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Selbstverteidigung: Die Tipps der Expertin

  

© Getty Images - Selbstverteidigung: Die Tipps der Expertin
© Getty Images
Es ist dunkel, ich gehe allein nach Hause, hinter mir höre ich Schritte, die immer näher kommen - das ist mein Albtraum. Und sicherlich auch der vieler anderer Frauen. Um Frauen (aber auch Männern) mehr Sicherheit zu geben und zu zeigen, wie man sich in einer Notsituation wehren kann, gibt es Selbstverteidigungskurse.

Doch was genau lernt man eigentlich in so einem Kurs? Ich habe Iris Meisenbacher, Inhaberin und Trainerin des 'BEKuG Ausbildungs- und Trainingsinstitut' in Köln besucht und an einer Trainingsstunde teilgenommen.

Wichtig sind Körperspannung und ein gutes Körpergefühl
'BEKuG' - das steht für 'Bewegungsschule für ganzheitliche Entwicklung von Körper und Geist'. Gelernt wird hier Selbstverteidigung, deren Grundlagen Iris Meisenbacher aus der Kampfkunstart 'Wing Tsun' entnommen hat. "Wing Tsun ist ein System, bei dem nicht die Kraft die übergeordnete Rolle spielt, sondern die Körperspannung und das Körpergefühl. Deshalb ist es für Frauen optimal", erklärt Meisenbacher.

Dass an ihren Kursen in der Regel 80 Prozent Männer teilnehmen, finde ich dann doch sehr überraschend. Einen möglichen Grund dafür sieht die Expertin darin, dass Frauen bei Kampfkunst- und Kampfsportarten oft vorsichtiger sind und sich in der Regel mit diesen Sportarten nicht identifizieren können. Auch das realitätsnahe Training wirke eher abschreckend.

"Auf die Realitätsnähe können wir jedoch nicht verzichten. Die Leute müssen wissen, wie der Körper funktioniert, bevor sie in Vollkontakt geschickt werden", so Iris Meisenbacher. "Die Praxis ist immer genauso bedeutend wie die Theorie."
Inhaberin und Trainerin Iris Meisenbacher © Iris Meisenbacher
Inhaberin und Trainerin Iris Meisenbacher © Iris Meisenbacher
Jetzt bin ich gespannt, wie meine erste Lektion zum Thema Selbstverteidigung aussehen wird. Ich habe hohe Erwartungen, bin aber auch skeptisch. Werde ich unter Anleitung aus mir herauskommen können? Bin ich überhaupt sportlich genug?

Den Mensch als Ganzes betrachten
Nach und nach kommen die anderen Teilnehmer in den Kursraum. Es sind tatsächlich mehr Männer als Frauen. Tom ist seit vier Jahren dabei: "Ich mache Wing Tsun als Ausgleich zum Job. Als Sport. Und nebenbei lerne ich, wie ich mich am besten verteidige. Außerdem wird hier auch das Selbstbewusstsein gestärkt", erzählt er mir.

Das ist, wie ich im Laufe der Stunde erfahre, die häufigste Motivation der Kursteilnehmer. Neben Selbstbewusstsein bringt Frau Meisenbacher bei, wie man mit der Körpersprache, dem Ausdruck und der Stimme arbeitet. Letzteres ist im Wing Tsun eher untypisch. Dennoch ist es Meisenbacher wichtig, den Teilnehmern alle Aspekte der Selbstbehauptung beizubringen und individuell auf die Schüler einzugehen.

"Ich sehe den Menschen als ganzheitliches Wesen. Das eine funktioniert nur im Zusammenspiel mit dem anderen. Wenn jemand vor mir steht, der innerlich wacklig ist, kann ich dieser Person die tollste Technik beibringen. Sie wird sie nicht anwenden, weil sie Angst bekommt. Ein Mensch mit gutem Selbstbewusstsein tritt schneller für sich ein und verteidigt sich konsequenter", so Meisenbacher.

Redakteurin Zeliha (re.) beim Training © Zeliha Kabukcu
Redakteurin Zeliha (re.) beim Training © Zeliha Kabukcu
Angriff ist die beste Verteidigung!

So viel zur Theorie. Jetzt geht's endlich an die Praxis! Wie bei fast bei jedem Sport heißt es erstmal: aufwärmen. Liegestütze, Sit-ups, Jumping-Jacks. Danach geht es mit der Kampfkunst los.

Wir spielen unterschiedliche Szenarien durch, von einem Angriff von hinten bis zu einem eher harmlosen Anpöbeln in der Bar. Besonders im Fokus steht dabei die sogenannte Schrecksekunde. "Sofort zu reagieren ist die beste Möglichkeit für körperlich unterlegene Menschen. Denn Angriff ist die beste Verteidigung. Und wenn man einmal die Chance hat, sich zu wehren, dann sollte man konsequent 100 Prozent geben, um den Angreifer kampfunfähig zu machen", sagt Iris Meisenbacher.

Wer wie ich dachte, dass es bestimmte Griffe gibt, die man sich aneignen kann, wird enttäuscht: Die gibt es nicht - zumindest nicht beim Wing Tsun. Wie man sich wehrt, so lerne ich, kommt immer auf den jeweiligen Angriff an. Hierbei hilft das erlernte Körpertraining, das einem zeigt, wozu der eigene Körper eigentlich fähig ist.

> Selbstverteidigung: So handeln Sie richtig




zk

 
  

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Veröffentlicht von der Fit & Gesund-Redaktion
am 26/05/2013
Die Lesernote:3/5 
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