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Das ist die 6. SSW (Schwanger­schafts­woche) auf einen Blick

von Redaktion Veröffentlicht am 1. Januar 2016

Das passiert in der 6. Schwangerschaftswoche bei Mama & Baby ...

In der 6. SSW treten oft die ersten Schwangerschaftsbeschwerden wie Morgenübelkeit oder Müdigkeit auf. Keine Sorge: Das sind normale Reaktionen des Körpers auf die Hormonumstellung und in der Regel ungefährlich für Mutter und Kind.

Viele Schwangere leiden neben den körperlichen Beschwerden, die besonders im ersten Drittel der Schwangerschaft auftreten können, auch unter psychischen Auswirkungen der hormonellen Umstellung. Aber auch diese Zeit geht für gewöhnlich vorüber. Vielen Schwangeren hilft es, sich intensiv mit der Schwangerschaft zu beschäftigen und schon jetzt mit dem Ungeborenen sprechen.

Eine gesunde Ernährung in der Schwangerschaft ist jetzt besonders wichtig, da die Hormonumstellung das Immunsystem schwächt und die werdende Mutter damit anfälliger für Infektionen macht. Das kann sich in der Folge auch auf das Baby auswirken.

Besonders in den ersten Schwangerschaftswochen sollten Schwangere zusätzlich Folsäure einnehmen: Empfohlen wird eine Einnahme von 0,4 Milligramm täglich während der ersten drei Schwangerschaftsmonate. Ab dem 4. Schwangerschaftsmonat hat die ergänzende Folsäure keine Auswirkung mehr auf die kindliche Entwicklung, kann sich aber positiv auf den Körper der Mutter auswirken und kann daher weiterhin eingenommen werden.

Wenn die Schwangerschaft in der 6. SSW schon bekannt ist, wird jetzt die erste Kontrolluntersuchung beim Frauenarzt gemacht. Er wird der Schwangeren den Mutterpass aushändigen, in dem alle Ergebnisse der Vorsorgeuntersuchungen festgehalten werden und den sie immer bei sich tragen sollte.

Nach der Erstuntersuchung gibt es jetzt alle vier Wochen eine einfache Vorsorgeuntersuchung, ab der 32. SSW sogar alle zwei Wochen. Und wenn der errechnete Geburtstermin überschritten wurde, wird die Schwangerschaft mindestens jeden zweiten Tag kontrolliert.

Zwischen der 9. SSW und 12. SSW, zwischen der 19. SSW und 22. SSW und zwischen der 29. SSW und 32. SSW gibt es außerdem jeweils eine sogenannte große Vorsorgeuntersuchung. Sie besteht aus der einfachen Vorsorgeuntersuchung plus Ultraschall.

Es gibt eine Differenz zwischen Schwangerschaftswoche und Alter des Babys: Insgesamt umfasst eine Schwangerschaft 40 Wochen oder zehn Monate. Dabei startet die Berechnung etwa zwei Wochen vor der Befruchtung – nämlich mit dem ersten Tag der letzten Regelblutung. Die Rechnung hat sich bewährt, weil sich nicht bei jeder Frau der Termin des Eisprungs rückwirkend eindeutig bestimmen lässt. In der 6. SSW ist das Baby daher etwa vier Wochen alt.

Das Baby in der 6. SSW

Das Baby ist in der 6. SSW ungefähr vier Millimeter lang und erscheint im Ultraschall wie ein kleines gekrümmtes Würmchen. Von seinem Bauch aus führt die Nabelschnur zur Plazenta, und im Ultraschall kann man bereits den Pulsschlag in den Blutgefäßen der Nabelschnur erkennen.

In der 6. Schwangerschaftswoche entwickelt sich der sogenannte Rückenstrang, der sich weiter zur Wirbelsäule entwickelt. Der Rückenstrang erstreckt sich vom Nacken bis hinunter zu der Stelle, wo die flügelartigen Anlagen für die Beine entstehen, und endet in diesem Stadium noch in einem Schwanz, einem Überbleibsel aus der Evolution, der sich später wieder zurückbildet. Auch Hals, Kopf und die Anlagen für Augen, Ohren und Gehirn sind jetzt schon am winzigen Menschlein vorhanden. Der Embryo entwickelt sich von oben nach unten, daher wirkt der Kopf im Vergleich zum restlichen Körper überdimensional groß.

Im Verlauf der Schwangerschaft werden sich die Größe und das Gewicht des Babys immer individueller entwickeln. Die hier genannten Werte können deshalb nur Durchschnittswerte sein. Werdende Eltern sollten sich daher keine Sorgen machen, wenn die vom Frauenarzt ermittelten Werte von den hier genannten abweichen.

Die Mutter in der 6. SSW

Sobald die Eizelle befruchtet wurde, nehmen unterschiedlichste Schwangerschaftshormone ihre Arbeit auf. In der 6. Schwangerschaftswoche muss der Körper der werdenden Mutter noch lernen, damit zurechtzukommen – was sich nicht selten in Schwangerschaftsbeschwerden wie Müdigkeit und Übelkeit äußert.

So unterdrückt das Schwangerschaftshormon HCG (Human-Choriongonadotropin) weitere Eisprünge und unterdrückt die Regelblutung. HCG ist übrigens auch das Hormon, dass den Schwangerschaftstest positiv ausschlagen lässt.

Östrogene regen schon früh den Milchfluss in den Brüsten der werdenden Mutter an, damit das Neugeborene ernährt werden kann. Relaxin wiederum lässt das Bindegewebe elastischer werden, um der Mutter die Geburt zu erleichtern.

Progesteron entspannt die Muskulatur der Gebärmutter, sodass diese weicher wird und das Baby in Ruhe wachsen und zunehmen kann.

Jetzt kann der Arzt auch das erste tastbare Schwangerschaftsanzeichen überprüfen: Der Gebärmutterhals ist in der 6. SSW bereits deutlich fester und unbeweglicher als zuvor.

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