eltern sollten sich daher keine Sorgen machen, wenn die vom Frauenarzt ermittelten Werte von den hier genannten abweichen.

Die Mutter in der 27. SSW

Wer in der 27. SSW schon mit den ersten Wassereinlagerungen zu kämpfen hat, kann vielleicht die Hebamme um Hilfe bitten: Häufig können die schlimmsten Probleme mit Akupunktur behandelt werden und viele Hebammen bieten diesen Service an. Lassen die Beschwerden aber nicht nach oder nehmen zu, sollte der Frauenarzt übernehmen – wenn nötig können die Beschwerden auch medikamentös behandelt werden. Das kann beispielsweise nötig sein, wenn die werdende Mutter aufgrund des eingelagerten Wassers das sogenannte Karpaltunnelsyndrom entwickelt: Die Wassereinlagerungen quetschen dann den Kanal an der Innenseite des Handgelenks, der wiederum auf die Nerven drückt. Die Hand fühlt sich dann taub an und wie eingeschlafen.

Wassereinlagerungen verschwinden aber nach der Geburt innerhalb weniger Tage wieder. Mit der Geburt verliert die werdende Mutter schon eine Menge Wasser, der Rest wird meist ausgeschwitzt. Aber Achtung: Unter keinen Umständen sollte man versuchen, der Wassereinlagerungen selber Herr zu werden. Reis- und Obsttage oder Enwässerungskuren, entwässernde Tees oder andere Mittel sind nicht nur unnötig sondern regelrecht gefährlich für die gesunde Entwicklung des Babys!

Wenn Ringe und Schuhe nicht mehr passen, kann die werdende Mutter Folgendes tun: Ringe, die sie immer bei sich haben möchte, können an einer Kette um den Hals getragen werden. Schuhe sollten in einer Nummer größer oder weiter als gewöhnlich gekauft werden.

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