Erektionsproblem: Interview mit den Experten - Erektionsprobleme: Wie gehe ich mit meinem Erektionsproblem um

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Erektionsproblem: Interview mit den Experten

   

Interview mit Dr. Catherine Solano, Ärztin und Sexualtherapeutin

Dr. Catherine Solano - Erektionsproblem: Interview mit den Experten
Dr. Catherine Solano
Gibt es DEN typischen Mann mit Erektionsstörung?
Nein, es gibt da keinen Prototypen. Das kann einem jungen Mann passieren, oder auch einem Mann mit Prostataproblemen, der Medikamente nimmt, oder auch einfach einem Mann, der lange keinen Sex hatte. Jeder Mann hatte einmal ein Erektionsproblem oder wird irgendwann einmal eines haben.

Wie reagiert man am besten bei einem Erektionsproblem?
Bei einer Erektionspanne (oder auch danach) ist es wichtig, die Ursache zu finden: Was ist passiert? Diese Impotenz kann einen psychologischen Ursprung haben oder auch nicht...

Ab wann muss man sich Sorgen machen?
Wenn das Erektionsproblem länger als drei bis vier Monate fortbesteht, sollte man sich Gedanken machen. Es ist nicht normal, dass dieses Problem chronisch auftritt. Wenn ein Mann länger keine morgendliche oder nächtliche Erektion hat, sollte er einen Arzt aufsuchen. Das kann auf ein gesundheitliches Problem zurückzuführen sein (z.B. auf Herz-Kreislauf-Probleme).

Wie reagieren Männer auf ein Erektionsproblem?
Die Reaktion kann ganz unterschiedlich ausfallen. Manche Männer reagieren recht stoisch, andere werden regelrecht depressiv. Männer, die erst im fortgeschrittenen Alter unter einer Erektionsstörung leiden, verstehen nicht, warum das ausgerechnet jetzt passiert, während Männer, die in jüngeren Jahren schon einmal Erektionsprobleme hatten, besser damit umgehen können.


Interview mit Dr. Nicolas Evrard, Allgemeinmediziner

Dr. Nicolas Evrard
Dr. Nicolas Evrard
Dr. Evrard, was raten Sie einem Paar, das zum ersten Mal mit einem Erektionsproblem konfrontiert ist? 
Das Paar sollte versuchen, die Ursache des Problems zu verstehen. Zum Beispiel wird ein Mann, der dauernd gestresst ist, eher Sexpannen erleben. Man muss die Situation entdramatisieren. Es gibt Frrauen, die denken, nicht mehr begehrenswert zu sein. Dabei hat das Erektionsproblem überhaupt nichts mit ihnen zu tun. Wenn ein Mann seine Partnerin nicht begehrt, gibt er sich gar nicht erst die Mühe, zu versuchen, Sex mit ihr zu haben.

Kommunikation ist sehr wichtig bei Sexproblemen. Was empfehlen Sie einem Mann, der mit seiner Partnerin sprechen will?
Er sollte so offen wie möglich mit seiner Partnerin sprechen. Wenn sich die Partner nahe stehen, sollte das nicht allzu kompliziert sein. Es ist wichtig, sich klar zu machen, dass diese Situation bestimmt auch die Partnerin nicht befriedigt. Sie wird dankbar sein, wenn er das Thema direkt anspricht. Wenn die Beziehung nicht harmonisch ist und man spürt, dass sie sich bei diesem Gespräch noch verschlechtern könnte, sollte man am besten professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen: Ein Arzt oder Paartherapeut kann helfen.

Wem fällt es Ihrer Meinung nach leichter, über das Thema zu sprechen: dem Mann oder der Frau? Und warum?
Der Frau, ohne Zweifel. Frauen fällt es generell leichter, pragmatisch über sexuelle Probleme zu sprechen. Dem in seiner Männlichkeit verletzten Mann fällt es mitunter sehr schwer, sich selbst - und seiner Partnerin gegenüber - einzugestehen, dass er unter einem Erektionsproblem leidet.



Lesen Sie außerdem auf gofeminin.de: 
   > Impotenz und Viagra: Das müssen Sie wissen!
   > Sexuelle Probleme: Eine Belastung für Psyche & Beziehung
   > Vorzeitiger Samenerguss: Immer noch ein Tabuthema




  
 

Veröffentlicht von der Liebe-Redaktion
am 09/06/2011
Die Lesernote:5/5 
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