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Entwicklung Baby: 1. Woche, 1. Monat

Die Zeit nach der Geburt

Nach einer natürlichen Geburt oder einem Kaiserschnitt sind Sie verständlicherweise etwas erschöpft.

Eine Möglichkeit, um sich schnell wieder zu erholen besteht darin, in der Klinik nur wenige Besuche zu empfangen und viel zu schlafen.

Genießen Sie den Klinikaufenthalt und schlagen Sie Ihren Freunden vor, Sie erst in ein paar Tagen zu Hause zu besuchen.

Stillen
Auch zum Stillen brauchen Sie viel Ruhe und Entspannung. Stillen ist der Flaschennahrung vorzuziehen, da Muttermilch exakt an die Bedürfnisse des Säuglings angepasst ist.

Durch das Stillen treten beim Säugling weniger Allergien auf. Zudem wird die emotionale Beziehung zwischen Mutter und Kind gefördert.

Falls Sie stillen möchten, lassen Sie sich auf jeden Fall zeigen, wie man das Baby richtig an die Brust anlegt.
 
Die Hebammen oder Kinderkrankenschwestern in der Entbindungsstation können Ihnen dabei helfen und Ihnen wertvolle Tipps geben.

Das Neugeborene versucht bereits in den ersten Stunden seines Lebens nach Ihrer Brust zu suchen: Es dreht das Köpfchen, wenn Sie ihm über die Wange streichen (der sogenannte Suchreflex).

Es ist wichtig, dass Sie Ihr Baby bei der Nahrungs-suche unterstützen, indem Sie eine bequeme Stillposition einnehmen und ihm die ganze Brustwarze in den Mund schieben. So vermeiden Sie auch Schmerzen und Risse.

Ein Stillkissen ist hilfreich, um das Baby eng am Körper zu halten, ohne mit dem Arm das ganze Gewicht halten zu müssen. Achten Sie auch darauf, dass die Nasenatmung des Babys nicht behindert wird.

Abwechselnd wird mit der rechten oder linken Seite begonnen, da die erste Brust meistens vollständig geleert wird. Legen Sie das Kind vor allem in den ersten Wochen so oft an, wie es danach verlangt (anfangs acht- bis zehnmal täglich).

Am Anfang ernähren Sie Ihr Kind mit der so genannten Vormilch (Kolostrum): einer dickflüssigen, gelben Substanz, die sehr viele lebenswichtige Nährstoffe, Eiweißstoffe, Fette, Vitamine und Antikörper enthält.

Selbst wenn Sie nicht stillen möchten, sollten Sie zumindest versuchen, Ihrem Baby das Kolostrum zu geben, da es in konzentrierter Form alle  Nährstoffe und Antikörper enthält, die ein Neugeborenes braucht.

Nach 2-3 Tagen findet der Milcheinschuss statt und das Kolostrum wird durch die Muttermilch ersetzt.

Die Milchmenge richtet sich nach der Nachfrage: Je mehr gesaugt wird, desto mehr wird produziert. Daher sollte jegliche Zufütterung (Wasser, Milch, Tee, Flaschenmilch) vermieden werden.

Durch das Stillen und damit verbundene Ausschüttungen des Hormons Oxytozin wird auch die Rückbildung der Gebärmutter gefördert.

Dieses Hormon wird in der Hirnanhangsdrüse oder Hypophyse produziert und aktiviert neben der Gebärmutterkontraktion auch den Milchfluss.
 
Die Nachwehen sind bei Erstgebärenden selten schmerzhaft und auf wenige Tage nach der Geburt beschränkt.

Bei Mehrgebärenden muss die Gebärmutter durch die frühere "Vordehnung" der Muskulatur mehr Kraft aufwenden, um sich in ihre ursprüngliche Form zurückzubilden.

Daher sind die Nachwehen bei diesen Frauen oft von menstruationsartigen Schmerzen begleitet, die aber von Tag zu Tag weniger werden.

Holen Sie sich rechtzeitig Rat, falls die Krämpfe zu stark sind oder falls Sie mit anderen Stillproblemen konfrontiert sind.

Auch wenn das Baby einen angeborenen Saugreflex hat: Stillen will gelernt sein. Fast alle Schwierigkeiten können überwunden werden!



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