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Tantra-Massage: Die erotische Massagevariante aus Fernost

von der gofeminin-Redaktion Veröffentlicht am 19. November 2008
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In den Genuss einer klassischen Massage sind sicherlich schon viele von uns gekommen. Neben ihrer medizinischen Wirksamkeit hilft sie uns neue Kräfte zu sammeln, während der Behandlung vollkommen abzuschalten und zu neuer Energie zu kommen. Die klassische Massage ist allerdings nicht die einzige, die es auf der Welt gibt. Vielmehr haben viele Kulturen und spirituellen Kreise ihre eigenen Massagetechniken entwickelt und wenden diese zur Heilung und zur Erreichung von Entspannung, Ausgeglichenheit und Sinnlichkeit an. Wem der Sinn einmal nach etwas ganz Besonderem steht, könnte auch einmal eine Tantra-Massage ausprobieren. Voraussetzung hierfür ist allerdings, dass man sich nicht davor scheut, auch an intimen Stellen von fremden Händen massiert zu werden. Natürlich kann man die Technik der Tantra-Massage aber auch selbst erlernen und somit das Leben im heimischen Schlafzimmer interessanter gestalten.

Tantra-Massage und Tantra Philosophie

Die Tantra-Massage vereint viele Elemente, beispielsweise aus der Reflexzonenmassage oder dem Ayurveda, in sich. Natürlich spielt aber bei einer Tantra-Massage in erster Linie die Tantra-Lehre eine große Rolle. Die Tantra Philosophie stammt aus Indien und ist ca. 2000 Jahre alt. Die uns heute geläufige Version von Tantra wird auch häufig als Neo-Tantra bezeichnet. Hierbei ist der Gedanke zentral, dass Spiritualität und Sexualität miteinander verbunden werden sollten. Eine wichtige Rolle spielt hierbei die Meditation.

Tantra-Massagen sind erst wesentlich später entstanden und werden heutzutage in Tantra-Schulen und Tantra-Zentren gelehrt und angewendet. Organisationen dieser Art erheben nicht nur den Anspruch des puren Lustgewinnes, sondern charakterisieren ihre Behandlungen oftmals auch als eine Erweiterung der eigenen Sinneswelt. Mitunter wird der Tantra-Massage auch eine therapeutische Wirkung zugeschrieben. So sollen zum Beispiel Probleme in der Partnerschaft mithilfe von speziellen Tantra-Seminaren, bei denen verschiedenen Übungen durchgeführt werden, gelöst werden. Die Sexualität spielt hierbei allerdings stets eine große Rolle. In der Tantra-Lehre wird davon ausgegangen, dass in jedem Mann ein Funken des Gottes Shiva steckt. Auch jede Frau weist laut Tantra einen göttlichen Funken auf. Die Beziehung zwischen Mann und Frau und die Sexualität zwischen ihnen kann daher der Stellenwert einer Götterbegegnung zugeordnet werden.


Was passiert bei einer Tantra-Massage?

Zwar haben sich in den vergangenen Jahren viele Tantra-Schulen in der Bundesrepublik gegründet, dennoch ist gerade für Außenstehende nicht allgemeingültig geklärt, wie eine Tantra-Massage ablaufen muss bzw. kann. In den meisten Fällen ist es so, dass eine Ganzkörpermassage durchgeführt wird, bei der keine Stelle des Körpers ausgelassen wird. Brisant dabei ist: Eine Tantra-Massage kann durchaus auch die Massage von weiblichen und männlichen Geschlechtsorganen beinhalten. Diese sinnlichen Varianten der Tantra-Massage werden auch Yoni-Massage und Lingam-Massage genannt. Von den Griffen, die während dieser speziellen Massagen durchgeführt werden, versprechen sich die Anhänger dieser Variante nicht nur Lust, sondern auch heilende Kräfte. Welche Wirkung man sich allerdings konkret hiervon versprechen soll, bleibt weitestgehend unklar und erschließt sich wohl nur eingefleischten Tantra-Anhängern, welche die Tantra-Massage in einem größeren spirituellen Zusammenhang sehen können.

Tantra-Massagen in der Form der Yoni- und Lingam-Massagen fanden zunächst vor allem bei gleichgeschlechtlichen Paaren einen großen Anklang. Mittlerweile befinden sich aber auch viele heterosexuelle Paare und Singles unter den Anhängern dieser ganz besonderen Tantra-Massage.

Entscheidet man sich dafür, die Technik der Tantra-Massage selbst in einem entsprechenden Seminar in ihren Grundzügen zu erlernen, kann man hiermit durchaus neue Facetten in die partnerschaftliche Sexualität bringen. Nicht zuletzt ist die Tantra-Massage auch perfekt dazu geeignet, Stress abzubauen und mehr Zufriedenheit in die eigene Beziehung zu bringen.

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