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Von Eisprung bis Kopfstand: Fruchtbarkeits­mythen auf dem Prüfstand

von der gofeminin-Redaktion Veröffentlicht am 28. Juli 2017

Versucht man ein Baby zu bekommen, gibt es immer wieder gut gemeinte Ratschläge, um die Fruchtbarkeit zu erhöhen. Was stimmt denn nun?

Wer sich sehnlichst ein Baby wünscht, übt mitunter viele Monate, bis es endlich klappt. Je länger die Schwangerschaft auf sich warten lässt, desto verzweifelter werden manche Paare - und sind nur allzu gern bereit, mehr oder weniger verrückte Dinge zu tun, um die Fruchtbarkeit zu steigern.

Manche Frauen machen nach dem Sex einen Kopfstand oder schlafen nur noch in der Missionarsstellung mit ihrem Partner. Schließlich wird das gern empfohlen, um einer Schwangerschaft auf die Sprünge zu helfen. Doch was ist wirklich dran an den weit verbreiteten Mythen rund um die Fruchtbarkeit? Welche Fakten rund ums Schwanger werden stimmen?

Kopfstand nach dem Sex

Mythos:
Wer Kopfstand kann, wird schneller schwanger! Nach dem Sex sollten alle Frauen mit Babywunsch fix einen Kopfstand oder eine Kerze machen - auf jeden Fall die Beine möglichst hoch heben - damit die Spermien Richtung Eierstöcke rutschen.

Stimmt's oder stimmt's nicht?
Es klingt logisch, stimmt aber nicht. Die Spermien gelangen nicht besser in die Eierstöcke zu den reifen Eiern, nur weil die Beine in die Höhe gestreckt werden. Und selbst wenn: Das befruchtete Ei muss es danach ja auch noch in die Gebärmutter schaffen. So lange kann niemand im Kopfstand bleiben.

Mit Orgasmus wird man schneller schwanger

Mythos:
Frauen, die einen Orgasmus haben, werden schneller schwanger. Oder noch eine Spur krasser: Ohne Orgasmus kann frau nicht schwanger werden.

Stimmt's oder stimmt's nicht?
Dieser Mythos ist falsch. Klar, Sex mit Orgasmus ist viel schöner und spricht auch dafür, dass sich die Frau entspannt. Schneller schwanger wird sie davon aber nicht.

Mit der Missionarsstellung wird man schneller schwanger

Mythos:
Mit bestimmten Stellungen, wie der Missionarsstellung, werden Frauen schneller schwanger.

Stimmt's oder stimmt's nicht?
Die Stellung hat keinen Einfluss auf eine Schwangerschaft. Zwar klingt die Theorie dahinter logisch: Bei der Missionarsstellung dringt der Mann tief ein, sodass es die Spermien nicht so weit zur Eizelle haben. Wissenschaftlich belegt ist diese Theorie jedoch nicht.

Schwangerschaft ist nur kurz vor oder nach dem Eisprung möglich

Mythos:
Das Zeitfenster zum Schwangerwerden ist super klein: nur ein, zwei Tage vor und nach dem Eisprung.

Stimmt's oder stimmt's nicht?
Ein Körnchen Wahrheit steckt in diesem Mythos, allerdings haben Spermien eine ziemliche Ausdauer und können bis zu fünf Tage nach dem Samenerguss im weiblichen Körper überleben. Das vergrößert das Zeitfenster zum Schwangerwerden deutlich. Spermien, die es fünf Tage vor dem Eisprung in die Vagina geschafft haben, können tatsächlich noch ein Ei befruchten.

Nur bei Frauen sinkt mit dem Alter die Fruchtbarkeit

Mythos:
Entscheidend fürs Schwangerwerden ist das Alter der Frau, denn nur bei Frauen sinkt mit den Jahren die Fruchtbarkeit.

Stimmt's oder stimmt's nicht?
Auch dieser Mythos stimmt zum Glück nicht. Auch die Qualität der Spermien nimmt mit dem Alter kontinuierlich ab.

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