Entbindung rund um die Welt
Die Geburt in anderen Kulturen

Die ritualisierte Geburt

 

Psychologin & Psychotherapeutin Lise Bartoli - Die ritualisierte Geburt
Psychologin & Psychotherapeutin Lise Bartoli
Die klinische Psychologin und Psychotherapeutin
Lise Bartoli wendet die in den USA erfundene Hypnonatal-Methode an, um Frauen die Geburt zu erleichtern. Dabei wird die werdende Mutter bei der Geburtsvorbereitung hypnotisiert, um schmerzfrei entbinden zu können.

In einem ihrer Bücher analysiert die Geburtsspezialistin die kulturellen Unterschiede von Schwangerschaft und Entbindung auf allen fünf Kontinenten.

Was kann man bei dieser Weltreise lernen?
Im internationalen Vergleich ist eine "natürliche Geburt" am häufigsten verbreitet. Das Kind wird meistens in der naturbedingt aufrechten Stellung ausgetrieben. Bei uns hat sich die liegende Stellung auf dem Rücken durchgesetzt, die aber unter physiologischen Gesichtspunkten nicht empfehlenswert ist. Die Ärzte haben sich an diese Vorgehensweise gewöhnt und machen ewig so weiter obwohl sie genau wissen, dass es nicht die beste Methode ist ...

Warum gibt es so viele Bräuche und Riten um die Geburt?
Die Geburt macht Angst, da das Sterberisiko früher extrem hoch war. Ein kleiner Mensch erblickt das Licht der Welt und die ganze Aufmerksamkeit muss sich auf dieses ganz besondere Ereignis richten, die Mutter und das Kind müssen geschützt werden. In einigen Kulturen vertreibt man dazu auch die bösen Geister.

Tragen diese Bräuche konkret dazu bei, die Geburt zu erleichtern?
Ja, denn die Willenskraft ist sehr stark und beeinflußt den Körper. Es gibt einen sehr schönen Brauch, bei dem eine aufgehende Blume neben der schwangeren Mutter ins Wasser gestellt wird, damit sich der Muttermund einfacher öffnet. Da die Frau eine aufblühende Blume sieht, öffnet sie instinktiv ihren eigenen Körper.

Gibt es besondere Praktiken?
In Indien glaubt man, dass die schwangere Frau eine direkte Beziehung zu ihrem Baby hat. Sie muss daher ausgeglichen sein. Die ganze Dorfgesellschaft sorgt also dafür, dass sich die werdende Mutter wohl fühlt. In westlichen Ländern werden die Frauen während der Schwangerschaft nicht immer geschont.

In vielen Ländern sind die Mütter vor und nach der Entbindung permanent von zahlreichen Personen umgeben. Die Frauen in der Verwandschaft kümmern sich um die schwangere und die Gesellschaft ist dankbar dafür, dass Sie ein Kind zur Welt bringt. Bei uns ist das nicht immer der Fall: Die Frauen entbinden häufig ohne ihre Familie und sind nach der Geburt mit dem Baby allein.




  
  

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Veröffentlicht von Linda Chevreuil
am 18/01/2011
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