Verstopfung (Obstipation)

Während der Schwangerschaft kann es häufig zu Verstopfungen kommen, da die Muskelfasern unter dem Einfluss der Hormone, besonders durch das Gelbkörperhormon Progesteron, erschlaffen.
Das bedeutet im Klartext: Der Verdauungstransit wird verlangsamt und der Darm hat weniger Spannkraft. Je weiter die Schwangerschaft fortgeschritten ist, desto mehr wird die Verdauung außerdem durch das Volumen der Gebärmutter beeinträchtigt.
Vorbeugende Tipps:
- Trinken Sie jeden Tag eine große Flasche Wasser. Magnesiumreiches Mineralwasser sind besonders empfehlenswert, da es den Transit beschleunigt.
- Gehen Sie täglich eine halbe Stunde zu Fuß und verzehren Sie zunehmend Ballaststoffe (Pflaumen, Feigen, grünes Gemüse…), selbst wenn der Darm dadurch ein wenig gereizt werden könnte.
- Ebenfalls hilfreich: Glyzerinzäpfchen (hierfür gibt es in der Schwangerschaft keine bekannten Gegenanzeigen)
- Üben Sie regelmäßig eine körperliche Betätigung aus (natürlich nur, wenn kein medizinisches Sportverbot erteilt wurde).
Hämorrhoiden
Vorsicht: Die Obstipation kann die Ausbildung von (sehr schmerzhaften!) Hämorrhoiden mit sich bringen. Das Hämorrhoidenwachstum dauert meistens 5-6 Tage.
Gehen Sie zum Arzt, damit er Ihnen eine geeignete Salbe oder Zäpfchen verschreibt. Falls die Schmerzen trotz der Behandlung anhalten, sollten Sie Ihren Arzt auf jeden Fall noch einmal aufsuchen, um eine andere Lösung zu finden.
Ein kleiner Trost: Diese Unannehmlichkeiten verschwinden nach der Geburt Ihres Babys bereits nach wenigen Monaten.