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Ballett

Wer an Ballett denkt, der sieht vor seinem inneren Auge schwebende Grazien.  - Ballett
Wer an Ballett denkt, der sieht vor seinem inneren Auge schwebende Grazien.
Wer an Ballett denkt, der sieht vor seinem inneren Auge schwebende elfenhafte Grazien. Mädchen mit unglaublich aufrechter und eleganter Körperhaltung statt der ewigen Hängeschultern und dem schlürfende Gang.

Ein Traum, aber leider zu spät, denken Sie? Da hätte man spätestens im zarten Alter von acht Jahren zur Ballettschule gehen müssen? Das muss nicht sein.

Natürlich ist es für eine Bühnenkarriere als Ballerina schlappe zwanzig Jahre zu spät, wenn man mit zarten 28 darüber nachdenkt, sein Debüt an der Ballettstange zu geben. Aber Ballett ist auch in diesem Alter eine perfekte Körperschule und schon schnell wird sich eine elegantere Körperhaltung und ein besseres Körpergefühl einstellen. Doch vor den Erfolg hat Gott das Training gesetzt - und so ein Ballett-Training ist nicht ohne.

An der Ballett-Stange: Das  Training

Ballett fordert ein langes und ausdauerndes Training.
Ballett fordert ein langes und ausdauerndes Training.
Blutiger Anfänger, Fortgeschrittener, moderner Tänzer oder Ehemalige, die zehn Jahre keine Ballett-Stange mehr aus der Nähe gesehen hat? In einer guten Tanz- bzw. Ballettschule gibt es verschiedene Ballettklassen für jede Leistungsstufe. Am besten einfach den tänzerischen Lebenslauf schildern und sich beraten lassen oder einfach eine Probestunde machen. Dann klärt sich meist schnell, ob die Leistungsstufe passt oder nicht.

Wichtig: Darauf achten, dass gut ausgebildete Pädagogen den Ballett-Unterricht machen. Sie achten darauf, dass das Training den jeweiligen körperlichen Voraussetzungen entspricht und niemand überfordert wird.
Am Anfang gilt in jedem Fall: Nicht verzagen! Ballett fordert ein langes und ausdauerndes Training. Viele Übungen mögen unbekannt sein, und dazu noch unverständliche französische Namen, wie pas de bourrée, balancé und pas de chat haben - aber genau um das zu lernen ist das Training ja da.

Tütü oder Shorts? Die Kleidung
In vielen Ballett-Klassen wird ein bestimmtes Trikot in einer bestimmten Farbe pro Leistungsklasse vorgegeben.
In vielen Ballett-Klassen wird ein bestimmtes Trikot in einer bestimmten Farbe pro Leistungsklasse vorgegeben.
 beim Ballett

Keine Sorge: Um Ballett zu tanzen, muss niemand ein Tütü anziehen, kein Rosa, Pink oder diese niedlichen Trainingsanzüge mit den Rüschen auf der Taille, die wir von den kleinen Ballett-Elevinnen kennen. Auch keine rosa Schläppchen mit Schleife sind von Nöten. Zwar gibt es einen dresscode in jeder Ballettschule. So wird beim Ballett in den Kindergruppen und den Klassen der Jugendlichen ein bestimmtes Trikot in einer bestimmten Farbe pro Leistungsklasse vorgegeben.

Bei den Unterrichtsklassen der Erwachsenen wird das meist lockerer gesehen: Hier ist meist nur Voraussetzung, dass enganliegende Kleidung, sprich ein Trikot mit einer Ballettstrumpfhose getragen wird. Dazu Ballettschläppchen. Die Farben sind dabei meist frei wählbar. In manchen Studios gibt es auch gar keine Vorschriften, was die Kleidung betrifft. Dann kann sich nach Lust und Laune gestylt werden mit Stulpen à la Flashdance, einem flatternden Wickelrock einer Ballerina oder bequemen Tanzshorts.

Wichtig sind beim Ballett auch die Haare: Sie sollten nicht im Gesicht rumhängen, sondern praktisch nach hinten hochgesteckt werden. Auch Schmuck hat nichts in einem Ballettsaal zu suchen. Ein gewisser Hang zur Disziplin gehört halt einfach zum Ballett.

Eleganz und Kraft: Der Körper

Als Ballett-Debütant sollte sich niemand eine Bolschoi-Ballerina als Vorbild nehmen.
Als Ballett-Debütant sollte sich niemand eine Bolschoi-Ballerina als Vorbild nehmen.
Ballett sorgt nicht nur dafür, dass wir aufrechter und eleganter durchs Leben gehen, sondern hat auch einen positiven Einfluss auf die körperliche Gesundheit. Das Training stärkt die gesamte Rumpfmuskulatur und schult die Koordination. Die Kombination aus Stangentraining, klassischer Musik und Choreographien durch den Raum wirkt wie ein kleines Allround-Workout für Körper und Seele.
Wer körperliche Beeinträchtigungen hat, sollte sich vorher allerdings mit seinem Arzt absprechen, inwieweit das Ballett-Training hier schaden könnte. Grundsätzlich sind keine Schäden zu erwarten, solange ein verantwortungsvoller Ballett-Pädagoge das Training leitet. Er wird das Training den individuellen Anforderungen seiner Schüler anpassen.

Viele Übungen vor allem im klassischen russischen Ballett sind so ausgerichtet, dass sie wenig Rücksicht auf die individuelle Anatomie eines Tänzers nehmen. Wer keine perfekten körperlichen Voraussetzung, wie zum Beispiel ein „Auswärts“ in der Hüfte von 180 Grad hat und somit seine Füße nicht in der ersten Position perfekt in eine Linie bringen kann, passt schon nicht mehr in das Muster der Primaballerina. Für ein Amateurtraining ist das jedoch nicht weiter schmerzlich. Als Ballettdebütant sollte sich niemand eine Bolschoi-Ballerina als Vorbild nehmen, sondern realistisch bleiben und einfach Freude am Tanzen haben.

Ballett ist gut für die Seele, entspannt und schafft ein gutes Körpergefühl. Und das ist doch schon Grund genug, sich mit Begeisterung ein wenig an der Ballettstange zu quälen.




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Veröffentlicht von
am 05/12/2009
Die Lesernote:5/5 
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