Die Babytrage
Mit fast einem Monat ist Ihr Baby groß genug, mit Ihnen lange Spaziergänge zu unternehmen.
Das ist der richtige Moment, um sich mit einer Babytrage vertraut zu machen.
Es gibt vier unterschiedliche Tragesysteme:
- der Tragerucksack für den Rücken (nicht vor 6 Monaten geeignet)
- die Bauchtrage (z.B. Glückskäfer oder Babybjörn)
- das Tragetuch zum Selbstbinden.
- eine quer umhängbare Trageschlaufe, die über die Schulter getragen wird und sich auch zum Stillen eignet (z.B. Huggababy.)
Die Bauchtrage
In der Bauchtrage nimmt das Neugeborene wieder seine fötale Haltung ein und wird auf sanfte Weise mit der Außenwelt vertraut gemacht. In den ersten Lebenswochen ist die Bauchtrage daher die beste Tragetechnik.
Es ist wichtig, den Kopf zu stützen und das Baby eng am Körper zu positionieren, damit es einen guten Halt hat. Die Bauchtrage ist im Prinzip ab der Geburt bis zu einem Gewicht von durchschnittlich 10 Kilo geeignet.
Das Baby befindet sich in aufrechter bzw. leicht sitzender Position und wird an der Wirbelsäule, am Nacken und am Kopf gestützt.
In den ersten Lebenswochen sollte das Neugeborene mit dem Gesicht zur Mutter getragen werden. Später, wenn es den Kopf halten kann, eignet sich auch die Känguru-Position: Das Kind schaut nach vorne und entdeckt seine neue Umwelt.
Die Tragegurte kreuzen sich im Rücken und sind höhenverstellbar, um eine optimal Gewichtsverteilung zu gewährleisten.
Die Einstellungen lassen sich ebenfalls an die Körpergröße des Papas anpassen.
Da der Säugling seinen Kopf in den ersten Lebenswochen noch nicht selbstständig halten kann, müssen die Tragegurte gut festgezogen werden, damit das Baby nicht hin- und herschwankt.
Das Tragetuch
Ein Schal oder ein verknotetes Tuch ist in vielen Kulturen eine sehr alte Methode, um das Baby eng am Körper zu tragen.
Es gibt je nach Alter des Kindes verschiedene Möglichkeiten, das Tuch zu verknoten (gute Tücher gibt es z.B. von Didymos).
Wenn Sie ein Babytragetuch kaufen, werden die unterschiedlichen Binde-Techniken in einer Anleitung erklärt. Falls Sie sich nicht sicher sind und Angst haben, dass der Knoten nicht hält, können Sie sich in einem Kurs oder in einer Stillgruppe die richtige Tragetechnik zeigen lassen.
Das Tuch ist die natürlichste und anpassungs- fähigste Tragemöglichkeit, denn es entsteht ein enger Körperkontakt zwischen Mutter und Kind und das Baby kann je nach Alter und Gewicht am Bauch, an den Hüften oder am Rücken festgebunden werden.
Vorsicht: Im Gegensatz zu einer Babytrage ist ein Tuch meist nicht auf Sicherheitsaspekte geprüft. Alles hängt davon ab, wie Sie sich selbst vertrauen und wie gut Sie mit der Wickeltechnik zurecht kommen.
Die Trageschlaufe (auch Ring Sling genannt) wird über die Schulter gehängt und quer vor dem Körper getragen. Das Kind liegt in der Stoffschlaufe, meist mit dem Kopf auf Brusthöhe und kann so gleichzeitig diskret gestillt werden.
Anders als bei einem Tragetuch ist keine Bindetechnik notwendig, da die Schlaufe einfach nur an den fest angebrachten Metallringen festgezogen wird.