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Das ist die 7. SSW (Schwanger­schafts­woche) auf einen Blick

von der gofeminin-Redaktion Veröffentlicht am 1. Januar 2016

Das passiert in der 7. Schwangerschaftswoche bei Mama & Baby ...

Der Embryo hat in der 7. SSW eine Scheitel-Steiß-Länge (SSL) von ungefähr fünf Millimetern. Er ähnelt jetzt einer kleinen dicken Bohne und beginnt in der 7. Schwangerschaftswoche, sich zu bewegen.

Die ersten Bewegungen sind noch unkontrolliert und wirken eher wie ein Zucken. Im Lauf der nächsten Wochen wird daraus ein Springen und Drehen. Später wird das Baby gezielt treten und boxen und sogar am Daumen lutschen oder mit der Nabelschnur spielen.

Die menschliche Form ist in der 7. SSW schon erkennbar, der Kopf des Babys ist aber noch stark auf die Brust geneigt. Viele Anlagen, wie die für Nasenlöcher, Lippen und sogar Zähne, sind nun bereits entwickelt.

Wenn die Schwangerschaft in der 7. SSW schon bekannt ist, wird jetzt die erste Kontrolluntersuchung beim Frauenarzt gemacht. Er wird der Schwangeren den Mutterpass aushändigen, in dem alle Ergebnisse der Vorsorgeuntersuchungen festgehalten werden und den sie immer bei sich tragen sollte.

Nach der Erstuntersuchung gibt es jetzt alle vier Wochen eine einfache Vorsorgeuntersuchung, ab der 32. SSW sogar alle zwei Wochen. Und wenn der errechnete Geburtstermin überschritten wurde, wird die Schwangerschaft mindestens jeden zweiten Tag kontrolliert.

Zwischen der 9. SSW und 12. SSW, zwischen der 19. SSW und 22. SSW und zwischen der 29. SSW und 32. SSW gibt es außerdem jeweils eine sogenannte große Vorsorgeuntersuchung. Sie besteht aus der einfachen Vorsorgeuntersuchung plus Ultraschall.

Es gibt eine Differenz zwischen Schwangerschaftswoche und Alter des Babys: Insgesamt umfasst eine Schwangerschaft 40 Wochen oder zehn Monate. Dabei startet die Berechnung etwa zwei Wochen vor der Befruchtung – nämlich mit dem ersten Tag der letzten Regelblutung. Die Rechnung hat sich bewährt, weil sich nicht bei jeder Frau der Termin des Eisprungs rückwirkend eindeutig bestimmen lässt. In der 7. SSW ist das Baby daher etwa fünf Wochen alt.

Das Baby in der 7. SSW

Das Baby ist in der 7. SSW ungefähr fünf Millimeter lang und sieht aus wie eine kleine dicke Bohne, den Kopf auf die Brust geneigt. Es wächst jetzt täglich ungefähr einen Millimeter. Seine Größe wird in dieser Zeit der Schwangerchaft mit SSL (Scheitel-Steiß-Länge) angegeben. Gemessen wird also die Länge vom Kopf bis zum Po.

Das Herz des Babys schlägt sehr schnell und pumpt Blut und damit Sauerstoff in alle Bereiche des winzigen Körpers. Erste Ansätze des Gehirns sind jetzt sichtbar und der Kopf wächst deutlich. Die Augen und die Nasenlöcher sind als schwarze Punkte sichtbar, die Augenlider sind aber noch nicht ausgebildet.

Das Baby hat in der 7. SSW auch schon ein richtiges Gesicht: Augen, Nase und Mund können eindeutig unterschieden werden. Die Augenhöhlen liegen in dieser Zeit noch in der Schläfenregion, daher erinnert der Kopf des Babys ein bisschen an den eines Fisches. Zwischen der Mundöffnung und dem Herzsack sitzen außerdem Auswüchse, die an die Kiemen eines Fisches erinnern. Aus ihnen bilden sich später der Unterkiefer sowie Gesicht und Hals.

Die Arm- und Beinanlagen das Embryos haben sich weiterentwickelt, Arme und Beine sind zu erkennen. Die kleinen Hände sehen jetzt noch aus wie Paddel, die Füße sind noch kaum von den Beinen zu unterscheiden. Die Wirbelsäule stabilisiert bereits den Körper und das Nervensystem entwickelt sich weiter.

In der 7. Schwangerschaftswoche werden erste Muskelstränge gebildet und ermöglichen erste, unkontrollierte Bewegungen, die zunächst wie kleine Zuckungen des ganzen Babys wirken, in Kürze aber in Hopsen und Springen übergehen.

Im Verlauf der Schwangerschaft werden sich die Größe und das Gewicht des Babys immer individueller entwickeln. Die hier genannten Werte können deshalb nur Durchschnittswerte sein. Werdende Eltern sollten sich daher keine Sorgen machen, wenn die vom Frauenarzt ermittelten Werte von den hier genannten abweichen.

Die Mutter in der 7. SSW

Auch in der 7. Schwangerschaftswoche nehmen die Schwangerschaftsbeschwerden noch zu. Es kann passieren, dass die werdende Mutter in der 7. SSW schlagartig von Müdigkeit überfallen wird, die durch das Gelbkörperhormon Progesteron verursacht wird. Es wirkt in der Schwangerschaft beruhigend auf den Körper, damit die Schwangere sich nötige Ruhepausen nehmen muss, um Kraft zu sammeln.

Trotzdem können Schlafprobleme, vor allem Durchschlafprobleme, auftreten. Das kommt unter anderem daher, dass die Bänder, an denen die Gebärmutter aufgehängt ist (Mutterbänder), sich dehnen und gerade im Liegen ein unangenehmes Ziehen verursachen. Die wachsende Gebärmutter kann auf die Blase drücken und die werdende Mutter so häufiger zur Toilette zwingen. Plötzliche Heißhungerattacken wecken sie auf und erfordern einen nächtlichen Snack. Vielen Schwangeren machen auch schon in der 7. Schwangerschaftswoche die wachsenden Brüste Probleme, eine geeignete Schlafposition zu finden.

Jetzt kann es auch zu Kreislaufproblemen in Form von Bluthochdruck oder zu niedrigem Blutdruck kommen. Übermäßige Schwangerschaftsbeschwerden sollten immer mit dem Frauenarzt besprochen werden.

Kreislaufprobleme entstehen in dieser Zeit einerseits durch die hormonellen Umstellungen, die dafür sorgen, dass sich die Blutgefäße weiten und entspannen, um zum Beispiel die Plazenta besser zu durchbluten. Außerdem nimmt das Blutvolumen in der Schwangerschaft um bis zu 50 Prozent zu, während gleichzeitig das Blut dünner wird, um leichter zur Plazenta zu gelangen. Das Herz muss sich dadurch deutlich stärker anstrengen, um das Blut durch den Körper zu pumpen: Da sind Kreislaufprobleme vorprogrammiert.

Weitere Schwangerschaftswochen im Überblick:

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von der gofeminin-Redaktion

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