Geburtsvorbereitungskurs: Darum geht's

Im Geburtsvorbereitungskurs werden nicht nur Atemübungen gemacht. - Geburtsvorbereitungskurs: Darum geht's
Im Geburtsvorbereitungskurs werden nicht nur Atemübungen gemacht.
Hechel, hechel, stöhn - nein, die Rede ist nicht von einem Rudel Hunde, sondern von einem Geburtsvorbereitungskurs.

Oder dem, wofür ihn viele halten. "Da wird doch nur geatmet", "Das ist total esoterisch" - das sind nur ein paar der Vorurteile, mit denen sich der Geburtsvorbereitungskurs herumschlagen muss. Dabei steckt viel mehr dahinter. Die Teilnehmerinnen bekommen Informationen rund um Schwangerschaft, Geburt und die erste Zeit mit dem Baby. Und ganz wichtig: Sie treffen hier auf Frauen, die in genau der gleichen Situation stecken. Der Geburtsvorbereitungskurs ist der Ursprung vieler Freundschaften und Krabbelgruppen.

Für wen ist der Geburtsvorbereitungskurs geeignet?
Ganz klar, der Geburtsvorbereitungskurs richtet sich an Schwangere. Ob sie allein kommen oder ihren Partner mitbringen, hängt von der Art des Kurses ab. "Es gibt Angebote nur für Frauen, andere beziehen den Partner bzw. eine Begleitperson mit ein", sagt Karoline Lievertz, beratende Hebamme beim Deutschen Hebammen Verband e. V. Beide Varianten haben ihre Vorteile. Viele Frauen fühlen sich allein nicht so gehemmt, können offener über ihre Ängste sprechen. Gerade wenn es um die Geburt geht, ist es aber auch schön, wenn der Partner beim Kurs dabei ist und ebenfalls erklärt bekommt, was passieren wird. Am besten man informiert sich vorher gründlich über die Kurse und spricht mit der Hebamme, die den Kurs leitet. Dabei merkt man schnell, ob der Geburtsvorbereitungskurs zu einem passt oder nicht.

Übrigens: Ein Geburtsvorbereitungskurs ist nicht nur toll für Mamis, die ihr erstes Kind erwarten. Auch Frauen, die Kind Nummer zwei, drei oder vier bekommen, sind hier gut aufgehoben. Im Kurs bekommen sie die Möglichkeit, sich ganz auf den neuen Erdenbürger zu konzentrieren und den Alltag hinter sich zu lassen.

Angeboten wird der Geburtsvorbereitungskurs von Krankenhäusern, Hebammen, Geburtshäusern oder Familienbildungsstätten. Informationen bekommt man vom Frauenarzt oder der Hebamme.

Darum geht's im Geburtsvorbereitungskurs
Ja, im Geburtsvorbereitungskurs wird auch gehechelt. Die richtige Atemtechnik kann die Geburt erleichtern. Doch tatsächlich nimmt sie nur einen kleinen Teil der Zeit in Anspruch. Stattdessen geht es um die Schwangerschaft an sich. "Das Kursprogramm stellt jede Hebamme eigenständig zusammen", sagt Karoline Lievertz. Themen sind der Schwangerschftsverlauf und die Geburt. Auch die erste Zeit danach ist ein Thema. Wie wird das Baby richtig gewickelt, sollte man lieber stillen oder das Fläschchen geben.

Viel wichtiger ist jedoch, dass die werdenden Mamis im Geburtsvorbereitungskurs die Chance haben, sich miteinander und mit der Hebamme auszutauschen. Es gibt einen Haufen ungeklärter Fragen und Unsicherheiten, für die der Kurs genau der richtige Ort ist.

Geburtsvorbereitungskurs: ab wann?
Im Prinzip kann man im zweiten Trimester mit dem Geburtsvorbereitungskurs loslegen. Karoline Lievertz empfiehlt jedoch, mit dem Kurs bis zum dritten Trimester zu warten. Je mehr man schon vom Kind spürt, desto besser ist die Erfahrung. Optimal ist ein Beginn um die 28., 29. Schwangerschaftswoche herum. Der Kurs sollte drei bis vier Wochen vor dem errechneten Geburtstermin abgeschlossen sein.
Ein Tipp von Karoline Lievertz: Ein Platz im Geburtsvorbereitungskurs ist heiß begehrt! Man sollte sich rechtzeitig anmelden, spätestens in der 20. Schwangerschaftswoche.

Das kostet ein Geburtsvorbereitungskurs
Ein normaler Geburtsvorbereitungskurs geht über 14 Stunden, die meist auf sieben Doppelstunden oder auf ein Wochenende verteilt sind. Die Kurs-Kosten für die werdende Mutter übernimmt die Krankenkasse, sofern eine Hebamme den Kurs leitet. Begleitpersonen müssen die Gebühr aus eigener Tasche zahlen.




db

  

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Veröffentlicht von
am 29/03/2014
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