Der Baby-Blues
Die Ankunft eines Babys löst allerorts große Freude aus.
Familie und Freunde gratulieren und freuen sich mit Ihnen über Ihr neues Glück!
Doch seit einigen Tagen fühlen Sie sich zunehmend erschöpfter und unwohl in Ihrer Haut …
Mit diesen Symptomen des so genannten „Babyblues“ oder den „Heultagen“ haben 80 Prozent der Mütter nach der Geburt zu kämpfen!
Meistens am vierten Tag nach der Geburt. Gönnen Sie sich in dieser Phase des Elternseins viel Ruhe und Entspannung.
Ihr Körper benötigt jetzt Zeit, sich von der anstrengenden Geburt zu erholen und Ihren Hormonhaushalt wieder zu stabilisieren. Auch die körperliche Trennung von Ihrem Kind, das neun Monate in Ihrem Bauch herangewachsen ist, sollten Sie nicht auf die leichte Schulter nehmen.
Lassen Sie sich durch die mitunter starken Stimmungsschwankungen und Ängste nicht verunsichern und erleichtern Sie sich Ihren Alltag, wo es geht. Dabei können folgende Tipps hilfreich sein:
- Akzeptieren Sie Ihre Situation so, wie sie ist und bauen Sie keine unnötigen Schuldgefühle auf.
- Bleiben Sie mit Ihren Sorgen nicht alleine und sprechen Sie mit anderen Frauen darüber, die dasselbe durchgemacht haben (im Freundeskreis, in Internetforen oder Stillgruppen …)
- Ermuntern Sie den Papa, sich auch um das Baby zu kümmern und loben Sie ihn dafür: Mit einer positiven Reaktion steigern Sie seine Einsatzbereitschaft. Wenn Sie ihn dagegen ständig kritisieren, zieht er sich vor Ihnen und dem Baby zurück.
Bitten Sie ihn, abwechselnd den Nachtdienst zu übernehmen, damit Sie wieder durchschlafen können (geht nur, wenn sie nicht stillen).
Wenn Ihnen die Versorgung Ihres Kindes und der Alltag über den Kopf wachsen, nehmen Sie sich eine kleine Auszeit und geben Sie Ihr Kind in die Obhut der Großeltern oder einer Tagesmutter.
- Lassen Sie sich bekochen oder ernähren Sie sich mit Tiefkühlkost (es gibt mittlerweile sogar tiefgefrorenes Bio-Gemüse – Fertigfood muss also nicht ungesund sein). Stellen Sie sich bloß nicht stundenlang in die Küche!
- Passen Sie sich an den Rhythmus Ihres Babys an: Machen Sie gleichzeitig ein kleines Nickerchen, um wieder Energie zu tanken.
- Verteilen Sie die Hausarbeiten: Ihr Partner, Ihre Eltern, Freunde oder eine Haushaltshilfe können Ihnen viel abnehmen. Selbst wenn zu Hause etwas Chaos herrscht: Davon geht die Welt nicht unter!
- Gehen Sie regelmäßig nach draußen. Ein Spaziergang mit Ihrem Baby hilft Ihnen dabei, auf andere Gedanken zu kommen und ihr Baby braucht die frische Luft.
- Ihr Baby schläft viel. Ihre Mutter oder eine Person aus Ihrem Umfeld kann währenddessen auf Ihr Baby aufpassen, damit Sie zumindest eine Stunde für sich Zeit haben und sich den Kopf frei machen können.
- Diese Idee stammt von einer Hebamme: Lassen Sie sich wie die englischen Mütter zur Geburt nicht nur Geschenke, sondern auch "Entlastungs-Gutscheine" schenken.
Ein Gutschein zum Abwaschen, zum Einkaufen, zum Wickeln, zum Bügeln …