Astrid Benöhr im Exklusiv-Interview

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Astrid Benöhr im Exklusiv-Interview

  

Astrid Benöhr stellte mehrere Ironman-Rekorde auf. © Edition Steffan - Astrid Benöhr im Exklusiv-Interview
Astrid Benöhr stellte mehrere Ironman-Rekorde auf. © Edition Steffan
Astrid Benöhr hat ein Trinkproblem. Und zwar ein ganz gewaltiges. Ein dreiviertel Liter pro Stunde muss es sein. Bei 74 Stunden sind das über 55,5 Liter Flüssigkeit. "Meine Rekorde habe ich mit Saufen aufgestellt", sagt sie. Wasser und isotonische Getränke meint sie natürlich. Denn die sind unbedingt nötig bei einem Wettkampf über eine fünffache Ironman-Strecke wie die, die Astrid Benöhr 1997 in der Nähe von Köln bestreitet. Sie legt einen 'Absoluten Rekord' hin und unterbietet die Männerbestzeit um zwei Stunden.

1980: Auslöser für die steile Sportkarriere der zierlichen Blonden aus Bergisch Gladbach ist Professor Uhlenbruck, ihr damaliger Chef am Immunbiologischen Institut der Uni Köln während ihrer Ausbildung zur Biologisch-technischen Assistentin. Er empfiehlt der damals 23-Jährigen, sich mit Laufen das Rauchen abzutrainieren. Das löst bei Astrid Benöhr eine Kettenreaktion aus, denn: „Laufen bringt den Kick“. Das Triathlon-Fieber infiziert sie. „Ich habe gleich ein Befreiungsgefühl gespürt.“ Ihr Ehrgeiz und ihre Abenteuerlust sind geweckt. Sie schwimmt, radelt und läuft in Australien, Kanada und Südafrika.

Aber die „Wettkämpfe in Grenoble waren besonders spannend“, sagt Benöhr. Nicht zu vergessen die Weltrekorde. Und da gehen einige auf das Konto der 166 Zentimeter großen und 50 Kilo leichten Spitzensportlerin. Sie hält die Weltrekorde über die 2-fach, 3-fach, 4-fach und 5-fach Ironman-Distanzen. Menschen jubeln ihr beim Schritt über die Zielgerade zu. Und trotzdem möchte Benöhr nicht als „Superfrau“ dastehen. Sie weiß, „man sollte sich nicht zu sehr vom Applaus der Umwelt abhängig machen.“ Das hat sie nie getan, denn sie kennt die Gefahr beim Sport. Zwischen Sieg und Niederlage liegt häufig nicht viel.

Sportliche Rückschläge kompensiert Astrid Benöhr mit noch mehr sportlichem Ehrgeiz. Da heißt es einfach: wieder aufs Fahrrad und strampeln. Der frische Wind im Gesicht hilft. Aber die Regenerationszeiten ihres Körpers nimmt sie natürlich ernst. Sie achtet auf ihre Körpersignale und weiß, wann ihre Muskeln Erholung, Vitamine oder eine Massage brauchen.


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sf

 
  

Veröffentlicht von Sabrina Frangos
am 12/01/2012
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