Entbindung mit oder ohne Betäubung?
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Mütterliches Selbstvertrauen
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Mütterliches Selbstvertrauen


Die Erfahrung der freischaffenden Hebamme, Frau M. Trelaun: Die Frauen sind nicht mehr darauf vorbereitet, Mutter zu werden, weil sie diese Erfahrung nur äußerst selten in ihrer Familie oder mit einer Freundin miterlebt haben. Die Entbindung hat den familiären Bereich verlassen und ist in den Bereich der Medizin gerückt. Die Frau wird viel zu häufig behandelt, ohne auf ihren angeborenen Instinkt zu hören. Sie geht die Entbindung an, ohne damit zu rechnen, dass sie dadurch so stark aus der Fassung gebracht wird. Wenn die Hebamme mit der mütterlichen Angst konfrontiert wird, neigt sie leicht dazu, die Periduralanästhesie anzubieten, obwohl die Mutter eigentlich eine moralische Unterstützung sucht und jemanden bräuchte, der sie in dem Glauben an ihre Fähigkeit unterstützt, das Kind selbst auf die Welt zu bringen.

Kerstin (33) hat mit Frau Trelaun entbunden: 
"Als ich das 2. Mal schwanger geworden bin, habe ich mich für eine Hausgeburt entschieden. Ich habe mich an eine Doula (alternative Geburtshelferin Anm. d.Red) gewandt, mit der ich während meiner Schwangerschaft eine sehr enge Beziehung aufgebaut habe. Sie hat mich mit sophrologischen Übungen und langen Gesprächen gut auf die Geburt vorbereitet. Im Notfall sollte mich ein Hubschrauber ins nächste Krankenhaus fliegen. Als ich die ersten Wehen gespürt habe, habe ich sie angerufen. Ich habe mich entspannt und ein Rosmarinbad genommen, um die Bauchschmerzen zu lindern. Dann habe ich versucht, nicht panisch zu werden. Ich sage nicht, dass es einfach war oder dass ich keine Angst hatte. Bei der Austreibung habe ich geglaubt, dass ich es nie schaffen würde. Mein Baby ist mit dem Köpfchen heraus- und dann wieder nach innen gerutscht...
Die mentale Einstellung ist sehr wichtig - das Selbstvertrauen in sich und seine natürlichen Fähigkeiten als Mutter. Dann war mein Sohn endlich da."


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Veröffentlicht von Linda Chevreuil
am 21/02/2010
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Inhaltsverzeichnis Periduralanästhesie

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