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Fehlgeburt: 6 Anzeichen, bei denen werdende Mamis sofort zum Arzt sollten

von der gofeminin-Redaktion Veröffentlicht am 1. Oktober 2017

Hurra! Ein Baby ist unterwegs! Doch plötzlich ist da so ein komisches Ziepen im Bauch. Kann das eine Fehlgeburt sein? Ist das Ziepen ein Anzeichen dafür?

Eine Fehlgeburt gehört zu den größten Ängsten, die eine werdende Mami während der neun Monate Schwangerschaft hat. Zu Recht, es gibt kaum etwas Schlimmeres, als sein Baby zu verlieren. Da eine Fehlgeburt gerade zu Beginn der Schwangerschaft häufig vorkommen kann, achtet die Mama wie gebannt auf alle Anzeichen und Veränderungen des Körpers. Jedes Ziepen, jedes seltsame Gefühl wird beobachtet. Dieses Verhalten ist zwar verständlich, aber lasst euch nicht verrückt machen! Bleibt lieber ruhig und sucht, wenn ihr unsicher seid, euren Frauenarzt auf.

Häufigkeit von Fehlgeburten: So oft kommen sie wirklich vor

Spielt man mit dem Gedanken schwanger zu werden oder ist es schon, hört man plötzlich ständig von Fehlgeburten. Die Bekannte der Freundin hatte eine und die Kollegin auch. Das macht ganz schön Angst. Besonders, wenn man dann im Schwangerschaftsratgeber liest, dass eine Fehlgeburt speziell während der ersten drei Monate keine Seltenheit ist. Gut 15 Prozent aller klinischen Schwangerschaften (die, die ab der SSW 5-6 auf dem Ultraschall erkannt werden konnten) enden in einer Fehlgeburt. In den ersten vier, fünf Wochen kommt es noch öfter zu einer Fehlgeburt. Meist unbemerkt, besondere Anzeichen gibt es nicht. Die befruchtete Eizelle wird mit der nächsten Regelblutung ausgeschieden. Die werdende Mama weiß zu diesem Zeitpunkt normalerweise nicht einmal, dass sie schwanger war.

Ist das erste Trimester vorbei, sinkt das Risiko für eine Fehlgeburt deutlich. Kommt es dort zu 75 bis 80 Prozent der Fehlgeburten, liegt das Risiko ab der 17. Schwangerschaftswoche nur noch bei zwei bis drei Prozent.

Von einer Fehlgeburt spricht man übrigens, wenn der Embryo vor der 24. Schwangerschaftswoche stirbt. Danach spricht man von einer Frühgeburt, wenn das Baby zwischen der 24. SSW und der 35. SSW lebend zur Welt kommt. Oder von einer Totgeburt, wenn es nach der 24. SSW tot geboren wird.

Risiken, die zu einer Fehlgeburt führen können

Es gibt verschiedene Faktoren, die zu einer Fehlgeburt führen können. Gut 50 bis 70 Prozent lassen sich auf eine Chromosomenmutation des Kindes zurückführen. Das heißt, es sind genetische Ursachen - das Baby wäre nicht lebensfähig auf die Welt gekommen. Daneben können Medikamente Schuld an der Fehlgeburt tragen, eine Fehlentwicklung der Plazenta oder eine Fehlbildung der Gebärmutter, genau wie ein Sturz/Unfall, Alkohol- oder Drogenmissbrauch.

Fehlgeburt: Das sind typische Anzeichen

Dass der Bauch mal ziept, ist ganz normal. Gerade zu Beginn der Schwangerschaft ändert sich ja einiges im Körper. Um eine Fehlgeburt handelt es sich dabei in der Regel nicht. Die folgenden Anzeichen können aber ein Hinweis darauf sein, dass etwas nicht stimmt. Sucht bei diesen Symptomen in jedem Fall einen Arzt auf, der eine genaue Untersuchung vornimmt:

  • Blutungen, auch wenn sie nur schwach sind
  • Starke, krampfartige Schmerzen im Unterbauch
  • Starkes Ziehen im Unterbauch
  • Starke Schmerzen im unteren Rücken
  • Fieber und eitriger Ausfluss
  • bei fortgeschrittener Schwangerschaft kann Fruchtwasser austreten

In den ersten 12 Wochen einer Schwangerschaft zeigt sich eine Fehlgeburt eher durch Anzeichen wie eine Blutung. Danach kommt es meist zu wehenartigen Schmerzen.

Die Symptome können Hinweise auf eine Fehlgeburt sein. Macht euch jedoch nicht verrückt, wenn ihr unter einem Anzeichen wie Rückenschmerzen leidet. Die können auch eine ganz harmlose Ursache haben. Bleibt so ruhig wie möglich und sucht schnellstmöglich einen Arzt auf.

Was passiert nach einer Fehlgeburt?

Nach einer Fehlgeburt scheint eine Welt zusammenzubrechen. Der Schmerz ist unendlich groß. Versucht euch nicht die Schuld daran zu geben. Ein Großteil der Fehlgeburten ist auf eine genetische Ursache zurückzuführen - die passieren einfach.

Sprecht mit eurem Frauenarzt, wann der richtige Zeitpunkt für einen neuen Schwangerschaftsversuch ist. Zwar haben Frauen, die schon mal eine Fehlgeburt erlitten haben, ein erhöhtes Risiko für eine weitere - doch oft geht alles gut. Speziell, wenn die Ursache eine genetische war.

Wurde die Fehlgeburt zum Beispiel durch eine Fehlbildung der Gebärmutter verursacht oder durch eine Rhesusunverträglichkeit, solltet ihr mit eurem Arzt über entsprechende Behandlungsmöglichkeiten reden.

Bei onmeda.de erfahrt ihr mehr zum Thema Fehlgeburt.

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