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Spaß an körperlicher Liebe oder krankhafte Qual Sexsucht | |||||||||
Doch ist die Sexsucht wirklich harmlos? Wo beginnt Sexsucht und wie gefährlich kann sie werden? Was ist Sexsucht eigentlich? Sexsucht gehört zu den sogenannten nicht stoffgebundenen Süchten, wie auch die Spielsucht oder Kaufsucht. Sexsucht tritt laut Schätzungen bei etwa 1-3% der Erwachsenen auf und äußert sich in exzessivem sexuellen Verhalten mit sich selbst und anderen. Ein gesteigertes sexuelles Verlangen allein muss noch keine Sexsucht bedeuten. Erst, wenn der Betroffene unter seiner Sexualität leidet und Suchtmerkmale wie Realitätsverlust und gestörtes Sozialverhalten auftreten, wird von einer Sucht gesprochen. Oft besteht im Zusammenhang mit Sexsucht eine Doppelsucht, zum Beispiel mit Alkohol oder Drogen.
Sexsucht kann das Leben eines Menschen zerstören, denn der Sexsüchtige ist nicht mehr in der Lage, sein Leben so zu kontrollieren, wie er es möchte. Sexuelle Themen werden in seinem Alltag immer wichtiger, und auch wenn er dadurch lieb gewonnene Menschen oder Interessen verliert, kann er damit nicht aufhören. So können Partner, Beruf oder Freundschaften der Sexsucht zum Opfer fallen.
Was kann man gegen Sexsucht tun? Um eine Sexsucht behandeln zu können, müssen zunächst die Ursachen erkannt werden. Viele Betroffene verfallen aus einer Einsamkeit heraus in die Krankheit, sie versuchen, fehlende Zuwendung und Nähe durch körperliche Liebe auszugleichen. Wurde das Thema Sexualität in der Kindheit tabuisiert, kann auch der Reiz des Verbotenen die Neigung zur Sexsucht verstärken. Auch Missbrauch in der Kindheit kann später zu Sexsucht führen. Der erste Schritt ist die Erkenntnis der Sexsucht. In einer Selbsthilfegruppe kann versucht werden, sich dem Thema mithilfe anderer Betroffener zu nähern. Je nach Intensität der Krankheit werden weitere Maßnahmen und Therapien herangezogen.
Es geht darum, eine gesunde Beziehung zu sich selbst aufzubauen, um dann wieder Beziehungen zu anderen eingehen zu können. Gefühle müssen neu erlernt werden. Selbsthilfegruppen bei Sexsucht Für Betroffene: SLAA, Anonyme Sex- und Liebessüchtige www.slaa.de Für Angehörige: S-Anon Kontaktstelle Deutschland Postfach 110545 28085 Bremen Telefon: 0175-6840010 http://www.sanon.org/german/ge-default.htm | |||||||||
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Inhaltsverzeichnis Sexsucht – wo beginnt die Krankheit?
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