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Erotic-Life-Balance – Casual Dating aus psychologischer Sicht
Ein Lächeln hier, eine kleine Aufmerksamkeit dort - der Flirt ist ein Kompliment, das jeder gerne erhält und macht. Denn beim Flirten werden Glückshormone ausgeschüttet und deshalb genießen auch liierte Menschen den kleinen Moment, unabhängig davon, ob sie in ihrer Beziehung zufrieden oder unzufrieden sind.
Um sein Gegenüber besser einzuschätzen und kennenzulernen, eignen sich zwanglose Verabredungen, zum Beispiel über das sogenannte "Casual Dating". Dabei verlagert sich das traditionelle Umfeld für die Kontaktaufnahme von Bars und Diskotheken ins Internet. So suchen laut Nielsen-Studie 7,5 Millionen Deutsche im Internet regelmäßig unkompliziert und anonym nach spontanen Bekanntschaften. Dieser Trend ersetzt in einer veränderten Umwelt überholte Kennenlern-Traditionen.
Besonders in schwierigen Zeiten besinnen sich die Menschen auf die wichtigen Dinge im Leben. Dazu gehören auch zwischenmenschliche Beziehungen - einen anderen Menschen, mit dem man Zärtlichkeiten, Wünsche und Sorgen teilen kann. Das Internet macht es dabei einfacher, gezielt Menschen mit gleichen Interessen und Vorlieben zu treffen. Hier wird sich ohne Druck verabredet, und erst danach entscheidet sich, ob aus einem Date mehr wird.
Regelmäßige Verabredungen und Flirts sind für eine gesunde Erotic-Life-Balance ungemein wichtig. So haben Forscher herausgefunden, dass ein Mangel an Sex und Zärtlichkeit die Seele belasten kann. Aufgrund eines unbefriedigenden Sexlebens stürzen sich Betroffene oft in ihre Arbeit, um Frust zu vergessen. Auf lange Sicht führt ein solches Verhalten in eine Sackgasse. Zu viele Aufgaben und fehlende Zeit für die schönen Dinge im Leben wirken sich negativ auf die Zufriedenheit aus.
Da Menschen ihre Bankgeschäfte online erledigen, das neue Auto vom Schreibtisch aus kaufen und ihre Jobs per Internet suchen, ist diese Plattform ein guter Ort, um auch bei der Suche nach einem geeigneten Partner fündig zu werden. Laut ARD/ZDF-Onlinestudie nutzen knapp 70 Prozent der Deutschen wenigstens gelegentlich das Internet, in Zahlen sind das 49 Millionen Menschen. 76 Prozent der deutschen Onliner surfen dabei täglich im Netz. Offline fühlen sich dagegen viele Menschen vom gesellschaftlichen Leben ausgeschlossen. Mithilfe der vielen (seriösen!) Online-Vermittlungsagenturen finden aber auch diese Menschen den richtigen Partner, um gemeinsam ihr Kopfkino zu leben.
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