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Klinik oder Hausgeburt? Diese Fakten solltet ihr kennen

Diane Buckstegge
von Diane Buckstegge Veröffentlicht am 12. August 2012

Soll ich oder soll ich nicht? Viele werdende Mamas denken über eine Hausgeburt nach ...

Unpersönlich, kalt, steril: Krankenhäuser haben bei vielen Schwangeren einen schlechten Ruf. Zwar entscheiden sich nur zwei Prozent aller werdenden Mütter in Deutschland für eine Hausgeburt – während der neun Monate Schwangerschaft denkt jedoch jede Frau mal darüber nach, wie und wo sie ihr Kind auf die Welt bringen möchte und wie es wäre, wenn das Baby bei einer Hausgeburt auf die Welt käme. In den heimischen vier Wänden und damit im Schoße der Familie. Hier die wichtigsten Fragen und Antworten rund um das Thema Hausgeburt:

Für wen kommt eine Hausgeburt in Frage?
Es gibt viele Gründe, warum von einer Hausgeburt abgeraten wird. Und in denen ihr auch keinen Geburtshelfer finden werdet, der euren Wunsch in die Tat umsetzt.

Die Grundvoraussetzung für eine Hausgeburt ist, dass sowohl ihr als auch das Baby völlig gesund seid. Dazu kommen andere Faktoren wie: die Lage des Babys, ob es sich um eine Mehrlingsgeburt handelt, ob die Mutter vorher schon einen Kaiserschnitt hatte oder ob das Kind sehr groß ist.

Entscheidet ihr euch für eine Hausgeburt, solltet ihr euch auch klar sein, dass ihr auf Schmerzmittel wie die PDA verzichten müsst.

Wie läuft eine Hausgeburt ab?
Eine Hausgeburt wird in der Regel von einer Hebamme durchgeführt. Nur in seltenen Fällen erklären sich Ärzte bereit, die Geburt außerhalb des Krankenhauses durchzuführen.

Interessiert ihr euch für eine Hausgeburt, dann erkundigt euch so früh wie möglich nach einer passenden Hebamme. Die Nachfrage nach Geburtshelfern ist groß und die Hebamme muss sich die Zeit rund um euren Entbindungstermin vollständig blocken, um jederzeit bereit zu sein. Diese Rufbereitschaft kostet übrigens. Rechnet mit rund 300 Euro. Alle anderen Kosten übernimmt die Krankenversicherung.

Sprecht einige Wochen vor dem Entbindungstermin alles genau mit eurer Hebamme ab. Idealerweise kommt sie bei euch vorbei und ihr entscheidet euch, wo ihr die Entbindung durchführen möchtet. In der Regel erfolgt die Hausgeburt im Schlafzimmer. Muss sie aber natürlich nicht. Achtet bei der Ortswahl darauf, dass das Bad in der Nähe und ein bequemes Sitzmöbel, wie beispielsweise ein Bett, vorhanden ist. Bezieht dies mit einer wasserfesten Unterlage, haltet ausreichend saubere Tücher sowie eine Wärmelampe bereit sowie ein Gefäß für den Mutterkuchen. Um den Rest kümmert sich die Hebamme.

Die Geburt selber läuft bei einer Hausgeburt auf ganz natürlichem Wege ab. Die Hebamme untersucht euch und das Baby und wird euch bei der Geburt unterstützen. In manchen Fällen sind auch zwei Hebammen vor Ort. Eine, die sich um euch kümmert und eine, die nur für das Neugeborene da ist.

Viele Hebammen bestehen darauf, dass ihr euch rein vorsorglich eine Klinik aussucht und auch dort anmeldet. In der Regel erfolgt nach der Anmeldung eine Kontrolluntersuchung und ihr hinterlasst eine Kopie aller wichtigen medizinischen Unterlagen wie Blutgruppe, Laborwerte, Ultraschallaufnahmen. Läuft bei der Hausgeburt etwas nicht nach Plan, sodass ihr ins Krankenhaus müsst, weiß man Bescheid und kann sich bestmöglich um euch und euer Kind kümmern.

Vor- und Nachteile einer Hausgeburt
Pro und Kontra gibt es in jeder Lebenslage und natürlich auch beim Thema Hausgeburt. Hier ist besonders der Punkt Sicherheit ein großes Problem. Selbst wenn Mutter und Kind bei bester Gesundheit sind, kann es bei der Geburt zu unvorhersehbaren Komplikationen wie unstillbaren Blutungen oder Atemproblemen beim Kind kommen. Und dann zählt jede Minute. Bei fast jeder zehnten Hausgeburt kommt es in Deutschland zu Komplikationen, sodass die Mutter doch noch in ein Krankenhaus verlegt wird.

Dem gegenüber steht die private Atmosphäre, die die heimischen vier Wände bieten. Frauen, die sich für eine Hausgeburt entscheiden, haben das Gefühl, dass so eine bessere Bindung zum Kind aufgebaut wird.

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von Diane Buckstegge

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