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Tabak- und Alkoholkonsum

Sie wissen noch nicht, dass Sie schwanger sind. Jetzt ist die richtige Gelegenheit gekommen, um sich gute Gewohnheiten zuzulegen. Wenn es nicht ohnehin schon der Fall ist: Verzichten Sie auf Tabak und Alkohol.

Rauchen: Hören Sie jetzt auf!
Es ist nie zu spät, sich das Rauchen abzugewöhnen, selbst wenn Sie bereits schwanger sind. Wenn die Abhängigkeit zu stark ist, können Sie die professionelle Hilfe eines Facharztes in Anspruch nehmen, der auf Tabakentwöhnung spezialisiert ist. 

Als Schwangere können Sie ebenfalls Substitutionsprodukte (z.B. einen Patch) verwenden. Dieser Tabakersatz ist immer noch unschädlicher als eine Zigarette, die außer Nikotin auch noch viele weitere Giftstoffe enthält.
 
Die Risiken:
Der Aufwand lohnt sich, denn Tabakkonsum erhöht das Risiko einer Fehlgeburt um 20%, das Risiko einer extra-uterinen Schwangerschaft um das 1,5-Fache bei einem Konsum von 10 Zigaretten pro Tag (bei 20 Zigaretten um das 3-Fache und bei 30 Zigaretten pro Tag um das 5-Fache). Das Risiko einer Frühgeburt ist doppelt so hoch.
 
Außerdem durchdringen Nikotin und Kohlenstoffmonoxid den Schutzfilter des Mutterkuchens und ersetzen den Blutsauerstoff, der für die Entwicklung des Babys lebenswichtig ist. Dadurch vermehrt sich das Risiko von intra-uterinen Missbildungen und Entwicklungsrückständen, besonders im ersten Schwangerschaftsdrittel.
 
Wichtig: Ein Mann, der während der Schwangerschaft seiner Partnerin weiter raucht, kann die Gesundheit des ungeborenen Kindes durch passiven Tabakkonsum schädigen. Wenn ein Baby unterwegs ist, ergibt sich ein wunderschöner Anlass, um sich gegenseitig zu motivieren, den harten Kampf gegen die Zigarette durchzuhalten.
 
Alkohol: Ihr Kind verträgt nichts!
Es ist völlig egal, ob eine Frau viel oder wenig Alkohol verträgt. Ein Baby verträgt nichts und zwar zu keinem Zeitpunkt der Schwangerschaft. Alkohohl ist eine der wichtigsten Ursachen für kogenitale Fehlbildungen. Je früher der Alkoholkonsum in der Schwangerschaft stattfindet, desto höher ist das Risiko, dass der Fötus eine kogenitale Krankheit ausbildet oder eine Alkoholvergiftung erleidet.
 
Die Risiken:
Es stimmt nicht, wie häufig angenommen wird, dass der Mutterkuchen das Baby vor Alkohol und anderen Giftstoffen schützt. Die Ethanolkonzentration im Fruchtwasser ist mit dem Alkoholgehalt im mütterlichen Blut vergleichbar oder sogar höher, denn die Leber des Babys ist noch nicht vollständig ausgebildet und kann den Alkohol daher noch nicht richtig abbauen.

Alkohol erhöht das Risiko, ein Kind vorzeitig oder mit einem zu niedrigen Geburtsgewicht zu gebären, bzw. eine Fehlgeburt zu erleiden.
 
Die schlimmste Auswirkung des Alkoholkonsums während der Schwangerschaft ist das fetale Alkoholsyndrom (FAS): Ein Baby, das an FAS erkrankt ist, weist Wachstumsverzögerungen, Gesichtsmissbildungen, Schädel- und Gehirndeformationen (Lippen- und Kieferanomalien, Kleinköpfigkeit), häufigeres Auftreten von Herzfehlern und Abweichungen der Harnwege auf. Von einem schweren geistigen und psychomotorischen Rückstand ganz zu Schweigen.
 
Wichtig: Es wird dazu geraten, während der gesamten Schwangerschaft ganz auf Alkohol zu verzichten. Wenn Sie ausnahmsweise einen Schluck Sekt trinken, besteht allerdings kein Anlass zur Sorge.



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