Tipps gegen Übelkeit in der Schwangerschaft

Veröffentlicht von Linda Chevreuil
Veröffentlicht am 4. Dezember 2012

50 bis 80% der Schwangeren leiden im 1. Trimester der Schwangerschaft unter Übelkeit und Brechreiz. Da dies meistens morgens auftritt, wird die Übelkeit in der Schwangerschaft auch Morgenübelkeit genannt, im Fachjargon Emesis gravidarium. Das klingt gefährlich, ist es aber nicht.

Machen Sie sich keine Sorgen: In der Regel ist das Schwangerschaftserbrechen harmlos und der Zustand währt nicht ewig. Normalerweise klingt es zum Ende der 12., spätestens 16. Schwangerschaftswoche (SSW), wieder ab. Nur in sehr seltenen Fällen nimmt das Erbrechen gefährlichere Ausmaße an.

Wie kommt die Übelkeit in der Schwangerschaft zustande?
Für Übelkeit in der Schwangerschaft scheint das Hormon HCG verantwortlich zu sein, das vom Mutterkuchen produziert wird. Es ist dasselbe Hormon, das auch im Schwangerschaftstest nachgewiesen wird. Gerade zu Beginn einer Schwangerschaft kommt es zu großen Schwankungen im Hormonspiegel der werdenden Mutter. Bis sich der Körper daran gewöhnt hat, kann es zu Übelkeit und Erbrechen kommen.

ubekeit Die HCG-Ausschüttung erhöht den Säuregehalt im Magen und verlangsamt das Verdauungssystem: Diese körperliche Umstellung ist für die meisten Übelkeits- und Brechanfälle verantwortlich. Als weitere Ursachen für die Morgenübelkeit werden außerdem Vitamin B- und Zinkmangel, Blutzuckerschwankungen, Stress und Überbelastung diskutiert.

Ein paar Tipps, um Übelkeit in der Schwangerschaft zu vermeiden
Natürlich gibt es kein Wunderheilmittel gegen Morgenübelkeit. Die wichtigste Regel lautet: Der Magen sollte nicht zu leer und nicht zu voll sein. Daher wird dazu geraten, bei jeder Mahlzeit bevorzugt 'langsame' Kohlenhydrate (Brot, Reis, Nudeln, Kartoffeln) aufzunehmen.

Unsere Großmütter kannten gegen Übelkeit in der Schwangerschaft noch ein altbewährtes Hausmittel: Zitrusfrüchte (zum Beispiel Zitronensaft). Aber Achtung, säurehaltige Lebensmittel lösen bei manchen Frauen die Morgenübelkeit erst recht aus!

Wichtig:
Falls Sie häufig Schwindelanfälle und extrem trockene Lippen haben, oder die Übelkeit auch nach der 16. Schwangerschaftswoche anhält, sollten Sie Ihren Arzt oder Ihre Hebamme konsultieren.

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