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Raus aus dem Winterschlaf und ab nach draußen: Die besten Tipps für Sport im Winter

Christina Cascino
von Christina Cascino Veröffentlicht am 7. Dezember 2017

Sinken die Temperaturen, sinkt auch schnell die Lust auf Sport im Freien. Dabei ist Bewegung an der frischen Luft auch im Winter wichtig. Wir verraten euch, was ihr beim Sport im Winter beachten solltet.

Wer kennt das nicht: Wenn es draußen kalt, dunkel, grau und ungemütlich ist, möchte man am liebsten keinen Fuß vor die Tür setzen und es sich viel lieber mit leckerem Gebäck und heißem Kakao auf der Couch gemütlich machen. Kein Wunder, dass ein Großteil der Deutschen in der kalten Jahreszeit auf Bewegung im Freien verzichtet. Doch gerade im Winter ist Sport besonders wichtig: Denn mit Sport stärken wir das Immunsystem und unseren Körper und sorgen ganz nebenbei dafür, dass wir auch an tristen Tagen bei guter Laune bleiben.

Deshalb ist Sport auch im Winter wichtig

Unser Immunsystem ist ein komplexes Gerüst. Tagtäglich wird es mit den verschiedensten Keimen, wie Bakterien und Viren konfrontiert. Die meisten davon werden sofort vernichtet. Ist unser Immunsystem jedoch geschwächt, dann kann sich ein Erreger breit machen, vermehren und uns mit einer dicken Erkältung niederstrecken. Es gibt verschiedene Faktoren, die zu einer Schwächung des Immunsystems führen: Stress, ungesunde Ernährung, Schlafmangel oder Umweltschadstoffe. Umgekehrt liegt es in unserer Hand, unser Immunsystem richtig in Schwung zu bringen, indem wir uns ausgewogen ernähren, für genügend Entspannung sorgen, ausreichend schlafen und uns regelmäßig bewegen.

Kalte Temperaturen sind daher kein Grund, auf Sport im Freien zu verzichten. Eurem Immunsystem schadet ihr damit nicht und entgegen vieler Meinungen besteht keine erhöhte Erkältungsgefahr. Ganz im Gegenteil: Durch die Bewegung an der frischen Luft wird die Durchblutung gefördert und das verbessert die Abwehr.

Erst ab ganz extremen Minusgraden (etwa ab minus zehn Grad) solltet ihr auf Sport im Freien verzichten, da sonst die Bronchien Schaden nehmen könnten. Bei einer Erkältung oder einem grippalem Effekt ist jeglicher Sport tabu! Der Körper hat schon genug damit zu tun, die Erreger und Angreifer abzuwehren. Und auch Menschen mit Herz- und Kreislauferkrankungen sollten ebenfalls größere Anstrengungen im Freien meiden.

Fünf Tipps für Sport im Winter:

1. Die richtige Kleidung

Das Wichtigste beim Sport im Winter ist die passende Kleidung. Ideal ist eine atmungsaktive Funktionskleidung, die dafür sorgt, dass der Schweiß gut absorbiert und nach außen geleitet wird. So bleibt der Körper schön trocken. Baumwolle dagegen saugt sich schnell mit Feuchtigkeit voll und lässt den Körper auskühlen.

Auch die Jacke sollte luftdurchlässig sein, damit der Schweiß nach außen entweichen kann. Besser als dicke Daunenjacken, unter denen sich die Nässe staut, sind daher spezielle Jacken mit Lüftungsschlitzen. Besonders warm hält der Zwiebellook. Zwischen den Schichten bilden sich kleine Wärmepolster, die vor Auskühlung schützen.

Auf eine Mütze oder ein Stirnband sollte ebenfalls nicht verzichtet werden, denn über den Kopf verlieren wir sehr schnell Wärme. Wer dann auch noch schwitzt und etwas nasse Haare hat, erkältet sich leicht.

Achtung: Nicht zu dick einpacken! Beim Rausgehen sollte einem leicht kalt sein. Ideal wäre eine Schicht, die ihr nach dem Aufwärmen ablegen könnt.

2. Unbedingt aufwärmen und dehnen

Ob warm oder kalt: Aufwärmen sollte grundsätzlich zu eurem Sportprogramm gehören. Im Winter ist es allerdings noch wichtiger, sich vor dem Training aufzuwärmen, damit sich der Körper an die kalten Temperaturen gewöhnen kann und die Muskeln warm werden. Plant in etwa zehn Minuten für verschiedene Gymnastik- und Dehnübungen ein, danach sollten Muskeln und Sehnen schön geschmeidig sein.

3. Licht an!

Wenn wir am Morgen das Haus verlassen, ist es dunkel und wenn wir von der Arbeit nach Hause kommen, ist es wieder dunkel. Der Winter kann uns manchmal ganz schön wahnsinnig machen. Für alle, die im Dunkeln sporteln wollen, ist Vorsicht geboten, denn gerade im winterlichen Dämmerlicht werden Läufer und Fitnessjunkies von Autofahrern, Radfahrer und anderen Verkehrsteilnehmern schnell übersehen. Sehr gut eignen sich Stirnlampen, aber auch rot-blinkende Armbänder oder reflektierende Streifen für die Kleidung.

4. Durch die Nase atmen

Fällt das Thermometer unter fünf Grad Celsius solltet ihr bei Sport im Freien nicht mehr durch den Mund, sondern am besten durch die Nase atmen. Denn durch die kalte Luft können Atemwege und Lunge schnell anfangen zu schmerzen. Zudem verringert das Atmen durch die Nase das Erkältungsrisiko, da die Luft an den Schleimhäuten angefeuchtet und angewärmt wird, bevor sie in die Lungen strömt.

Tipp: Ein atmungsaktives Tuch schützt Mund und Nase zusätzlich vor Kälte. Toller Nebeneffekt: Die Lippen trocknen nicht so stark aus und auch die Nasenspitze ist vor Mini-Erfrierungen geschützt.

5. Nach dem Training warm einpacken

Nach eurem Training an der frischen Luft solltet ihr euch direkt ins Warme begeben, denn nach dem Sport ist die Gefahr für Erkältungen am größten. Also: Raus aus der Kälte und den verschwitzten Sportklamotten, ab unter die heiße Dusche und danach in warme Kleidung schlüpfen.

von Christina Cascino

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